Zum Inhalt springen

Weltcup Frauen Skaardal: «Es gilt das Konzept Kombination zu schützen»

Die Schneemengen in Crans-Montana haben das Rennprogramm durcheinander gewirbelt. Die für Sonntag vorgesehene Superkombination muss der Abfahrt weichen. Ein Entscheid, der nicht allen behagt.

Legende: Video Skaardal: «Sehe die Superkombi als eigenständigen Event an» abspielen. Laufzeit 4:15 Minuten.
Vom 13.02.2016.

Es war nochmals ein Wink mit dem Zaunpfahl. Nachdem die Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana hatte vertagt werden müssen und folglich die für Sonntag geplante Superkombination verdrängte, setzte Lara Gut einen Tweet ab.

Die Tessinerin wünschte sich von der FIS die Einsicht, gleichwohl beide Rennen im Programm zu belassen. Der Hintergrund: Gut fühlt sich wohl auf der Piste in den Walliser Alpen, und sie ist eine Spezialistin für Superkombinationen.

Die bislang einzige Konkurrenz in diesem Winter entschied sie in Val-d’Isère zu ihren Gunsten. In Crans-Montana witterte sie die Chance, wieder zuschlagen zu können und im Gesamt-Weltcup weiter Boden gut zu machen auf Leaderin Lindsey Vonn.

Die Absage der Abfahrt war nicht unsere schwierigste Entscheidung von heute.
Autor: Atle Skaardal

Die Verantwortlichen entschieden gegen Lara Guts Willen. FIS-Renndirektor Atle Skaardal führt die Überlegungen aus, die zum Entscheid geführt haben:

  • «Die alpine Kombination ist ein vollwertiger Event. Es gilt, das Konzept zu schützen, denn in dieser Disziplin werden Olympiamedaillen vergeben. Die beiden Rennteile sollen darum am gleichen Tag durchgeführt werden.»

Was entgegnet Skaardal auf die Frage, dass Kitzbühel eine andere Philosophie verfolgt? Dort werden ein Super-G und ein Slalom zu einer Kombi zusammengefügt plus der Super-G separat gewertet.

  • «Kitzbühel trug jahrelang eine klassische Kombination aus. Nun handhaben sie dies von Haus aus anders und setzen auf eine Zwischenlösung.»

Und warum hätte in Crans-Montana Stunden nach der Spezialabfahrt nicht auch noch ein Slalom für die Kombi angehängt werden können?

  • «Ganz einfach: Aufgrund der Wettervorhersagen wäre es nicht realistisch gewesen, am Nachmittag noch einen Slalom zu fahren.»

Skaardals abschliessende Bemerkung beweist, dass es sich um eine Frage handelt, an der sich die Geister scheiden:

  • «Die Absage der Abfahrt vom Samstag war nicht unsere schwierigste Entscheidung, die wir heute zu fällen hatten.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.02.2016 10:25 Uhr

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ritter Dominic, Winterthur
    Weg mit em Skaardal!!!! Diä sölled mal es paar jungi istellä wo chli flexibler sind!!! Grossvater ga in Ruhestand!!!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ritter Dominic, Winterthur
    Am schluss vom Wucheend hemer kei Abfahrt, kei Super Kombi däfür en Slalom. Das chas ja nöd sie wenn dslalom fahrerinne sowiso am meiste renne hend i de Saison. Es Speedwucheend wird zum Slalomwucheend!!! Das chan mer bi de FIS doch nöd ernst meine. Mer söt doch e Saison so fair wiä möglich gstalte und jedes mal ischs es nöd!!! Trurig Trurig Trurig das mer das nöd anebringt!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ritter Dominic, Winterthur
    Ich finde mer het das chöne mache wiä in Kitzbühel usergwöhnlichi Situatione forderet usergwöhnlichi massname. Es wär ja nöd dRegle worde sondern e not gebundeni usnahm!!! Also hets überhaupt nüt mit abwerte vo Diszipline zduä gha. Mer het vorallem diä 3 plante Renne chöne dure füähre. Skaardal red immer vo glich berächtigung zwüsched de Diszipline hebt jetzt aber de Slalom ufs Podest obwohl das Renne eigentlich gar nöd i das Wucheend ghört het!!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen