Mercedes-Motoren für Konkurrent Red Bull?

Der Mercedes-Konzern stattet Red Bull möglicherweise ab kommender Saison mit Motoren aus - und würde damit seinen eigenen Rennstall schwächen. Über entsprechende Gedankenspiele berichten deutsche Medien.

Hamilton überholt Ricciardo

Bildlegende: Bald mit demselben Motor? Lewis Hamilton (vorne) im Mercedes, Daniel Ricciardo im Red Bull. Imago

Wie Auto Bild Motorsport berichtet, stimmte der Daimler-Vorstand nach langem internem Ringen der Lieferung von Mercedes-Motoren an Red Bull für jährlich 20 Millionen Dollar zu. Mercedes-F1-Boss Niki Lauda habe sich dabei gegen Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff durchgesetzt.

«Nicht nur purer Egoismus»

Wolff nahm die Niederlage sportlich: «Eigentlich sollte man seine Gegner nicht stark machen, aber wir müssen auch die Balance wahren zwischen purem Egoismus und dem Wohl der Serie», wurde der 43-Jährige zitiert.

Erdrückende Dominanz

Durch die Mercedes-Dominanz seit Anfang 2014 (24 Siege in 29 Rennen) droht der Formel 1 zunehmend die Langeweile. Red Bull (Weltmeister 2010-2013) kommt mit seinem Renault-Motor derzeit nicht mit.

Bei den Franzosen hat der österreichische Rennstall noch einen Vertrag bis 2016, der aber kurzfristig aufgelöst werden kann, falls Renault - wie derzeit erwogen - das Lotus-Team übernimmt oder ein eigenes Werksteam gründet.