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Davis Cup War das der letzte Auftritt von Federer im Davis Cup?

Nach dem Verbleib in der Weltgruppe fragt sich die ganze Tennis-Schweiz: War dies der letzte Auftritt von Roger Federer im Team-Wettbewerb? Wir erklären, was dafür spricht. Und was die Beteiligten dazu sagen.

Legende: Video Wie sieht Federers Davis-Cup-Zukunft aus? abspielen. Laufzeit 2:08 Minuten.
Aus sportpanorama vom 20.09.2015.

Pflichtaufgabe erfüllt. So lässt sich das Davis-Cup-Wochenende gegen die Niederlande aus Schweizer Sicht zusammenfassen.

Dass sich sowohl Stan Wawrinka als auch Roger Federer nach intensiven Wochen zur Verfügung stellten, hat verschiedene Gründe. Besonders bei Federer muss man sich allerdings fragen, ob er in der Palexpo-Halle bereits seine Abschiedsvorstellung im Team-Wettbewerb gegeben hat. Diese Gründe sprechen dafür:

Legende: Video Federer über mögliche Davis-Cup-Teilnahme im 2016 abspielen. Laufzeit 0:47 Minuten.
Vom 20.09.2015.

1. Selektionskriterien für Rio erfüllt

Um im nächsten Jahr bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro dabei zu sein, war Federer quasi gezwungen, noch einmal eine Davis-Cup-Begegnung zu bestreiten. Diesen Punkt kann er nun auf seiner Liste abhaken, seiner 5. Olympia-Teilnahme steht nichts mehr im Weg.

Das sagt Federer: «Man weiss nie [was kommt], deshalb wollte ich diese Begegnung unbedingt spielen.»

Ich habe immer gesagt, dass es sehr, sehr schwierig wird, dass ich spielen werde.
Autor: Roger Federer

2. Kalender 2016 ist vollgepackt

Die nächste Saison ist mit dem olympischen Turnier prall gefüllt. Kaum anzunehmen, dass Federer - im besten Fall - vier Davis-Cup-Wochen in seinem Kalender unterbringen kann. Oder anders gesagt: unterbringen möchte.

Das sagt Federer: «Ich habe immer gesagt, dass es sehr, sehr schwierig wird, dass ich spielen werde. Das ist einfach die Wahrheit. Es ist mit Olympia ein kniffliger Turnierplan. Der Sommer wird sehr lang. Der Zeitraum zwischen der Sandplatz-Saison bis zu den US Open ist vollgepackt mit Highlights. Wenn ich Davis Cup spielen werde, muss ich andere Dinge streichen.»

Dieser kleine Fan hat eine grosse Bitte.
Legende: Droht eine Zukunft ohne Federer? Dieser kleine Fan hat eine grosse Bitte. EQ Images

3. Auslosung immer (mit)entscheidend

Dank dem Erfolg gegen die Niederlande ist die Schweiz auch im kommenden Jahr in der Weltgruppe vertreten. Mit wem sie es in der 1. Runde zu tun bekommt, zeigt sich bei der Auslosung am kommenden Mittwoch.

Die Entscheidung Federers wird zu einem gewissen Teil auch davon abhängen, welche (Reise-)Strapazen eine Teilnahme mit sich bringen würde. Das gilt nicht nur für 2016, sondern auch danach.

4. Den Titel dem Palmarès hinzugefügt

Jahrelang rannte Federer der «hässlichsten Salatschüssel der Welt» nach - auch wenn er dies so natürlich nie zugeben würde. Seit dem Sieg im vergangenen November in Lille ist Federer von dieser Last - und der damit verbundenen ständigen Fragerei der Journalisten - befreit. Die Frage ist gerechtfertigt: Welcher Stellenwert hätte ein erneuter Davis-Cup-Gewinn für Federer?

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 20.09.15, 11:55 Uhr.

14 Kommentare

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  • Kommentar von M. Bolder, Muhen
    Falls ich mich auch zur Tennis-Schweiz zählen darf: Ich frage mich nicht, ob dies der letzte Auftritt Federers im Davis-Cup war. Er wird so entscheiden, wie es ihm sinnvoll erscheint. Spielt er, so spielt er, spielt er nicht mehr, so spielt er nicht mehr. Ich mag es schliesslich auch nicht, wenn die ganze Schweiz mir "vorschreiben" würde, was ich zu tun und zu lassen habe.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Wer im Gegensatz zu uns beiden stets im Rampenlicht steht und sich stets so superpatriotisch gibt, hat auch entsprechende Verpflichtungen. Würde RF aber nicht mehr antreten, würde auch ich ihn verstehen. Er hat die Schüssel, eines seiner letzten Ziele, schon einmal gewonnen, also ist die Luft draussen. Ob die Schweiz die Schüssel ein- oder zweimal gewinnt, ist für die Statistik unwichtig. Zudem sind die beiden Murrays in diesem Jahr und sicher auch 2016 zu stark für RF und Wawrinka.
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    2. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Federer gibt sich keinesfalls superpatriotisch! Wie kommen Sie auf so was?!? Murray zu stark für Federer?!? Murray verlor die letzten 3 Duelle gegen Federer klar und deutlich!
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    3. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Übrigens guter Kommentar von Herr Bolder!
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  • Kommentar von Marius Peterson, Zürich
    Arbeitet lieber am Nachwuchs anstatt mit "wenn und aber" Zeit zu verlieren.
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  • Kommentar von Marlise Lareida, Zürich
    Freut euch, dass das Federer mit Wawrinka den Verbleib in der Weltgruppe gesichert hat! Hört auf zu nörgeln und Federer das Blut aus den Adern zu saugen. Macht euch mal bewusst was es bedeutet, um die Welt zu jetten und täglich Höchstleistung zu bringen. Hallo!!! Jedes andere Land würde Federer bedingungslos adoptieren! Geniesst also "unseren Zauberer" solange er spielt. Wenn er eine Machbarkeit sieht, wird er spielen. Nicht zuletzt weil er gerne und mit Stolz für sein Land spielt! .
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    1. Antwort von Roma Völkle, Egg
      Das sehe ich genauso! Danke, dass Sie das so deutlich und unmissverständlich formuliert haben. Freuen wir uns doch über jedes Spiel, das wir von Roger und Stan mitverfolgen dürfen, anstatt zu nörgeln und Forderungen zu stellen. Die Sportler müssen entscheiden und alle Faktoren, die wesentlich und wichtig sind, miteinbeziehen. Und lassen wir uns überraschen. Wenn einer von den beiden Olympiasieger wird...
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