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Rad Riblon ist Alpe d'Huez-König - Froomes Schwäche unbestraft

Christophe Riblon hat die 18. Tour-de-France-Etappe mit dem zweimaligen Aufstieg zur Alpe d'Huez solo gewonnen. Leader Chris Froome erlitt 4 km vor dem Ziel eine Schwäche, baute seine Gesamtführung aber dennoch aus.

Für Christophe Riblon ist der Sieg auf der Alpe d'Huez der grösste Triumph seiner Karriere. Vor 3 Jahren hatte der Franzose bereits einen Etappenerfolg an der Tour feiern können, aber keinen derart prestigeträchtigen. Zudem sorgte der 32-Jährige für den 1. einheimischen Tagessieg 2013.

Van Garderen noch abgefangen

Riblon hatte das Rennen lange Zeit mit 8 weiteren Fahrern geprägt, die nach 14 km ausgerissen waren. Eine Schrecksekunde erlebte er bei der Abfahrt nach dem erstmaligen Aufstieg zur Alpe d'Huez, als er sich verschätzte und bei einer Kurve geradeaus fuhr. Dieser Ausritt blieb jedoch ohne Folgen.

Legende: Video Christophe Riblons Ausritt neben die Strasse abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Vom 18.07.2013.

Etappenzweiter wurde Tejay van Garderen (USA), der bis 2 km vor dem Ziel alleine in Führung gelegen hatte, dann aber von Riblon eingeholt wurde. Platz 3 ging an Moreno Moser (It), einen weiteren Ausreisser.

Froomes Schwäche ohne Folgen

Leader Chris Froome zeigte bis 4 km vor Ende eine souveräne Vorstellung, ehe er eine Schwäche zeigte, da er an Unterzuckerung litt. Er musste sich von Teamkollege Richie Porte ein zuckerhaltiges Gel aus dem Mannschaftswagen geben und den Gesamt-5. Nairo Quintana ziehen lassen.

Weil zusätzliche Verpflegung auf den letzten Kilometern nicht erlaubt wird, wurden Froome und Porte nachträglich noch mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden gebüsst.

Froomes Schwäche war aber nur halb so tragisch, da die Fahrer auf den Plätzen 2 bis 4 zu diesem Zeitpunkt bereits abgehängt waren. So konnte der Brite seine Reserve an der Spitze gar noch ausbauen.

Froome mit beruhigender Reserve

Froome führt nun 5:11 Minuten vor dem schwächelnden Alberto Contador (Sp), der als 11. eine knappe Minute auf den Sky-Captain einbüsste. Neuer Gesamt-3. ist der Kolumbianer Quintana (+5:32), der die Alpe d'Huez 1:06 Minuten vor dem Leader erreichte. Roman Kreuziger (Tsch) fiel vom 3. auf den 4. Rang zurück.

6 Kommentare

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  • Kommentar von speaker, st.gallen
    Aber wie dieser Riblon wie Phönix aus der Asche die letzten 4 km angeflogen kam und dies trotz Flucht über 100km und Landung im Bach bei der Abfahrt, da sagt keiner etwas...Bin mir sicher, er wird heute von den Fans an der Strecke nicht ausgebuht.
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  • Kommentar von Thomas Tschan, Basel
    ...gerne möchte ich Ihre Meinung dazu hören, wenn Herr Froome irgendwann einmal in einer Dopingkontrolle hängenbleiben sollte. Ohne positiven Befund, da stimme ich Ihnen zu, gibt es keinen Grund, jemanden zu beschuldigen, aber eben, dies war bei Pantani, Armstrong, Ulrich, Contador, Zülle etc. ja ähnlich.
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  • Kommentar von Fontana Guido, Giffers
    Die dämlichen Kommentare gehen mir langsam auf die Nerven.Dabei sind die Meisten nur neidisch und frustriert dass sie nicht einmal einen Bruchteil der Leistung eines Radprofis zu leisten imstande sind. Aus einem Esel wird nie ein Rennpferd ,auch nicht mit Doping!
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    1. Antwort von E.W, H
      Nun, auch Renn,- & Springpferde werden teilweise gedopt! :-) Find's persönlich auch falsch, dass nur immer der Radsport betr. Doping angeprangert wird, weil's praktisch bis auf sehr wenige Ausnahmen in jeder Sportart gemacht wird. Aber Froom erinnert eben schon sehr an L.A! Wobei ich aber davon überzeugt bin, dass z.B an der Tour de Suisse "sauber" gefahren wird. Diese ist dann auch bis/mit zum Schluss spannend!
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