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ATP-Tour Djokovic verwehrt Federer den 7. Titel

Roger Federer hat einen weiteren Titel bei den ATP Finals verpasst. Der Baselbieter unterlag der Weltnummer 1 Novak Djokovic im Endspiel von London mit 3:6, 4:6.

Legende: Video Spielbericht Federer - Djokovic abspielen. Laufzeit 04:56 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 22.11.2015.

Mit Spannung war der 3. grosse Final in diesem Jahr zwischen Roger Federer und Novak Djokovic (nach Wimbledon und den US Open) erwartet worden. Doch nach lediglich 80 Minuten war das London-Endspiel bereits vorbei. Die Weltnummer 1 hatte dem Spiel unwiderstehlich ihren Stempel aufgedrückt, Federer hatte kaum eine reele Siegchance.

Aufbäumen im 8. Game

Zwar wehrte Federer im 2. Satz beim Stand von 3:4 drei Breakbälle in Folge ab und stellte auf 4:4. Doch Djokovic realisierte schon im nächsten Aufschlaggame Federers den entscheidenden Servicedurchbruch. Beim Matchball produzierte der Schweizer einen Doppelfehler.

Der Grund für Federers Niederlage hatte einen Namen: Djokovic. Im Detail sieht dies so aus:

  • Vor allem im 2. Satz konnte Federer Djokovic bei dessen Service nie mehr gefährden. Er erspielte sich keinen Breakball mehr (im 1. Satz hatte er 2). Djokovic, der seinen Aufschlag nie abgeben musste, war bei 3 von 9 Chancen erfolgreich.
  • Federer gewann gegen einen der besten Return-Spieler auf der Tour nur in 43 Prozent der Fälle den Punkt, wenn er über den 2. Service musste. Djokovic: 84 Prozent.
  • Auch am Netz konnte Federer nicht wie gewohnt reüssieren, was vor allem an der Grundlinien-Stärke seines Gegners lag. 14 von 21 Netzangriffen schloss Federer erfolgreich ab. Bei Djokovic waren es 2 von 2.
  • Zwar schlug Federer 6 Winner mehr als sein Kontrahent (19:13). Dafür beging der Baselbieter auch 17 unerzwungene Fehler mehr als Djokovic (31:14). Dies lag hauptsächlich daran, dass Federer enorm viel Risiko nehmen musste, um überhaupt zu Punkten zu kommen.
Legende: Video Federer gewinnt Punkt des Abends abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus sportlive vom 22.11.2015.

Eine Matchbilanz von 82:6

Djokovic feierte damit den 5. Sieg am Jahresendturnier. Mit dem 4 Erfolg in Serie stellte der 28-Jährige zudem einen neue Bestmarke auf. Gleichzeitig schraubte der 2015 alle überragende Spieler seine Matchbilanz auf 82:6.

Federer blieb hingegen der 7. Triumph an den ATP Finals verwehrt. Der 34-Jährige wird die Saison auf Position 3 im Ranking beenden. Trotz allem war auch seine Saison mit 6 Turniersiegen und einer Matchbilanz von 63:11 eine gute. Aber gegen Djokovic (11 Titel/15. Final in Serie) war nicht nur am Sonntagabend in London kein Kraut gewachsen.

Legende: Video Federer im Platzinterview abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus sportlive vom 22.11.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.11.15, 19:10 Uhr

49 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Hahn, Bern
    Seit 2012 hat Roger keinen Großen Titel mehr gewonnen. Djokovic brach dieses Jahr alle Rekorde sei es Preisgeld sei es Titel 11! Oder Gesamtpunkte Rekord von 16.585. Preisgeld Rekord von $ 21.592.125!!! 14 Finale in Folge ist auch Rekord. Laut Statistik war dies die Beste Saison im Tennis die je ein Spieler geschafft hat.Nur eine Saison kommt den gleich nämlich 2011 als Djokovic 10 Titel 3GS 5.Mastes 1 atp 250 und Finals Gewinn! Master Djokovic hat 26 und Federer 25!
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    1. Antwort von Arthur Hunziker, Uster
      Das Preisgeld kann keine Referenz sein. Die Preisgelder von heute stehen in keimen Verhältnis zu den Prämien von früher. Sie haben aber Recht, Djokovic spielt sehr gut und dominiert die Tenniswelt seit Jahren. Allerdings muss man aber auch sagen, dass die Konkurrenz momentan überschaubar ist. Federer ist in die Jahre gekommen, Nadal macht die Gesundheit einen Schnitt durch die Rechnung und Stan spielt nicht konstant genug. An die"Tennis-Kenner": RF und Djo zu vergleichen ist völlig damlich.
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  • Kommentar von Erich Singer, Schweiz
    Das RF noch mit 34 Jahren auf diesem Niveau spielen kann ist eben Klasse.Dasselbe kann man von den Kommentaren eines Hr.Imhof nicht sagen, denn die sind Lichtjahre hinter den Leistungen sämtlicher Tennisspieler zurück! Es ist doch sonnenklar, dass ein 34 jähriger Spieler nicht immer die Leistung eines 6 Jahre jüngeren Gegners abrufen kann. RF hat genug bewiesen welch Klassespieler er ist und kann sicher auch Niederlagen gegen tagesform-stärkere Gegner akzeptieren
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  • Kommentar von Peter Smart, Ostschweiz
    Ich verstehe nicht, wie die Spieler die Bälle so schnell schlagen können. Das ist doch auch gefährlich! Man stelle sich vor, ein Ball fliegt ins Publikum! Ich würde niemals einen Tennismatch besuchen.
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    1. Antwort von Mario D, St. Gallen
      Das ist aber begrenzt. Da kann beim Fussball noch viel mehr passieren. Bis der Ball im Publikum landet, hat er schon deutlich an Geschwindigkeit verloren. Es gibt jedenfalls nichts geileres als Tennis-Matches im Stadion.
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