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Grand-Slam-Turniere 8 Fakten zum French-Open-Final

Stan Wawrinka spielt am Sonntag um den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Dafür muss er mit Novak Djokovic den aktuell besten Tennisspieler der Gegenwart bezwingen. Hier gibt es 8 Fakten zur Einstimmung auf den Final (ab 15:00 Uhr live auf SRF info).

Novak Djokovic und Stan Wawrinka.
Legende: Grosse Emotionen Novak Djokovic und Stan Wawrinka werden sich im Final nichts schenken. Keystone

Djokovic und die Ungeschlagenheit

Der aus Belgrad stammende Djokovic ist seit 28 Partien ungeschlagen. Von einem Rekord ist er diesbezüglich zwar noch weit entfernt (Guillermo Vilas: 46), trotzdem illustriert die Serie die momentane Stärke des Serben eindrücklich. Seit Ende Oktober hat er alle grossen Turniere, bei denen er angetreten ist, als Sieger verlassen, darunter alle vier 1000er-Events. Kein Wunder, führt er die Weltrangliste mit riesigem Vorsprung an.

Djokovic und die offene Rechnung

Zehnmal ist er angetreten, viermal bedeuteten die Halbfinals Endstation, zweimal scheiterte er im Final an Rafael Nadal - Djokovic hat mit Roland Garros noch eine Rechnung zu begleichen. Das Turnier an der Porte d'Auteuil ist das einzige Grand-Slam-Turnier, das dem bald 28-Jährigen in seinem Palmarès noch fehlt. Und die Vorzeichen stehen angesichts der beneidenswerten Form des Serben gut, dass es im 11. Anlauf endlich klappen könnte.

In der jetzigen Form ist Stan für jeden schwer zu spielen.
Autor: Boris BeckerCoach von Novak Djokovic

Djokovic und der Karriere-Slam

Holt Djokovic den ihm noch fehlenden Titel in Paris, wäre dies gleichbedeutend mit dem Karriere-Grand-Slam. Damit wäre er der achte Tennisspieler der Geschichte, der die vier Majors mindestens je einmal gewinnen konnte. Vor ihm haben dies erst Andre Agassi, Don Budge (beide USA), Roy Emerson, Rod Laver (beide Australien), Roger Federer, Rafael Nadal und Fred Perry (Grossbritannien) geschafft.

Djokovic und der grosse Druck

So ruhig, wie er vorgibt, scheint Djokovic mit der Aussicht auf den lang ersehnten fehlenden Titel nicht zu sein. Schliesslich ordnete der Serbe dem French-Open-Sieg alles unter, definierte den Gewinn der «Coupe des Mousquetaires» als Saisonziel Nummer 1. Wawrinka dürfte indes Mut machen, dass der Serbe im Halbfinal gegen Murray erstmals im Turnierverlauf Anzeichen von Schwäche erkennen liess. Zudem weiss der Schweizer: «Er wird nervös sein.»

Ich werde gegen Stan noch einmal alles aus meinem Körper herausholen.
Autor: Novak Djokovic
Legende: Video Australian Open 2014: Wawrinka bezwingt Djokovic in 5-Satz-Krimi abspielen. Laufzeit 5:10 Minuten.
Aus sportaktuell vom 21.01.2014.

Wawrinka und die Rolle des Underdog

Die Bilanz von Wawrinka gegen die Weltnummer 1 ist wenig ermutigend: In 20 Duellen musste der Romand 17 Mal als Verlierer vom Platz. Doch das muss nichts heissen. Schliesslich holte Wawrinka seinen ersten und bisher einzigen Grand-Slam-Titel vor knapp anderthalb Jahren an den Australian Open nach Erfolgen im Viertelfinal gegen Djokovic und im Final gegen Nadal, gegen den er zu jenem Zeitpunkt noch gar nie gewinnen konnte.

Wawrinka und seine Vorgänger

Der Lausanner steht an den French Open als dritter Schweizer nach Roger Federer und Martina Hingis im Endspiel - und will es besser machen als seine Vorgänger. Nach drei verlorenen Finals packte es Federer 2009 erst im vierten Anlauf. Hingis, die zweimal im Final stand, blieb der Sieg an den French Open hingegen verwehrt. Es ist der einzige Titel, welche der Ostschweizerin in ihrer beeindruckenden Sammlung fehlt.

Ich weiss, dass ich fähig bin, bis zum Schluss zu gehen.
Autor: Stan Wawrinka
Legende: Video Wawrinka: «Mit Druck muss man umgehen können» abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Aus sportaktuell vom 06.06.2015.

Wawrinka und das Selbstvertrauen

«Djokovic ist eine Maschine. Ich sehe, wie er alle dominiert. Aber ihm behagt mein Spiel nicht, das weiss ich», äusserte sich Wawrinka zu seinem Finalgegner. Der Lausanner hat schon mehr erreicht, als er sich je erträumt hatte: «Mein Bubentraum war es nicht, die French Open zu gewinnen, sondern überhaupt hier zu spielen. Ich versuche, es so richtig zu geniessen.»

Wawrinka und die Fitness

Im Halbfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga musste sich die Weltnummer 9 den Mittelfinger der rechten Hand verbinden und sich am linken Oberschenkel behandeln lassen. Der freie Samstag dürfte für Wawrinka nach der Hitzeschlacht eine willkommene Verschnaufpause gewesen sein. Ganz im Gegensatz zu Djokovic, der aufgrund des Gewitterunterbruchs am Freitag nicht in den Genuss eines Ruhetags kam.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 6.6.15, 23:15 Uhr

21 Kommentare

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  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Jean Stucki. Der blinde Fanatiker mit der rosa Brille sind Sie. Schauen Sie der Realität ins Auge, auch wenn es anscheinend schmerzt. ;)
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  • Kommentar von Dennis Hunziker, Kurchleerau
    Hört doch auf zu streiten. Federer, Nadal, Djokovic und für mich auch Stan sind aus meiner Sicht schon fast Legenden. Es macht mir immer freude zu sehen mit welcher Raffinesse und Schläge die Vier spielen. Egal wie das Head to Head der jeweiligen Spielern steht, es ist ein Higlight zu sehen, wenn zwei von denen Gegeneinander spielen. Allez Stan du kannst es schaffen wenn du daran glaubst und keine grosse Aussetzer hast.
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  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Ich rede hier von Nadal. Was hat Federer mit den French Open zu tun? Sonst noch Fragen? Gegen dem angeblich besten Spieler aller Zeiten führt Nadal mit 23:10 Siegen. Dies bestätigt, Nadal ist der bester Spieler aller Zeiten. Da kann Federer noch lange versuchen noch ein GS dazu zu gewinnen, es wird ihm nicht mehr gelingen. Federer hatte in seiner Karriere lange keine Konkurrenz. Übrigens ist der die Weltnummer zwei und gewinnt so gut wie gar nichts.
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    1. Antwort von Anton Lemmenmeier, Zürich
      1. Ob jemand der beste aller Zeiten ist, kann man erst nach Karrierenende sagen. 2. Und falls sie diskutieren wollen: Fed hat 301 Wo Platz 1 und 17 GS. Die zwei wichtigsten Werte liegt er momentan vor Nadal. 3. Head to head ist zwar 23-10; davon 13-2 auf Sand (rechnen sie selber!). Da Fed lange Zeit der 2. beste Sandsp. war und Nadal rel. noch schwächer auf schnelleren Belägen gibt es die Verzerrung. Und die letzten 5 Niederlagen war Fed 33j. Nad 28, Immer differenzieren und genau hinschauen!!!
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    2. Antwort von jean stucki, zürich
      und nadal ist nicht mal in den top ten...super leistung und was hat er diese saison gewonnen ...??? du bist ein fanatischer blinder fan von nadal die realität nicht sehen will... nochmal damit es auch du verstehst aber viellicht ist lesen nicht deine stärke... wievile wochen no . 1 ? 302:141, GS siege 17:14, ATP masters RF 6 siege, Rekord, Nadal NULL NULL NULL... RF 7 wimbledon siege, 5 US open.. Nadal.. nirgeds in der nähe.
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