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Weltcup Frauen Skaardal kritisiert St. Moritz scharf

St. Moritz wird nächste Woche aus finanziellen Gründen kein zusätzliches Weltcup-Rennen übernehmen. FIS-Renndirektor Atle Skaardal ist «geschockt».

Eine Fahrerin vor der Bergkulisse des Engadin.
Legende: Kein zusätzliches Rennen In St. Moritz wird der Super-G von Bad Kleinkirchheim nicht nachgeholt. EQ Images / Archivbild

Der am Sonntag in Bad Kleinkirchheim abgebrochene Frauen-Super-G wird nicht nächste Woche in St. Moritz nachgeholt. Die Organisatoren der Weltcup-Rennen können die Finanzierung der Mehrkosten nicht garantieren.

Wenig Verständnis bei Skaardal

FIS-Renndirektor Atle Skaardal reagierte mit harscher Kritik: «Ich bin geschockt, dass es so schlecht um unseren Sport steht, dass es offenbar für einen Veranstalter während der Hochsaison nicht möglich ist, ein Zusatz-Rennen zu übernehmen. Zumal in einem Ort, der in zwei Jahren Weltmeisterschaften durchführen wird.»

Gemäss Skaardals Schätzung hätten die Organisatoren ihr Budget um rund 100'000 Franken aufstocken müssen, um neben der Abfahrt vom Samstag und dem Super-G vom Sonntag ein weiteres Rennen durchzuführen.

OK verteidigt seinen Entscheid

Hugo Wetzel aus dem St. Moritzer OK verteidigt die Absage wie folgt: «Es war einfach nicht möglich. Die kaufmännischen Grundsätze müssen weiterhin stimmen und die Ressourcen müssen im Gleichgewicht bleiben. Wir haben seit jeher bereits sehr viel in den Frauen-Skisport investiert. Die Grenze war erreicht.»

Die FIS hofft nun, für den abgebrochenen Super-G nach der WM in Vail / Beaver Creek noch einen Veranstalter zu finden. Der Weltverband kämpft nicht zum ersten Mal mit finanziell begründeten Renn-Absagen. So fiel mit der Männer-Abfahrt von Bormio heuer ein «Klassiker» aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen aus.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin 15.1.2015, 06:17 Uhr.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli, Rubigen
    Eventuell ist das nun das Startsignal, diesen Rennsport wieder auf vernünftigerer Ebene durchzuführen. Als ehemaliger regionaler Rennfahrer finde ich die Entwicklung im alpinen Skirennsport schon lange untolorierbar. Ansprüche i.S. Aufwand für Piste, Sicherheit, etc. sprengt schon lange jeden vernünftigen Rahmen. Nur weiter so. Es kommt der Punkt wo es überhaupt keine Rennen mehr geben wird. Wie lange Sponsoren diesen Wahn noch weiter mitmachen ist fraglich.
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  • Kommentar von Peter Traxler, 3072 Ostermundigen
    1+1 gibt immer noch 2. Das muss auch Herr Skardaal akzeptieren. Es ist ja nicht sein Geld.
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  • Kommentar von Ernest Bender, Wien (AUT)
    L. Gut ist nicht leicht berechenbar, noch weniger D. Gisin, und Holdener noch keine Bank. – Wozu also extra Geld ausgeben, wenn es sich lokal für national nicht lohnt.
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