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Hurkacz siegt beim ATP-1000-Turnier in Miami
Aus Sport-Clip vom 04.04.2021.
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Nach Miami-Coup des Polen Hurkacz hat etwas, von dem Nadal noch immer träumt

Hubert Hurkacz, der ATP-1000-Champion in Miami, hat sich in ganz neue Sphären gehievt.

Hubert Hurkacz schaffte am Sonntag etwas, was selbst dem grossen Rafael Nadal nie gelungen ist: Er gewann das ATP-1000-Turnier von Miami. Während der Spanier – seines Zeichens 35-facher Gewinner von 1000er-Turnieren – in Florida noch nie triumphieren konnte (trotz 5 Finals), sicherte sich der Pole in seinem 1. Miami-Endspiel sogleich den Pokal.

Hurkacz stürmte in überragender Manier zum Titel. Er schlug nicht nur im Final mit Jannick Sinner das grösste Tennis-Talent in 2 Sätzen. Zuvor hatte der 24-Jährige schon Stefanos Tsitsipas (ATP 5) und Andrej Rublew (ATP 8) eliminiert.

Die Gelegenheit beim Schopfe gepackt

Durch die Abwesenheit der Topstars Novak Djokovic (ATP 1), Nadal (ATP 2), Dominic Thiem (ATP 4) und auch Roger Federer (ATP 6) malten sich zahlreiche Spieler der «zweiten Garde» Chancen auf den grossen Coup aus. Auch Sinner, der nach dem verlorenen Final sagte: «Ich wollte gewinnen. Wir alle wussten, dass Rafa, Roger und Novak nicht spielen. Das war eine grosse Chance für viele Spieler.» Doch während sich der Südtiroler im Endspiel etwas verkrampfte, zog Hurkacz sein Ding bis zum Ende durch.

Was kommt noch?

Mit seinem mit Abstand grössten Sieg der Karriere hievte sich Hurkacz nicht nur im ATP-Ranking in ganz neue Sphären. Auch auf mentaler Ebene hat sich bei der neuen Weltnummer 16 einiges getan: «Dieser Turniersieg gibt mir eine Extraportion Motivation und Selbstvertrauen. Ich habe einige ganz heikle Momente überstanden hier.»

Dass er sich im mentalen Bereich bereits auf einem guten Level befindet, verdeutlicht die Tatsache, dass Hurkacz in dieser Saison sämtliche Tiebreaks für sich entschieden hat (6). Daneben steht seine Final-Bilanz auf der Tour inzwischen bei 3:0.

Miami fast wie ein Heimspiel

Hurkacz kam in Miami auch entgegen, dass er sich mit den Bedingungen in Süd-Florida bestens auskennt. 2020 verbrachte er dort rund ein halbes Jahr. Und im Januar gewann der Pole den 250er-Event in Delray Beach. Mit dem Finalsieg am Sonntag gegen Sinner schraubte Hurkacz seine Matchbilanz 2021 in Florida auf 11:0. «Ich habe im Frühling und im Sommer bei den heissesten Bedingungen trainiert. Das hat mir jetzt geholfen», sagte der frischgebackene Miami-Champion.

Radio SRF 1, Morgenbulletin, 03.04.2021 07:04 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Die Drei ganz Grossen Spieler verabschieden sich langsam und für ihre Superspiele all die Jahre verdient höchstes Lob. Es kommen wieder Neue und die werden uns wieder erfreuen. Es wächst kein Baum in den Himmel, irgendwann ist seine Zeit zu Ende. Fruen wir uns auf die neuen Talente.
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Nadal hat Einiges, wovon andere Spieler noch immer träumen, z.B. Olympiagold im Einzel. Das ist selbst dem grossen Roger Federer nie gelungen.
    1. Antwort von Koni Flütsch  (KOMANKO)
      Was hat RN noch? Ihm fehlen mehr Titel als er gegenüber den anderen „grossen“ Spieler alleinig hat. Zudem ist Olympiagold im Tennis weniger wert als z.B. der ATP-Masters-Titel. RF hat ebenfalls Olympiagold gewonnen und dies sogar noch in der schwierigeren Disziplin.
    2. Antwort von Yannik Kreuzer  (yannikk96)
      @Koni Flütsch RN hat ebenfalls Olympia Gold im Doppel gewonnen ;)
    3. Antwort von Koni Flütsch  (KOMANKO)
      Natürlich korrekt Herr Kreuzer, doch den wichtigeren „WM-Titel“ eben nie, während dem RF diesen mehrmals gewonnen hat. Wer Tennis spielt und sich auskennt, weiss, dass Olympiagold im Tennis nicht wirklich wichtig für eine „grosse“ Tenniskarriere ist. Der ATP-Masters-Titel ist hingegen ein Muss, wenn man im Tennis von einem kompletten Palmares spricht. Genau so werden künftig die 1000er-ATP-Titel dazugehören. ND ist in dieser Hinsicht zum richtigen Zeitpunkt geboren worden.
    4. Antwort von Lorenzo Ancona  (Lyrikliebhaber)
      "Wer Tennis spielt und sich auskennt, weiss, dass Olympiagold im Tennis nicht wirklich wichtig für eine „grosse“ Tenniskarriere ist."

      Das ist eine Argumentation auf Stand ca. Jahr 2000. Und ungefähr so abenteuerlich, wie wenn jemand behaupten würde, ein 19-Jähriger sei kein Teenager.
  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Sehr guter Artikel. Vielen Dank für alle diese Fakten. Tatsächlich dürfen wir gespannt sein, wie sich HH weiter entwickelt. Auch persönlich, denn er scheint ein äusserst sympathischer Zeitgenosse zu sein. Randbemerkung: RN fehlen auch noch andere bedeutende Titel. Allen voran der „WM-Titel“ = ATP-Masters-Titel. Erfreulich, dass endlich neue Namen auf den Gewinnerlisten und Pokalen auftauchen. Nach der unglaublichen Dominanz der „big 3“ ist es höchste Zeit, dass ein anderer gewinnt.