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Formel 1 Jubel bei Ferrari - Vettel triumphiert in Malaysia

Sebastian Vettel hat sensationell den GP von Malaysia gewonnen und Ferrari den ersten Sieg seit fast zwei Jahren beschert. Der Deutsche setzte sich in einem zeitweise packenden Duell gegen die beiden Mercedes-Piloten durch. Das Sauber-Team blieb im 2. WM-Rennen ohne Punkte.

Legende: Video «Zusammenfassung GP Malaysia» abspielen. Laufzeit 3:50 Minuten.
Aus sportpanorama vom 29.03.2015.

«Die Mercedes sind schwer zu schlagen, aber vielleicht sind wir hier ein bisschen näher dran», gab sich Vettel vor dem 2. GP der Saison noch sehr zurückhaltend. Dass er in Malaysia ganz zuoberst stehen würde, hätten der Heppenheimer und sein Ferrari-Team wohl selbst nicht für möglich gehalten - zu dominant waren die «Silberpfeile» zum Saisonauftakt in Australien.

Mercedes-Strategie geht nicht auf

Vettel war auf dem Circuit in Sepang nicht nur «näher dran». Der 4-fache Weltmeister, der etwas überraschend aus der Frontreihe ins Rennen gestartet war, lieferte sich von Beginn weg ein packendes Duell mit Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Am Ende blieben den erfolgsverwöhnten Mercedes-Fahrern die Plätze 2 und 3.

Seinen insgesamt 40. GP-Sieg realisierte der 27-Jährige nicht zuletzt wegen der besseren Boxenstopp-Strategie. Während Vettel sich auf zwei Stopps beschränkte, verpokerten sich sowohl Hamilton wie auch Rosberg und mussten dreimal in die Boxengasse abbiegen. Für die «Scuderia» ist es der erste Sieg seit Mai 2013, als Fernando Alonso seinen Heim-GP in Barcelona gewonnen hatte.

Ericsson landet im Kiesbett

Für Sauber verlief der 2. GP des Jahres ernüchternd. Glänzte der Hinwiler Rennstall zum Saisonauftakt noch mit zwei Top-10-Klassierungen und 14 WM-Zählern, setzte es in Malaysia einen Nuller ab. Für Marcus Ericsson, der mit Startplatz 9 sein bestes Qualifying-Resultat erzielt hatte, war das Rennen nach 4 Runden vorzeitig vorbei. Der Schwede landete beim Versuch, Nico Hülkenberg in Kurve 1 zu überholen, im Kiesbett. Sein Bolide musste daraufhin mit dem Kran geborgen werden.

Felipe Nasr beendete das Rennen in Sepang auf dem 12. Schlussrang. Der Brasilianer konnte sich von Startplatz 16 immerhin um 4 Positionen verbessern, WM-Punkte blieben für ihn aber spätestens nach einem Fahrfehler in der 20. Runde ausser Reichweite.

Verstappen jüngster Punktesammler

Grund zur Freude hatte Max Verstappen im Toro Rosso. Der Niederländer wurde starker Siebter und sicherte sich im zweiten Rennen seine ersten WM-Punkte, nachdem er in Australien noch von einem technischen Defekt ausgebremst worden war. Mit 17 Jahren und 180 Tagen ist Verstappen damit der jüngste Grand-Prix-Pilot, der es je in die Punkteränge geschafft hat.

Manor-Marussia nur mit einem Auto

Fuhr das Manor-Marussia-Team zum Saisonauftakt noch keinen Meter, so war der britische Rennstall in Malaysia immerhin mit einem Auto am Start. Der Spanier Roberto Mehri erhielt trotz dem Verpassen der 107-Prozent-Hürde die Starterlaubnis. Will Stevens blieb wegen Problemen mit der Benzinzufuhr erneut nur die Rolle des Zuschauers.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.03.2015, 08:30 Uhr

Legende: Video «Sauber geht leer aus» abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Aus sportpanorama vom 29.03.2015.
Legende: Video «Vettel schlägt Mercedes-Duo» abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Vom 29.03.2015.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Dominik Brüschweiler, Weinfelden
    Ich mag Vetttel und Ferrari denn Sieg von Herzen gönnen. Nun leider glaube ich nicht das sich das Blatt zu gunsten Vettel oder Ferrari gewendet hat. Ich bin nach wie vor der Meinung das Mercedes mit den Hybridmotoren Entwicklung den andern Teams immer noch ein grosses Stück voraus ist. Von daher wird Mercedes weiter domminant bleiben. Auch diese Saison
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  • Kommentar von Jan Troxler, Sempach
    Ich frage mich, wieso Hamilton beim letzten Stopp nicht die Weichen genommen hat. Die Reifen hätten die übrigen Runden überlebt. Vielleicht hätte er noch einen schönen Kampf mit Vettel haben können. Habe mitgefiebert beim Abstand. Bin sehr froh, dass nicht nur violette und silberne Autos gewinnen können, sondern auch endlich mal wieder die Roten. Das kann spannend werden.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Weil Rosberg auf den harten Reifen so schnell fuhr wie Hamilton auf den weichen. Da dachte man bei Merc wohl, dass die weichen bis zum Schluss zu sehr abbauen würden und Hamilton bekam ebenfalls hart. Letztendlich war es egal, denn Vettel war einfach zu gut unterwegs.
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  • Kommentar von Matthias Rosenthal, Kreuzlingen
    Jetzt haben die notorischen Vettel-Hasser ja ganz schön was auf die Mütze gekriegt. Ich bin schon mal gespannt auf den Kommentar eines gewissen Urs Sahli aus Rubigen. (Siehe "Vettel und der Mythos Ferrari" vom vergangenen Donnerstag). Au weia!
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