Olympia-News: Geher Schwazer bleibt gesperrt

Der italienische Geher Alex Schwazer erhält vom internationale Sportgerichtshof TAS keine Sondererlaubnis. Und: IAAF-Präsident Sebastian Coe will russische Leichtathleten baldmöglichst wieder international starten lassen.

Der italienische Geher Alex Schwazer weint bei einer Medienkonferenz

Bildlegende: Des Dopings überführt Der italienische Geher Alex Schwazer bleibt gesperrt. Keystone

  • Die Dopingsperre gegen den italienischen Geher Alex Schwazer bleibt bestehen. Der Internationale Sportgerichtshof TAS bestätigte die achtjährige Sperre gegen den 31-jährigen Olympiasieger von 2008. Schwazer, der 2012 vor den Spielen in London positiv getestet wurde und kurz nach Ablauf der dreijährigen Sperre erneut bei einer Kontrolle durchfiel, wollte einen Start in Rio erzwingen. Er beteuert seine Unschuld und wittert eine Verschwörung.
  • Der armenische Gewichtheber Andranik Karapetjan hat sich während des Wettkampfs der Klasse bis 77 kg auf brutale Art den Arm gebrochen. Beim zweiten Versuch, 195 Kilogramm zu stossen, rutschte dem 20-Jährigen die Hantel zu weit nach hinten, so dass er sie nicht mehr fixieren konnte und der linke Arm brach. Nach dem Reissen hatte sich der Europameister und WM-Dritte auf Medaillenkurs befunden.
  • IAAF-Präsident Sebastian Coe will Russlands derzeit gesperrten Leichtathleten auf absehbare Zeit das internationale Startrecht zurückgeben. «Unser Fokus muss nun auf der Wiedereingliederung des Verbandes liegen», sagte der Brite am Rande der Olympischen Spiele in Rio. Einen Zeitrahmen, wann die wegen systematischen und staatlich geschützten Dopings suspendierten Russen zurückkehren dürften, nannte Coe nicht. Er machte aber erneut deutlich, dass Russland für die Rückkehr auf die internationale Bühne seine Strukturen verändern und Reformen durchführen müsse. Russland habe bei der Überwachung der Athleten «katastrophal versagt».

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den Olympischen Spielen in Rio