GP Monaco: Die Gefahr lauert nach dem Tunnel

Mit dem GP von Monaco steht am Sonntag ein Highlight der Formel-1-Saison an. In den engen Kurven des Stadtkurses im Fürstentum ist schon manch turbulentes Rennen gefahren worden. Auch zahlreiche Unfälle prägten den Grand Prix - viele davon ereigneten sich nach dem Tunnel.

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Unfälle bei der Hafenschikane

1:07 min, vom 22.5.2013

Casino- und Loews-Kurve, das Teilstück im Tunnel, die Schwimmbad-Kurve und Rascasse sind Begriffe, die das Herz jedes Formel-1-Fans höher schlagen lassen.

Ziemlich unspektakulär tönt dagegen die Schlüsselstelle ausgangs des Tunnels: Nouvelle Chicane - die neue Schikane. Doch trotz ihrem harmlosen Namen hat die Links-rechts-Kombination beim GP Monaco immer wieder für zahlreiche spektakuläre Unfälle gesorgt.

Wendlinger, Wurz, Button, Perez

Mit über 280 km/h rasen die Fahrer aus dem Tunnel und müssen vor der Schikane am Hafen stark abbremsen. Erschwerend kommt hinzu, dass den Augen nur wenig Zeit bleibt, um sich an die helleren Lichtverhältnisse zu gewöhnen.

Paul Hawkins' Rennen 1965 endete im Hafenbecken.

Bildlegende: Ab ins Meer Paul Hawkins' Rennen 1965 endete im Hafenbecken. zvg

Zu den prominentesten Unfall-Opfern in den letzten 20 Jahren gehörten 1994 der Österreicher Karl Wendlinger (Sauber), 1998 dessen Landsmann Alexander Wurz (Benetton), 2003 der Brite Jenson Button (BAR) und vor 2 Jahren der damalige Sauber-Pilot Sergio Perez.

Abflug ins Meer

Freilich passieren in Monte-Carlo auch an anderen Stellen Unfälle. Besonders spektakulär verliefen die Abflüge von Alberto Ascari (1955) und Paul Hawkins (1965), die ihre Boliden im Hafenbecken versenkten. Beide Piloten blieben unverletzt; Hawkins musste aber den Spott seiner Konkurrenten über sich ergehen lassen: Sie überreichten ihm beim nächsten GP einen Rettungsring.