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Achtelfinal der Eishockey-Nati Alles oder nichts gegen Deutschland

Wollen die Eishockeyaner in den Viertelfinal, müssen sie am Dienstag die Deutschen schlagen – und alte Dämonen besiegen.

Patrick Fischer.
Legende: Fordert von seinen Spielern eine Steigerung Patrick Fischer. Keystone

Die Eishockey-Nati hat eine äusserst durchzogene Vorrunde hinter sich. Die Mannschaft von Patrick Fischer, die sich nichts weniger als einen Medaillengewinn auf die Fahnen geschrieben hat, durchlebte in Pyeongchang ein Auf und Ab:

  • Spiel 1: Die Nati ist gegen Kanada chancenlos, liegt nach zwei Dritteln 0:4 hinten und verliert 1:5.
  • Spiel 2: Gegen ein bescheidenes Südkorea überzeugt Goalie Jonas Hiller mit einem Shutout und seine Vorderleute treffen nach Belieben – 8:0.
  • Spiel 3: Gegen Tschechien spielen die Schweizer zu fehlerhaft und unterliegen 1:4.

Die direkte Viertelfinal-Quali wurde verpasst, stattdessen muss die Nati am Dienstag (13:10 Uhr MEZ) den Umweg über den Achtelfinal gegen Deutschland nehmen. Das ruft zwei Negativ-Erlebnisse an Olympia- und WM-Turnieren in Erinnerung:

  • Schon vor 4 Jahren in Sotschi bestritt die Nati einen Olympia-Achtelfinal. Mit schlechtem Ausgang: Der amtierende Vize-Weltmeister enttäuschte gegen Lettland und schied nach einem 1:3 aus.
  • Letztmals standen sich die Schweiz und Deutschland bei der WM 2010 an einem grossen Turnier in einem K.o.-Spiel gegenüber. Die Nati war in Mannheim im Viertelfinal Favorit, verlor aber 0:1 – und liess den Frust nach der Schlusssirene am Gegner aus.

Es braucht eine Leistungssteigerung

Und auch vor zwei Wochen setzte es gegen die Deutschen im zweitletzten Olympia-Vorbereitungsspiel in Kloten eine Niederlage ab. Kommt dem 1:2 grosse Bedeutung zu, Patrick Fischer? «Der Match gegen Deutschland war speziell für beide Teams. Die Intensität war nicht hoch», verneint der Nati-Coach die Frage. «Auch die Deutschen sind sonst bissiger.»

Die Effizienz muss stimmen
Autor: Félicien Du Bois

Was letztlich klar ist: Gegen Deutschland muss eine Leistungssteigerung her. Gelingt dies nicht, bleibt die Viertelfinal-Qualifikation und der Medaillen-Kampf ein Traum. Verteidiger Félicien Du Bois kennt das Rezept, wie aus dem Traum Realität werden soll: «Die Effizienz muss stimmen. Wir müssen im richtigen Moment Tore schiessen und den nötigen Killer-Instinkt zeigen.»

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

8 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Haller (wh)
    Die Deutschen sind sicher die schlechteste Variante. Wir kennen die «Knebel-Partien» mittlerweile. Hiller hat sicher recht mit «...eine Schippe drauflegen» - allerdings frage ich mich woher soll diese kommen? Allein die fortlaufenden Beteuerungen von Fischer: Wir sind gut, wir sind schnell etc. werden nicht reichen. Schliesslich ist es immer wieder das gleiche Szenario: Man steckt unrealistisch hohe Ziele (Medaille) um dann bereits in der Vorrunde auf den Boden der Realität zu kommen.
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    1. Antwort von Martin Gebauer (Gebi)
      Das Niveau im deutschen Hockey ist allerdings äusserst bescheiden. "Chneble" wäre wohl der bessere Ausdruck für das was die Deutschen praktizieren. Die Schweizer sind den Deutschen schlittschuhläuferisch und technisch überlegen. Ob sie das in ein positives Resultat umsetzen können? 2010 haben sich die Deutschen eingeigelt und unverdient gewonnen. Ich befürchte Ähnliches
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Tom Stone)
    Vielleicht mal ein etwas realistischerer Ansatz: Kanada und Tschechien sind keine Teams, die man einfach so schlägt. Also war der Sieg gegen Südkorea realistisch und damit ein Einzug in den Achtelfinal. Und dann darf man vom Losglück träumen. Und als Fan ist man happy. Nichts gegen Optimismus, aber diese Zielsetzungen in Fussball und Eishockey sind einfach ein Witz.
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  • Kommentar von Robert Meier (R. Meier)
    "Alles oder nichts gegen Deutschland"? - Stimmt nicht. Eine Viertelfinalqualifikation ist nicht "Alles". Diese Redewendung funktioniert bei Skifahrern, die viel riskieren und dann gewinnen oder ausscheiden, aber nicht bei einem Eishockeyteam, das im Achtelfinale steht.
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