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ATP-Tour Federer hofft auf den «Halle-Effekt»

Mit Halle steht eines der Lieblingsturniere von Roger Federer an. Einzig in Wimbledon (7 Titel) hat der Baselbieter häufiger triumphiert als in Westfalen (6). Für die Hauptprobe auf Rasen verspricht Federer eine angriffige Strategie.

Legende: Video Federer in Halle und Wimbledon abspielen. Laufzeit 1:20 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 09.06.2014.

Mit neu gewonnenem Selbstvertrauen war Roger Federer vor einem knappen Jahr nach Wimbledon gereist. In Halle hatte er zum 6. Mal gewonnen. Statt den Schwung mitzunehmen, setzte es für Federer aber eine herbe Niederlage ab.

Ein altes Erfolgsrezept

Der Ukrainer Sergej Stachowski warf Federer auf dem Rasen von Wimbledon schon in der 2. Runde aus dem Turnier. Der Aussenseiter liess lange Ballwechsel gar nicht zu, sondern stürmte Mal für Mal ans Netz. Auch Federer will sich wieder vermehrt der Taktik verschreiben, die sein Coach Stefan Edberg in den 1990er Jahren erfolgreich anwendete: «Ich möchte mehr ‚Serve and Volley‘ spielen als früher, aggressiver agieren.» Ein Ausrutscher wie gegen Stachowski soll sich nicht wiederholen.

Die böse Erinnerung an 2013 täuscht aber über die Tatsache hinweg, dass Halle für Federer oft als Ausgangspunkt für Grand-Slam-Triumphe diente. Seinen ersten 4 Wimbledon-Siegen (2003 bis 2006) gingen stets die Titel in Halle voraus. Nur 2008 (Final) und 2013 blieb Federer nach Turniererfolgen in Deutschland die Krönung in Wimbledon versagt. Die Gelegenheit, zu alter Stärke auf Rasen zurückzufinden, bietet sich dem Schweizer am Donnerstag, wenn er in der 1. Runde in Halle auf den Portugiesen Joao Sousa (ATP 47) trifft.

Federer sucht Risiko

Am Out in den Achtelfinals der French Open studiert der 17-fache Grand-Slam-Sieger vor seinem Auftritt in Halle nicht zu sehr herum. «Wenn ich jetzt versuche, alles richtig zu machen, bringe ich gar keinen Ball mehr ins Feld. Vielmehr will ich mit Freude und Lust aufspielen und lieber etwas riskieren als zu zögern», so der Baselbieter. In der Kurzversion heisst das: Einfach mal draufhauen!

25 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Richtig köstlich zu lesen, wie intensiv ihr immer wieder darüber streitet, wer denn nun der grösste Tennisspieler aller Zeiten ist. Dabei ist die Antwort so einfach: ROD LAVER. Warum? Weil er bis heute als Einziger den Grand Slam, der ja immer noch als DAS Ziel schlechthin gilt, ZWEIMAL gewonnen hat, und neben ihm nur noch einer wenigstens einmal. Bei den Frauen ist das ebenso leicht zu beantworten: MARGARET COURT SMITH. Diese hat den Grand Slam sogar DREIMAL gewonnen. Alles klar?
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    1. Antwort von jean passant, thun
      Fast klar. Vielleicht noch zur Präzisierung: Den 2. GS schaffte er als die Open Ära begann. Open meint nicht etwas draussen, sondern für Amateure und Profis offen. Den ersten GS schaffte er noch auf der Amateurtour. Das USO fand im Übrigen noch in Forest Hills statt nicht in Flushing Meadows. Man könnte aber durchaus Laver als "the best ever" bezeichnen, wenn man den Titel unbedingt vergeben will.
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      @Juha Stump: Gibt es einen bestimmten Grund, weshalb Sie in Ihrem Beitrag die Namen und einige Schlagwörter "herausschreien"? Oder wollen Sie damit einfach den lieben Herrn Imhof parodieren?
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  • Kommentar von jean passant, thun
    RF schafft im Durchschnitt 2-3 Siege hintereinander :RF wird wohl das Startspiel gegen Sousa noch gewinnen, dann könnte er auf Karlovic treffen, der gerade auf Rasen gefährlich ist, da traue ich RF noch einen knappen Sieg zu. Allerdings wartet im HF ev. Montfils/Nishikori, wenn Federer nur auf Normalniveau spielt, scheidet er aus. Falls er doch einen guten Tag erwischt, könnte ev. doch Nadal, trotz Paris, sein Gegner sein und da ist die Sache leider meistens klar. Aber wer weiss...
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  • Kommentar von Hans Imhof, Bern
    Es ist denkbar, dass Federer, wenn er den HF in Halle erreicht so spielen wird, dass er verlieren wird! Nur um nicht gegen NADAL im Finale antreten zu müssen! In Wimbledon hofft er, nicht in der Hälfte von NADAL zu landen und dass dieser wieder früh ausscheidet! Jedoch glaube ich, dass NADAL körperlich fiter ist als 2013! Er könnte den Final 2014 erreichen! Wenn Federer auch den Final erreichen würde, was ich nicht glaube, wird er aber gegen NADAL chancenlos sein!
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    1. Antwort von Sarah K., Luzern
      Ja genau Federer spielt im HF schlecht, damit er im Final nicht gegen Nadal spielen muss.Sie haben auch Ideen!Aber Sie sind ja bekannt für Ihre Kommentare.Sie sind halt ein sehr engstirniger Nadal Fan.Nadals Niederlagen reden Sie immer schön:Er war verletzt oder zu jung. Ich verstehe nicht, wieso Sie immer so gegen Federer reden. Wieso können Sie nicht einfach Nadal Fan sein und das zum Ausdruck bringen, anstatt immer Nadal mit Federer zu vergleichen? Das eine geht doch auch ohne das andere?
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    2. Antwort von Sarah K., Luzern
      Und wieso schreiben Sie Nadal immer so gross hervorgehoben? Fällt der Name sonst nicht auf?
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    3. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Ich denke, der Name Nadal fällt auch ins Auge, wenn er ganz normal geschrieben wird. Aber vielleicht hat Imhof ja Angst, dass seine Kommentare weniger auffallen, wenn er sich an die deutsche Rechtschreibung hält und aufs Herausschreien des Namens seines aktuellen Lieblingsspielers verzichtet.
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