Feuz holt Gold!

Die WM-Abfahrt der Männer wird eine Beute von Beat Feuz. Der Emmentaler setzt sich in einem spannenden Rennen vor Super-G-Weltmeister Erik Guay und Max Franz durch.

Das Podest

  • 1. Beat Feuz (Sz)
  • 2. Erik Guay (Ka) +0,12
  • 3. Max Franz (Ö) +0,37
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Feuz: «Ein solches Rennen gibt es nur einmal im Leben»

1:28 min, vom 12.2.2017

Nur einen Tag nach seinem 30. Geburtstag hat Beat Feuz noch einmal so richtig Grund zur Freude: Er holt sich an der Heim-WM den Titel in der Königsdisziplin.

Damit bleibt der Abfahrtstitel in der Schweiz: Vor zwei Jahren in Vail hatte Patrick Küng triumphiert, Bronze ging damals an Feuz. Der Schangnauer ist der 11. Schweizer Abfahrtsweltmeister, insgesamt ging der Titel 13 Mal in die Schweiz (Walter Prager und Bernhard Russi gewannen je zweimal).

Küng undankbarer Vierter

Als Feuz in St. Moritz die Ziellinie passierte, verdrängte er die zeitgleichen Patrick Küng und Kjetil Jansrud von der Spitze. Die beiden klassierten sich am Ende nur 0,02 Sekunden hinter dem Podest auf dem 4. Platz, da sie auch noch von Erik Guay und Max Franz überflügelt wurden.

Bei der Fahrt von Guay stieg dann auch Feuz' Puls noch einmal in die Höhe: Der Kanadier rückte immer dichter an den neuen Weltmeister heran, je näher er dem Ziel kam. Am Ende verpasste er sein 2. Gold im Engadin um 0,12 Sekunden.

Franz holte für Österreich die erste Abfahrtsmedaille seit Michael Walchhofer 2005 in Bormio (Bronze). Auf einen Weltmeister wartet das Austria-Team nun schon seit 14 Jahren: Damals siegte Walchhofer – und die WM fand ebenfalls in St. Moritz statt.

Verkürzte Strecke

Das Rennen, das wegen eines Nebelbandes auf der Strecke bereits um einen Tag hatte verschoben werden müssen, konnte auch am Sonntag nicht auf der Original-Piste ausgetragen werden. Damit fiel die steile Startrampe «Freier Fall» weg.

Die weiteren Schweizer

  • 4. Patrick Küng +0,39
  • 21. Mauro Caviezel +1,23
  • 23. Nils Mani +1,35
  • 28. Carlo Janka +1,73

Ausser Küng gelang den restlichen Fahrern des Swiss-Ski-Teams rangmässig kein Exploit. Zwar verloren alle wenig Zeit, in einem Rennen der knappen Abstände, reichte das jedoch nicht für Platzierungen in den ersten 20. Besonders enttäuscht zeigte sich Carlo Janka, der das Rennen mit Startnummer 1 eröffnete, am Ende als 28. als schlechtester Schweizer klassiert war.

So sieht das weitere WM-Programm aus

  • Männer-Kombination am Montag
  • Team-Event am Dienstag

Sendebezug: SRF zwei, 12.2.17, sportlive, 13:00 Uhr

Resultate