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Reiten Doping bei Pferden: Steve Guerdat vorläufig gesperrt

Olympiasieger Steve Guerdat ist nach positiven Proben bei zwei seiner Pferde vorläufig suspendiert worden. Beim «Goldpferd» Nino des Buissonnets wurden Kodein und Oripavin nachgewiesen, bei Nasa ebenfalls Kodein.

Legende: Video Dopingschatten über Steve Guerdat abspielen. Laufzeit 2:29 Minuten.
Aus sportaktuell vom 21.07.2015.

Wie der Weltverband FEI mitteilte, stammen die positiven Proben vom Turnier in La Baule (Fr) Mitte Mai, bei dem der Jurassier mit Nino des Buissonnets den GP gewonnen hatte und am Tag zuvor mit Nasa angetreten war. Neben den verbotenen Substanzen enthielten die Proben auch Morphin, dessen Verabreichung seit 2013 im Rahmen kontrollierter Medikation gestattet ist.

Sperre für vorerst zwei Monate

Die Sperre gilt ab sofort und für vorläufig zwei Monate. Damit würde Guerdat an der EM im August in Aachen fehlen. Allerdings findet noch diese Woche eine FEI-Anhörung statt.

Guerdat spricht von Futtermittel-Kontamination

Guerdat reagierte in einer Erklärung «überrascht» und «zutiefst traurig» über den Befund. Für ihn selbst und für die Besitzer der Pferde geniesse die Gesundheit der Pferde «immer absolute Priorität».

Er werde «ab sofort sämtliche Kräfte für die Ursachenforschung dieser Futtermittel-Kontamination» aufwenden. Er sei zuversichtlich, eine überzeugende Erklärung liefern zu können. Die Möglichkeit, dass die Substanzen auf andere Art in die Körper der Pferde gelangten, erwähnte Guerdat in seiner Erklärung nicht.

Equipenchef: Guerdat «absolut fairer Sportsmann»

Andy Kistler, Chef der Schweizer Equipe, betonte gegenüber Radio SRF ebenfalls, dass die positiven Proben das Resultat einer Kontamination sein könnten, die ohne Verschulden des Reiters entstanden sei. Guerdat sei ein «absolut fairer Sportsmann», er liebe seine Pferde und habe sich immer gegen Doping ausgesprochen.

Der 33-jährige Guerdat hatte 2012 in London mit Nino Olympiagold gewonnen. Letztes Wochenende hatte er auf einen Start beim GP in Mannheim verzichtet – nach eigener Darstellung, um das Pferd nach einem Unwetter zu schonen.

Auch Alessandra Bichsel betroffen

Neben Guerdat ist eine weitere Schweizer Reiterin gesperrt worden: Bei Alessandra Bichsels Pferd Charivari wurden ebenfalls Kodein, Oripavin und Morphin nachgewiesen. Die positive Probe stammt von einem Wettkampf in Deauville (Fr) vom 8. Mai.

Guerdats Tweet am Wochenende

Legende: Video Reiten: CSIO in Mannheim abspielen. Laufzeit 2:13 Minuten.
Aus sportpanorama vom 19.07.2015.

Sendebezug: Radio SRF 1, 21.7., 17:30-Uhr-Bulletin

16 Kommentare

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  • Kommentar von f.sorgen, Bern
    @Müller. Argumentation hinkt: Pferde fressen keinen Mist, stehen im Sport in sauberen, mobilen Boxen, saufen und fressen aus eigenen Behältern. Risiko "verunr. Futter" aufzunehmen=Null. "Verunreinigtes Futter" kriegt unter Mitwirkung von "Stihl" eine neue Dimension. In meiner Jugend (63) hatte er schon DEN Ruf und keiner - schon gar keiner aus dem grossen Sport - soll mir weismachen er wisse das nicht. Stihl holt man GENAU aus diesem Grund. Mit der Wahrheit würde Guerdat viel mehr punkten.
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  • Kommentar von Melissa Rüeger, Turbenthal
    Ich finde Guerdat ist unschuldig ihr set ja er würde für seine Pferde alles daran setzen das es ihnen gut geht. Für mich ist Guerdat ein Fairersportsmann. Ich werde hinter ihm stehen was auch passiert.
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  • Kommentar von Pia Müller, 9443 Widnau
    Wenn die Dopingkontrolle "Morphin, etc" nachweist, ist es eindeutig, dass die Pferde Schmerzen gehabt haben, sonst würden solche Schmerzmittel nicht eingesetzt! Logisch ist, dass Guerdat, Bichsel, der Tierarzt, der CH-Verband, die Sponsoren dies vorher gewusst haben müssen. Pferde reitet man nicht mit Schmerzen - ausser man dopt sie !!!!! Toll, dass es dann doch endlich mal auskommt - es gibt kein Pardon J. Müller !
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