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Rad Michal Kwiatkowski neuer Strassen-Weltmeister

Der Pole Michal Kwiatkowski hat an der WM im spanischen Ponferrada Gold im Strassenrennen geholt. Fabian Cancellara ging einmal mehr leer aus.

Legende: Video «WM-Strassenrennen in Ponferrada » abspielen. Laufzeit 4:30 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.09.2014.

Für Fabian Cancellara wurde es einmal mehr nichts aus dem Traum vom Weltmeister-Titel im Strassenrennen. Der Berner vermochte in der letzten Steigung nicht mehr mit der Spitze mitzuhalten und beendete das Rennen mit 7 Sekunden Rückstand auf Rang 11.

Ratlosigkeit bei Cancellara

Zuvor hatten Cancellara, der omnipräsente Michael Albasini und Danilo Wyss ein aufmerksames Rennen gezeigt und sich alle Chancen auf die Medaillen erhalten. «Ich hatte auf der letzten Runde Krämpfe, meine Hoffnungen haben sich da zerschlagen», erklärte Cancellara. Eine Erklärung hatte er nicht: «Ich habe mich gut ernährt, habe normal getrunken und war gut vorbereitet. Es ist wirklich enttäuschend, aber so ist halt der Sport», so der Berner.

Legende: Video «Interview mit Fabian Cancellara » abspielen. Laufzeit 1:45 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.09.2014.

Auch wenn es am Ende nicht für eine Medaille reichte, zeigte sich Nationaltrainer Luca Guercilena mit dem Rennen nicht unzufrieden: «Michael und Danilo haben exzellente Arbeit geleistet. Und wir hatten die richtige Taktik. Dass dann Fabians Beine im Finale nicht mehr wollen, das konnte man natürlich nicht voraussehen.»

Ärgerlich aus Schweizer Sicht war lediglich, dass aufgrund von Cancellaras Schwäche wohl Albasini im Finale die besseren Karten gehabt hätte. Doch der Ostschweizer opferte sich voll für Cancellara auf und ergriff seine eigene Chance nicht - auch wenn er zweimal in Fluchtgruppen vertreten war.

Angriff in der letzten Steigung

Gold holte sich der Pole Michal Kwiatkowski, der in der letzten Steigung angriff, seinen knappen Vorsprung in der nassen Abfahrt verwaltete und am Ende 1 Sekunde Vorsprung über die Ziellinie rettete. Immerhin konnte Kwiatkowski es sich leisten, frühzeitig jubeld die Hände vom Lenker zu nehmen. Silber ging an Simon Gerrans aus Australien, Bronze holte sich wie 2013 der Spanier Alejandro Valverde.

Bis kurz zuvor hatte eine vierköpfige Spitzengruppe mit dem Weissrussen Wasil Kirienka, dem Italiener Alessandro De Marchi, dem Franzosen Cyril Gautier und dem dänischen Meister Michael Valgren an der Spitze gelegen. Das Feld mit allen Favoriten fuhr aber stets in Reichweite und holte die Ausreisser 6 Kilometer vor der Ankunft wieder ein.

Legende: Video «Interview mit Michal Kwiatkowski (englisch) » abspielen. Laufzeit 2:13 Minuten.
Vom 28.09.2014.

Erstes WM-Gold für Polen

Danach schlug die Stunde von Kwiatkowski, der als erster Pole WM-Gold holte. Der 24-jährige Fahrer aus dem Team Omega Pharma Quick Step hat sich in dieser Saison definitiv in der Weltspitze etabliert. So gewann er unter anderem die Strade Bianche in Italien sowie den Prolog der Tour de Romandie.

Das Regenbogen-Trikot ist für Kwiatkowski ein Déjà-Vu: 2008 gewann er bei den Junioren den WM-Titel im Zeitfahren. Zudem siegte er vor einem Jahr in Florenz mit seiner Equipe im Mannschaftszeitfahren.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 28. September, 11:30 Uhr

20 Kommentare

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  • Kommentar von René, St.Gallen
    @Juha Stump Joop Zoetemelk wurde nicht mit 40 sondern mit 38 noch Weltmeister. Somit gäbe es für Cancellara noch "Hoffnung". Aber FC wird ziemlich sicher seine Profikarriere in 2 Jahren (mit 36) beenden! Herr Stump sie scheinen die Karriere von FC nicht genauer zu verfolgen. Ihre Aussage im Sinne "Fokus auf einzelne Rennen zu richten sei schwierig". Cancellara setzte sich sehr oft einzelne resp. bestimmte Ziele in all seinen Jahren und viele davon hatte er auf eindrückliche Art erreicht.
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  • Kommentar von GiSp, Winterthur
    Schade hat es nicht geklappt, aber viele Vorwürfe finde ich, kann sich das Schweizer Team nicht machen. Es ist hall menschlich Krämpfe zu bekommen, das kann passieren, es sollte nicht sein, aber Fäbu hat ja da sicherlich noch Chancen in den nächsten Jahren. Auch ist der Sieger nicht unverdient, der Pole hat ein geniales Rennen gemacht.haha es ist herrlich, solche absurde Kommentare über RF und FC zu lesen, arrogant, usw...Erfolg ist kein Arroganz, sonder harte Arbeit die mehr Respekt verdient!
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  • Kommentar von Hanspeter Übelhart, Interbuchsee
    Was habt ihr eigentlich das Gefühl? Ihr stellt ein Ausnahmetalent wie Fabian Cancellara so hin? Hättet ihr jemals die Pace einem so hochkarätigen Feld eine Minute lang mit eurem Rennrad zu folgen? Wohl keine.... Sooo und jetz stellt ihr euch mal ein Team vor welches 8-9 Fahrer stellen kann und die Schweiz nur 3? Wer hat wohl bessere Chancen?
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