Schweiz schafft den Ligaerhalt

Das Fed-Cup-Team hat den Ligaerhalt in der Weltgruppe II mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen Brasilien erreicht. In Catanduva sicherte Timea Bacsinszky (WTA 162) bereits im vierten Einzel den Schweizerinnen den entscheidenden dritten Punkt.

Timea Bacsinszky führt die Schweiz zum Ligaerhalt.

Bildlegende: Ziel erreicht Timea Bacsinszky führt die Schweiz zum Ligaerhalt. Keystone

Timea Bacsinszky setzte sich nach zähem Kampf in gut eineinviertel Stunden 7:5, 6:2 gegen die Brasilianerin Paula Cristina Gonçalves (WTA 289) durch. Damit gewann sie beide Einzel ohne Satzverlust und brachte die ersatzgeschwächte Equipe von Captain Heinz Günthardt (Stefanie Vögele und Romina Oprandi fehlten) im vorletzten Match vorentscheidend 3:1 in Führung.

«Es war wichtig, in dieser Atmosphäre cool zu bleiben und die Nerven zu bewahren», erklärte eine strahlende Bacsinszky nach ihrem Sieg. Mit nunmehr 18 Erfolgen im Fed Cup steht die 24-jährige Waadtländerin bereits an sechster Stelle der von Patty Schnyder angeführten ewigen Schweizer Bestenliste.

Bencic mit erster Fedcup-Niederlage

Zuvor hatte sich im Duell der beiden Nummern 1 Teliana Pereira (WTA 92) gegen Belinda Bencic (WTA 91) in zwei Sätzen 6:3, 6:4 durchgesetzt. Es war dies die erste Niederlage der aufstrebenden Ostschweizerin in ihrem vierten Einzel im Teamwettbewerb. Im Gegensatz zu Bacsinszky liess sie sich von den heissblütigen Fans zu sehr ablenken. «Ich habe halt noch nicht so viel Erfahrung im Fed Cup. Aber ich bin ja erst 17 Jahre alt und werde sicher etwas daraus lernen», sagte sie.

Prompt korrigierte Bencic ihren Ausrutscher im bedeutungslos gewordenen abschliessenden Doppel sogleich wieder. Zusammen mit der Zürcher Fed-Cup-Debütantin Viktorija Golubic (WTA 163) dominierte sie das klar schlechter eingestufte Duo Gabriela Ce/Laura Pigossi 6:2, 6:2.

Günthardt ortet viel Potenzial

Captain Günthardt war voll des Lobes. «Die Brasilianerinnen waren ein starker Gegner, aber wir wirkten in den entscheidenden Phasen einfach konstanter», resümierte er.

Er sagt dem Team eine rosige Zukunft voraus. Auch Bacsinszky verwies auf hohe Ambitionen: «Nächstes Jahr möchten wir in die Weltgruppe I aufsteigen - und dann darf man auch mal von mehr träumen.»