Cockpitschutz «Halo» spaltet die Formel 1

In der nächsten Saison wird in der Formel 1 der Cockpitschutz «Halo» eingeführt. Während einige Fahrer flammende Plädoyers dafür halten, werden andere mit dem gewählten Modell nicht warm.

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Neuer F1-Cockpitschutz «Halo» als Streitobjekt

2:04 min, vom 29.7.2017

«Ich denke, die ohnehin schon grosse Sicherheit wird durch ‹Halo› nicht erhöht. Aber wir müssen die Entscheidung der FIA akzeptieren», sagte etwa Max Verstappen im Rahmen des GP Ungarn. Nico Hülkenberg schlägt in die gleiche Kerbe und findet zudem, dass der neue Cockpitschutz «nicht schön aussieht.»

«  Halo wird uns helfen. Diese Tatsache zu ignorieren, wäre dumm. »

Sebastian Vettel

Trotzdem werden sich die Gegner mit dem neuen Konstrukt anfreunden müssen. Ab der nächsten Saison werden sämtliche Boliden damit ausgestattet. Der «Halo» verläuft halbkreisartig um den Kopf des Fahrers und soll dessen Sicherheit gemäss FIA um 17% erhöhen.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bei einer Testfahrt im letzten Jahr.

Bildlegende: So sieht er aus Der neue Cockpitschutz «Halo». Imago

Vettel fände Verzicht «dumm»

Klar für den neuen Cockpitschutz haben sich einige andere Fahrer ausgesprochen. Sebastian Vettel, Fernando Alonso und Lewis Hamilton begrüssten die Einführung, die Sicherheit müsse an erster Stelle stehen. «Es wird uns Fahrern helfen, wenn schlimme Unfälle passieren. Diese Tatsache zu ignorieren, wäre einfach dumm», so Vettels Meinung.

Und auch Hamilton, anfangs einer der grossen Gegner des «hässlichen Bügels», spricht sich längst für den «Halo» aus. «Wir Fahrer sind verwundbar. Der Kopf ist die wertvollste Stelle des Körpers, und im Formel-1-Auto ist er gewissermassen ausgeliefert», sagte der Brite.

Wie der neue Cockpitschutz aussieht und funktioniert, sehen Sie im Video oben.

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Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.07.2017, 13:55 Uhr.