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Winterspiele in Peking Weisses Haus: Kein Olympia-Boykott der USA

Die USA wollen mit Verbündeten über einen Boykott der Winterspiele 2022 reden. Das Weisse Haus widerspricht.

Pressesprecherin Jen Psaki
Legende: Olympische Winterspiele 2022 mit den USA Joe Bidens Pressesprecherin Jen Psaki verneinte einen möglichen Boykott des Anlasses in Peking. Reuters

Die USA boykottieren die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking nicht. «Wir haben nicht und werden auch nicht irgendeinen Boykott mit Verbündeten und Partnern diskutieren», teilte Jen Psaki, Pressesprecherin von US-Präsident Joe Biden, mit.

Ned Price, Sprecher des US-Aussenministeriums, hatte wegen Menschenrechtsverletzungen in China ein Fernbleiben von den Spielen gemeinsam mit anderen Nationen angeregt. Die Uiguren-Verfolgung oder die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong waren immer wieder Anlass für Boykott-Forderungen.

«Gegen Olympische Charta»

Chinas Aussenministerium liess darauf mitteilen, «dass es gegen die Olympische Charta geht, den Sport zu politisieren.» Gleichzeitig sagte Sprecher Zhao Lijian, die Amerikaner hätten später klargemacht, keinen Boykott anzustreben.

Gegen einen Boykott sprach sich auch das Olympische Komitee der USA (USOPC) aus, «weil sich gezeigt hat, dass ein solcher sich negativ auf die Sportler auswirkt, ohne globale Probleme effektiv anzugehen», so USOPC-Präsidentin Susanne Lyons.

Video
Archiv: Boykott-Aufrufe gegen Olympische Winterspiele in Peking
Aus Tagesschau vom 04.02.2021.
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6 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Es wäre sehr viel einfacher, wenn die grossen Sportverbände endlich aufhören würden, Spiele an Staaten und Regierungen zu vergeben, die den Sport politisieren, die Bevölkerung unterdrücken, Meinungsfreiheit beschneiden, die Umwelt nachhaltig zerstören, korrupt sind oder sich sonstwie nicht an Menschenrechte oder allgemein anerkannte Rechtsgrundsätze/Normen halten.
    IOC, FIFA, UEFA, IAAF, u.v.a. erweisen dem moralischen Sport mit ihrem unmoralischen Verhalten regelmässig einen Bärendienst.
    1. Antwort von Felice Limacher  (Felimas)
      Sehr treffend ausgedrückt. Danke.
      Nun müsste das nur noch die richtigen Ohren finden ...
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Sportveranstaltungen sollten nicht politisiert werden. Ein Boykott durch einen Staat ist NIE eine gute Lösung. Athleten trainieren jahrelang hart und richten ihre Karrieren oder zumindest die Saisonplanung oft auf Olympische Spiele und Weltmeisterschaften aus.
    Wenn ein Athlet aus persönlicher Überzeugung einen Anlass boykottieren will, dann ist das völlig ok, aber es kann NIEMALS sein, dass ein Staat für die Athleten entscheidet.
  • Kommentar von Lorenzo Ciliberto  (Lavrentius)
    Sie haben die Spiele 1936 auch nicht boykottiert... Schaut nicht fern. Das ist der beste Boykott. Das selbe gilt für Qatar.
    1. Antwort von jacques Schmid  (Maxx)
      Dann müssten doch Spiele in den USA und vielen, vielen weiteren Nationen boykottiert werden. Bei jeder Nation wird sich irgendetwas "böses" finden lassen. Am Schluss wird es nicht mehr möglich sein, sportliche Anlässe weltweit zu organisieren. Ich finde, dass wenn die Spiele mal vergeben sind, dass sie dann auch ohne Boykott durchgeführt werden sollten. Für die Sportler ist es sonst wirklich schwierig zu Planen.