WM 1999: Kjus - viel Schlaf, viele Medaillen

Die Österreicher drückten der WM vor 16 Jahren in Vail und Beaver Creek als Mannschaft den Stempel auf. Doch zum umjubelten Helden avancierte Lasse Kjus. Der Norweger schrieb Skisport-Geschichte.

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Medaillensammler Kjus

2:18 min, vom 20.1.2015

Wenn es zählte, war er da: Lasse Kjus - der Mann der Grossanlässe. 5 Olympia- und 11 WM-Medaillen sprechen Bände. Einzig sein langjähriger Zimmerkollege Kjetil André Aamodt hat bis heute mehr WM-Auszeichnungen (12) ergattert.

Die Saison 1998/1999 sollte zum Höhepunkt seiner Karriere werden. Er, der wegen seinen knappen Antworten bei Interviews der «grosse Schweiger» genannt wurde, gewann in dieser Saison den Gesamtweltcup zum 2. Mal nach 1996. Zudem holte er dank Siegen in den Klassikern Val d'Isère, Gröden, Wengen und Kitzbühel die Disziplinen-Kugel in der Abfahrt und auch in der Kombination. Doch die grosse Geschichte schrieb er an der WM.

Nicht nur weil er fast im Alleingang gegen die Übermacht aus Österreich antrat, sondern weil er die gesamte Konkurrenz in den Schatten stellte: 5 Starts, 2 Mal Gold, 3 Mal Silber. Ein Rekord, der bis heute anhält. Sein Rezept, um in allen Disziplinen so erfolgreich zu sein, erklärte er lapidar: «Ich schlafe viel. Ich bin viel im Bett.»

Lasse Kjus in Zahlen

Olympische Spiele1 x Gold3 x Silber1 x Bronze
Weltmeisterschaften3 x Gold8 x Silber0 x Bronze
Weltcup18 x Rang 124 x Rang 218 x Rang 3
Gesamtweltcup1995/96, 1998/99
Kugel Abfahrt1998/99
Kugel Kombination1993/94, 1998/99, 2000/01

Schlagzeilen der WM

Schlagzeilen der WM

Vail und Beaver Creek waren 1999 die Austragungsorte der 35. Alpinen Weltmeisterschaften. Wir blicken nochmals zurück und präsentieren Geschichten, die für Schlagzeilen sorgten.