Shiffrin siegt und fängt Maze ab

Mikaela Shiffrin hat auf der Lenzerheide den letzten Slalom der Saison gewonnen. Damit überholte die amerikanische Weltmeisterin in der Weltcup-Wertung die bis anhin führende Tina Maze und sicherte sich die kleine Kugel. Wendy Holdener wurde starke Fünfte.

Auch 3 Tage nach ihrem 18. Geburtstag eilt Mikaela Shiffrin von Erfolg zu Erfolg. Nach dem WM-Titel in Schladming sicherte sich die Amerikanerin dank dem Sieg auf der Lenzerheide - dem 4. Saison-Triumph - die kleine Kristallkugel.

Traumlauf zur Kugel

Gesamtweltcup-Siegerin Tina Maze lag nach Lauf 1 noch klar in Front (1,17 Sekunden vor Shiffrin) und war drauf und dran, nach den Kristallkugeln im Super-G und im Riesenslalom auch diejenige im Slalom zu holen. Ihre Reserve auf Shiffrin betrug 7 Punkte.

Doch diese legte auf Rang 4 liegend nach dem 1. Lauf im finalen Durchgang Laufbestzeit hin und siegte 2 Zehntel vor Bernadette Schild (Ö). Maze wurde nach einer zögerlichen Fahrt «nur» Dritte. Trotz ihrem Rekord von 23 Podestplätzen in einem Winter fehlten ihr am Ende in der Slalom-Wertung 33 Punkte auf Shiffrin.

Shiffrin von Maze inspiriert

«Es ist unglaublich, dass es noch funktioniert hat. Ich war so weit hinten nach dem 1. Durchgang. Im 2. Lauf habe ich alles auf  eine Karte gesetzt», sagte Shiffrin, die im Ziel ihre Tränen nicht zurückhalten konnte. «Maze wird mich nun wohl schlagen wollen», witzelte Shiffrin und gab zu, dass sie von Mazes Leistungen inspiriert worden sei. «Das half mir dahin zu kommen, wo ich jetzt bin.»

Erneut überzeugende Holdener

Nur eine Woche nach ihrem ersten Podestplatz (2.) in Ofterschwang zeigte Wendy Holdener wiederum eine starke Vorstellung. Die Schwyzerin fuhr trotz einem Fehler im 2. Lauf auf Rang 5, was ihrem zweitbesten Karriere-Ergebnis gleichkommt. «Der Fehler ärgert mich, aber ich hatte ein super Jahr, es lief toll und ich blieb gesund», freute sich die 19-Jährige.

Lara Gut beendete ihren ersten Slalom der Saison nicht. Die Tessinerin riskierte nach dem 18. Platz im 1. Lauf viel und schied aus. Starten durfte sie aufgrund der Punkte-Anzahl im Gesamt-Weltcup.