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Cologna will an der Nordisch-WM wieder voll angreifen
Aus sportpanorama vom 21.02.2021.
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Langlauf-WM in Oberstdorf Sotschi 2014 als gutes Omen für Cologna?

Dario Cologna zählt an der WM in Oberstdorf nicht zu den grossen Favoriten. Mit dem Bündner ist dennoch zu rechnen.

Gold und 2 Mal Silber an Weltmeisterschaften sowie 4 Mal Gold an Olympischen Spielen konnte Dario Cologna in seiner Karriere schon gewinnen. Der Münstertaler wusste an Grossanlässen schon oft zu überzeugen. Nur zu gerne würde er an der WM in Oberstdorf seine Sammlung mit einer weiteren Medaille vergrössern.

Hat Cologna an den Titelkämpfen aber tatsächlich eine Chance auf einen Podestplatz? In der bisherigen Saison erlebte der 34-Jährige Höhen und Tiefen. Das Highlight war der 2. Platz im Rennen über 15 km im Val Müstair an der Tour de Ski. 5 Mal war er in den Top 10 klassiert, sein letzter Wettkampf liegt aber bereits 3 Wochen zurück.

Ich bin sicher nicht der grosse Favorit. Aber ich bin motiviert und freue mich sehr auf die WM.
Autor: Dario Cologna

Zuletzt bereitete sich Cologna in Davos intensiv auf die WM vor. «Ich habe gut trainiert, konnte mich gut vorbereiten und ich bin gesund geblieben», zieht der Bündner vor der Abreise nach Oberstdorf am Mittwoch ein positives Fazit. Wie sieht er selber seine Chancen auf einen Exploit?

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Die Loipen sind ready – und sollen den hohen Temperaturen trotzen
Aus Sport-Clip vom 22.02.2021.
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«Ich kann nicht mehr in jedem Rennen um den Sieg kämpfen, diese Zeiten sind vorbei», stellt Cologna klar. «Deshalb konzentriere ich mich auch mehr auf die Grossanlässe. Ich bin sicher nicht der grosse Favorit, die Jungen drücken sehr stark. Aber ich bin motiviert und freue mich sehr auf die WM.»

WM in Oberstdorf live

Vom 25. Februar bis 7. März findet in Oberstdorf die Nordische Ski-WM statt. Bei SRF sind Sie bei allen Entscheidungen im Langlauf, Skispringen und der Nordischen Kombination live dabei.

Letzte WM-Medaille 2015

Seine letzte WM-Medaille holte Cologna 2015 in Falun mit Rang 2 im Skiathlon. Damals hatte er bereits im Vorfeld seine Form mit 5 Podestplätzen im Weltcup unter Beweis gestellt. Anders sah es 2017 in Lahti (auch wegen muskulären Problemen) und 2019 in Seefeld aus, als er jeweils leer ausging. Nach Finnland war er mit einem Podestplatz im Weltcup gereist, nach Österreich ohne Top-3-Klassierung.

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Archiv: Cologna holt 2015 WM-Silber im Skiathlon
Aus sportaktuell vom 21.02.2015.
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Parallelen zu 2014

Die Resultate in diesem Winter sprechen also nicht unbedingt für Cologna. Allerdings weist die laufende Saison auch Parallelen zum Jahr 2014 auf. Damals wurde er wegen einer Verletzung ausser Gefecht gesetzt und reiste mit vielen Fragen an die Olympischen Spiele nach Sotschi. Im Weltcup hatte er es zuvor einmal auf das Podest geschafft. Im Rahmen der Tour de Ski wurde er über 15 km in Toblach Zweiter. In Russland holte er dann 2 Mal Olympia-Gold.

«WM und Olympia sind immer eine Extra-Motivation. Ich mag es, wenn der Druck noch einmal ein bisschen grösser ist. Daran kann ich sogar wachsen», erklärt Cologna. Man darf also gespannt sein, ob er in Oberstdorf zu einem nächsten Höhenflug ansetzt.

SRF zwei, sportpanorama, 21.02.21, 19:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Hofstetter  (hofi)
    Der Vergleich mit Sotschi hinkt, nur schon darum, weil Cologna sieben Jahre älter geworden ist und somit auch nicht leistungsstärker. Wenn Cologna unter die ersten 10 läuft, hat er eine sehr gute Leistung erbracht. Alles andere ist Schwärmerei und hat mit realistischen Erwartungen nichts zu tun. Dennoch: Hopp Cologna!
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    90% der Medallien gehen nach Russland und Norwegen. Die Russen sind gedopt, bei den Norwegern weiss man es nicht so genau was läuft. Im Klatext heisdt das Langeweile bei der man sich fragt wer dopt am besten, wer wird nicht erwischt. Schade für eine tolle Sportart.
    1. Antwort von Peter Winkler  (Peter Winkler)
      Dass der Grossteil der Medaillen nach Norwegen und evtl. auch nach Russland gehen ist nach dem bisherigen Saisonverlauf zu erwarten. Aber dass man ohne irgendwelche Beweise vorweisen zu können, die Russen generell des Dopings beschuldigt, zeugt nicht nur von fehlendem Fairplay, sondern stellt auch ganz klar eine Verleumdung im strafrechtlichen Sinne dar.
    2. Antwort von Flavio Fehr  (F. Fehr)
      Viele Medaillen gehen momentan nach Norwegen und Russland. Das ist richtig. Ob die Spannung darunter leidet? Kann sein.
      Aber die unbegründeten Dopingvorwürfe gegen diese Athleten finde ich unfair. Natürlich gab es in Russland schon fragwürdige Vorkommnisse, aber kollektive Anschuldigungen klingen da in meinen Ohren wie die Wahlbetrugs-Leier von den amerikanischen Republikaner. Es gilt die Unschuldsvermutung.