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Mehr Sport X-Alps: Maurer schafft den «Hattrick»

Chrigel Maurer hat zum dritten Mal in Serie das härteste Gleitschirmrennen der Welt gewonnen. Der 30-jährige Berner Oberländer bewältigte die über 1000 km lange Strecke von Salzburg nach Monaco mit dem Gleitschirm und zu Fuss in ziemlich genau einer Woche.

Maurer auf seinem Weg von Salzburg nach Monaco.
Legende: Beeindruckende Kulisse Maurer auf seinem Weg von Salzburg nach Monaco. Keystone

Die Route war länger und schwieriger, das Teilnehmerfeld hochkarätiger denn je. Doch der Sieger ist derselbe wie 2009 und 2011. Chrigel Maurer dominierte die Konkurrenz beim härtesten Adventure Race der Welt scheinbar spielend.

Vorentscheidung in Österreich

Der mehrfache Schweizermeister und Weltcupsieger im Gleitschirmfliegen setzte sich am zweiten Tag auf dem Weg zur Zugspitze vom Feld ab. Während die übrigen Athleten der Spitzengruppe defensiver flogen, preschte Maurer fast ohne in der Thermik zu drehen durch das Pinzgau und konnte das Inntal in Richtung Karwendel passieren, bevor dort die Windverhältnisse ein Weiterkommen verunmöglichten.

Quer über den Alpenhauptkamm

In der Folge baute Maurer seinen Vorsprung mit einer taktischen und flugtechnischen Meisterleistung weiter aus. Der «Adler von Adelboden» legte an den guten Flugtagen jeweils über 150 km in der Luft zurück und schaffte spektakuläre Überquerungen des Alpenhauptkammes. Am Donnerstag flog Maurer so von Interlaken via Matterhorn bis an den Fuss des Mont Blanc. Per Pedes unterwegs war er meist nur in den frühen Morgenstunden - um den nächstbesten Startplatz zu erreichen.

Konkurrenten weit zurück

Am Sonntagmittag, ziemlich genau eine Woche nach Rennstart in Salzburg, landete der Schweizer auf dem Ziel-Floss im Meer vor Monaco. Seine ersten Verfolger, darunter mit Martin Müller ein weiterer Schweizer, befinden sich 250 und mehr Kilometer nördlich in den französischen und den Schweizer Alpen.

Die X-Alps sind seit ihrer Erstausgabe 2003 fest in Schweizer Hand. Auf einen Sieg von Kaspar Henny folgten zwei von Alex Hofer, ehe Maurer erstmals antrat und den Wettkampf seither dominiert.

Legende: Video «Maurer beid den X-Alps eine Klasse für sich (Beitrag vom 13.07.)» abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Vom 13.07.2013.

Das Rennen der Extreme

Die von einem Energy Drink Hersteller gesponserten X-Alps finden seit 2003 alle zwei Jahre statt. Zu Fuss und mit dem Gleitschirm haben die Athleten auf dem Weg von Salzburg nach Monaco verschiedene Kontrollpunkte zu passieren, heuer unter anderem den Dachstein, die Zugspitze, Interlaken, das Matterhorn und den Mont Blanc.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter, SO
    Fantastisch was die beiden geleistet haben! Das ist anders als die vollgepumpten Radfahrer an der TdF, TdS, Giro etc.! Hoffe, das die beiden Ende Jahr auch einen Platz beim "Sportler des Jahres" bekommen! Also, SRF, bitte eine AUSFUEHRLICHE Reportage in einer Sportsendung inkl. einer entsprechenden Würdigung!
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  • Kommentar von Robert Schlegel, 3110 Münsingen
    Die Leistung von Chrigel Maurer ist schlicht grossartig. Seine Dominanz gründet auf Weltklasse in allen Belangen: Flugtechnik, flugtaktisches Können, minutiöse Planung, Physische Kondition. Der Vorbeiflug am Matterhorn und anderntags die Umrundung des MontBlanc von Süden, Westen und Norden sind Husarenstücke, die in die Geschichte der XAlps und des Gleitschirmfliegens eingehen werden. Herzliche Gratulation Chrigel und Thomas Theurillat, das muss perfektes Teamwork sein. Robert Schlegel
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  • Kommentar von Simon Honegger, Luzern
    Toll, dass diese herausragende Leistung nun auch mit der verdienten Aufmerksamkeit belohnt wird. Tatsächlich eine Wahnsinnsleistung: 1031km Luftlinie in 6 Tagen und 23 Stunden! Insgesamt hat er deutlich über 2000km zurückgelegt... Chapeau!
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    1. Antwort von Silvan Fischer, Luzern
      Nur leider ist es dem Schweizer Fernsehen ausser ein paar Kurzmelungen keine intensivere Reportagen wert gewesen. Diese unglaublich sportliche Leistung schreit förmlich nach mehr Aufmerksamkeit. Ich schlage vor, das Gleitschirteam, Chirigel Maurer und Thomas Theurillat als Gast für das nächste Sportpanorama einzuladen !!
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    2. Antwort von Cécile Kohler, Luzern
      Ja, genau! Mehr Aufmerksamkeit hätten die beiden verdient!
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