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Rad Froome zurück in Gelb – Matthews gewinnt steilen Sprint

Chris Froome hat sich auf der 14. Etappe in einer packenden Schlussphase das «Maillot jaune» zurückerobert. Auf der steilen Rampe ganz zum Schluss konnte Fabio Aru nicht mehr aufschliessen und verlor über 20 Sekunden. Den Tagessieg holte Michael Matthews.

Legende: Video Froome wieder in Gelb abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
Aus sportaktuell vom 15.07.2017.

Und plötzlich stand die Tour de France Kopf. Leader Fabio Aru war zu weit hinten eingereiht, als das Feld nach 180 km die steile Schlussrampe von Rodez erreichte und hinauf ins Ziel sprintete. Der Australier Michael Matthews hatte dabei am meisten Kraftreserven und feierte seinen zweiten Tagessieg nach 2016.

Ich habe über das Team-Radio nur noch 'push, push, push!' gehört, das war grossartig!
Autor: Chris Froome

Viel entscheidender aber: Chris Froome sprintete als Siebter über die Ziellinie und nahm Aru 24 Sekunden ab. Das als «Überführungsetappe» eingestufte Teilstück sorgte damit für einen neuerlichen Umsturz an der Spitze.

«Das ist eine sehr schöne Überraschung», sagte Froome nach der Siegerehrung, «ich hätte nicht gedacht, dass ich die Führung auf einer solchen Etappe zurückholen könnte.»

Das Podest der 14. Etappe:

  • 1. Michael Matthews (Au)
  • 2. Greg van Avermaet (Be) + 0:01
  • 3. Edvald Boasson Hagen (No) +0:01

Das Gesamtklassement:

  • 1. Chris Froome (Gb)
  • 2. Fabio Aru (It) +0:18
  • 3. Romain Bardet +0:23

So lief die Etappe:

Legende: Video Hollenstein gesellt sich solo zur Ausreissergruppe dazu abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.07.2017.

Mit Thomas de Gendt (Be), Timo Roosen (Ho) sowie den Franzosen Thomas Voeckler und Maxime Bouet hatte sich schnell ein Quartett abgesetzt, zu dem sich nach einem eindrücklichen Solo-Ritt der Schweizer Reto Hollenstein gesellte. Diese 5 Fahrer fuhren bis zu zweieinhalb Minuten vor dem Feld, ehe De Gendt ab Kilometer 130 einen nach dem anderen abhängte.

Auch der 30-jährige Belgier, der im letzten Jahr die Prestige-Etappe auf den Mont Ventoux gewonnen hatte, brachte die Führung aber nicht über die Runden und wurde 13 km vor dem Ziel vom Feld geschluckt. Die Ausreiss-Versuche auf den letzten Kilometern blieben ohne Erfolg, so dass der packende Sprint über den Sieg entscheiden musste.

So geht es weiter:

Das hügelige Teilstück im Zentralmassiv, das am Sonntag ansteht, erscheint ideal für Ausreisser. Zwischen Laissac-Sévérac-L'Église und Le Puy-en-Velay gilt es auf 189,5 Kilometern vier Anstiege zu meistern, darunter zwei der 1. Kategorie. Bevor am Montag der zweite Ruhetag folgt, dürften die Top-Leute in erster Linie darauf achten, keine Attacken ihrer grössten Rivalen zuzulassen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.07.2017, 15:05 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    War das eine Absprache mit Sky? Da waren so gute Fahrer in der Fluchgruppe dabei. Unverständlich, dass sie 1. nicht mehr Vorsprung herausfahren wollten, 2. kein Interesse daran hatten als Fluchtgruppe ans Ziel zu kommen & 3. keiner unter ihnen Ambitionen auf einen Etappensieg hatte. Und so war es dann wieder eine Etappe ohne jede Spannung. Und mit Froom in Gelb wird Gelb wieder verwaltet werden & er fährt mit Rechenschieber & nach Wattzahlen, während seine Leute die Arbeit für ihn machen.
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  • Kommentar von Guido Fontana (Boxster)
    Schade dass Fabio Aru nicht konzentriert genug war. Gegen die überaus professionell agierende Sky Mannschaft wird es schwierig noch was zu korrigieren.
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