Zum Inhalt springen
Inhalt

ATP-Tour Kämpferischem Wawrinka gehen die Kräfte aus

Stan Wawrinka hat den Halbfinal beim ATP-1000-Turnier in Paris-Bercy nach grossem Kampf verloren. Der Schweizer unterlag Novak Djokovic mit 3:6, 6:3, 0:6. Die Energiereserven beim Romand waren leer.

Legende: Video Wawrinka unterliegt Djokovic nach hartem Kampf abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.
Aus sportaktuell vom 07.11.2015.

Stan Wawrinka schien beim Stand von 3:6, 0:2 bereits geschlagen. Es lief nicht viel zusammen, immer wieder schlug er sich mit dem Racket auf die Oberschenkel. Es war offensichtlich: Wawrinka hatte sich vom Late-Night-Thriller gegen Rafael Nadal, der erst um 1:11 Uhr zu Ende gegangen war, (noch) nicht ausreichend erholt.

«Ich war müde und es ist mir schwer gefallen, dagegen zu halten. Doch ich bin stolz darauf, wie ich reagieren konnte», sagte ein sichtlich erschöpfter Wawrinka nach der Partie.

Legende: Video Anerkennung: Djokovic applaudiert Wawrinka abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus sportlive vom 07.11.2015.

Wie Phönix aus der Asche

Die besagte Reaktion kam zu einem Zeitpunkt, als niemand mehr damit rechnete. Wawrinka nutzte im 2. Satz in einem wahren «Monster-Game» die 5. Breakchance zum 1:2 und gewann insgesamt 5 Games in Folge.

Djokovic, mittlerweile sichtlich frustriert, musste den ersten Satzverlust seit dem US-Open-Final gegen Roger Federer von Anfang September hinnehmen. Seither hatte der Überflieger 29 Sätze in Serie gewonnen und war dem Rekord von Federer (31) gefährlich nahe gekommen.

Ich hatte keine Energie mehr.
Autor: Stan Wawrinka

Die Baisse von Djokovic war allerdings nur von kurzer Dauer. Die Weltnummer 1 schaltete zu Beginn des 3. Durchgangs einen Gang höher, von Frust und Unsicherheit keine Spur mehr. Wawrinka musste seiner kräftezehrenden Aufholjagd Tribut zollen und konnte nicht mehr mit seinem Widersacher mithalten. «Ich hatte keine Energie mehr», gab der Lausanner unumwunden zu.

Djokovic ballt die Faust
Legende: Ballt die Faus Djokovic ist derzeit praktisch unschlagbar. Keystone

Final am Sonntag gegen Murray

Für Djokovic war es der 19. Sieg im 23. Duell mit Wawrinka. Es ist ausserdem die 14. Final-Teilnahme für den 28-Jährigen in Folge. Einzig beim Turnier in Doha zu Jahresbeginn hatte Djokovic das Endspiel verpasst.

In Paris kämpft der Serbe am Sonntag gegen Andy Murray um seinen 10. Saisontitel. Murray bezwang im Halbfinal David Ferrer (Sp) problemlos mit 6:4, 6:3.

Legende: Video Die Live-Highlights der Partie Wawrinka - Djokovic abspielen. Laufzeit 04:12 Minuten.
Aus sportlive vom 07.11.2015.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 7.11.15, 17 Uhr.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Schade, war das nicht beim GS-Turnier in Paris so! Umgekehrt wäre es mir viel lieber gewesen. Dann hätte wieder jemand das geschafft, was die Welt seit dem Jahr 1969 (!) nicht mehr gesehen hat: Alle vier GS-Turniere im gleichen Kalenderjahr zu gewinnen, damals hiess der Mann Rod Laver. Was meint ihr, warum dieser im Gegensatz zu den meisten anderen noch heute nicht vergessen ist? Aber Djokovic kann das im nächsten Jahr immer noch nachholen und zudem noch Olympiasieger werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz Müller, Bern
    Man müsste es irgendwie schaffen den Djoki permanent ans Netz vorrücken zu lassen. Dann erhöht sich eine Fehlerquote enorm.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von H. Lins, Konstanz
    Schön dass Djokovic die Tour aufgrund seiner eigenen Stärken dominiert u. nicht aufgrund der Schwächen der Konkurrenz wie in den Jahren 2003 bis 2007. Er hat kaum Schwächen, die es dem Gegner ermöglichen, ihn öfters zu breaken als er seine Gegner. Er ist nicht von einem guten Aufschlag abhängig wie viele seiner Gegner. Sein größter Trumph ist die beste Rückhand, die ihm über Jahre die Nr. 1 sichern wird. Es ist kein Spieler in Sicht, der ihn ablösen könnte.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marc Manser, Zürich
      Wow! Was für ein fachkundiger Komentar! Falls sie etwas vom Tennis verstehen würden, wüssten Sie dass kein Spieler im Männtertennis ohne guten Aufschalg auskommen kann. Djokovich genauso wenig wie die anderen. Und das mit der "schwächeren" Konkurenz kann man auch nicht mehr hören. Warum bitte soll die dieses Jahr härter sein als 2005? Ein nach Form suchender Nadal? Ein doch etwas in die Jahre gekommener 34 Jahre alter Federer? Ein nach seiner Operation doch etwas unkonstanter Murray?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Schwache Konkurrenz von 2003 bis 2007?!? Und was ist derzeit 2015 mit Federer und Nadal?!? Federer hat den Höhepunkt seiner Karriere längst überschritten und Nadal ist ein Schatten seiner selbst! 2015 ist für Djokovic ein Jahr ohne starke Konkurrenz!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von H. Lins, Konstanz
      @Manser, leider sind sie nicht gut informiert in Sachen Tennis. Nadal hat 14 GS geholt,ohne einen wirklich guten Aufschlag zu haben. Novak muss keine Asse schlagen, da er als bester Return-Spieler der Welt mehr breakt als alle seine Gegner. Federer hat in 2014+2015 in Wimbledon sowie in 2015 in US Open viel besser gespielt als in 2003 bis 2007, hat aber trotzdem keinen GS geholt (Statistiken vergleichen). Er hat seine Rückhand unter Edberg gut verbessert, ist aber ist zu abhängig vom Aufschlag.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen