Ammann: Mit Selbstverständlichkeit zurück zum Erfolg

Am Wochenende erfolgt in Klingenthal (De) der Startschuss zum Skisprung-Winter. In seiner 17. Saison will Simon Ammann die Enttäuschungen der Olympischen Spiele in Sotschi vergessen machen. Die Motivation und das Selbstvertrauen sind beim Toggenburger gross.

Simon Ammann blickt zuversichtlich auf die kommende Saison.

Bildlegende: Fokussiert Simon Ammann blickt zuversichtlich auf die kommende Saison. Keystone

Mit den Plätzen 17 (Normalschanze) und 23 (Grossschanze) setzte es für Simon Ammann im Februar 2014 an den Olympischen Spielen in Sotschi zwei grosse Enttäuschungen ab. Und dies, nachdem sich der vierfache Olympiasieger über Jahre akribisch auf den Grossanlass vorbereitet hatte.

Der herbe Rückschlag ging nicht spurlos an Ammann vorbei. Die Motivation war weg, Gedanken an den Rücktritt kamen auf. «Es dauerte lange, bis ich den letzten Winter verdauen konnte.» Schon bald kam beim Toggenburger aber die Erkenntnis, dass «ich die Bühne so nicht verlassen kann.»

Im physischen Bereich viel investiert

Wenige Tage vor dem Saisonstart ist die Motivation bei Ammann wieder so gross wie sie dies zu seinen besten Zeiten war. Zwar kam er auch beim Sommer-GP nicht wie gewünscht auf Touren. Der Umschwung erfolgte dann aber, als er aufgrund der Geburt seines Sohnes Théodore aus dem GP ausstieg. «Ich habe dann viel Zeit zuhause verbracht und konnte sehr seriös an mir arbeiten.» Vor allem im physischen Bereich habe er viel investieren müssen.

Gutes Gefühl nach Vorbereitung

Grosses Selbstvertrauen konnte Ammann aus Tests im Windkanal in Emmen gewinnen. «Ich habe da eine schöne Abstimmungsidee gefunden. Diese konnte ich in die Herbstvorbereitungen mitnehmen.» Die Trainings in Oberstdorf seien dann wunschgemäss verlaufen, haben ihm ein gutes Gefühl gegeben. «Das Ziel ist, dass der Sprung natürlicher wird, selbstverständlicher. Diese Ruhe wird mir im Winter auch helfen, weiter zu springen und schönere Landungen zu zeigen.»

Problem mit Schuhen gelöst

Auch in Sachen Material lief die Vorbereitung zufriedenstellend. Das Problem mit den Schuhen, das Ammann vor allem auch in Sotschi beschäftigt hatte, ist gelöst. «Es ist wichtig, dass ich in diesem Bereich bereits zu Beginn der Saison bereit bin.» Zudem glaubt er, dass die neuen, leicht gelockerten Anzüge ihm helfen. «Ich hoffe, dass die Geschwindigkeit bei der Landung weniger hoch ist. Das würde mir bei meiner grössten Schwäche, der Telemark-Landung, natürlich entgegen kommen.»

Saisonstart entscheidend

Konkrete Ziele für die Saison, deren Höhepunkte die WM in Falun (Sd) und die Vierschanzentournee sind, nennt Ammann nicht. Er freue sich auf die Titelkämpfe in Schweden und auch an der Tournee sieht er seine Chancen. «Zuerst ist aber ein guter Einstieg wichtig. Wenn das gelingt, kommt noch mehr Routine dazu.» Dem Auftakt in Klingenthal blickt er mit grosser Vorfreude entgegen: «Ich habe schon ein hohes Niveau und bin froh, dass es bald losgeht.»

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 16.11.14, 18:15 Uhr / Radio SRF 1, Abendbulletin, 20.11.14, 18:45 Uhr

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