Anderson überwindet seine Angst und Murray

Kevin Anderson hat dank einer Parforceleistung im Achtelfinal der US Open Andy Murray (ATP 3) aus dem Turnier geworfen. Der Südafrikaner siegte nach über 4 Stunden mit 7:6, 6:3, 6:7, 7:6 und trifft nun auf Stan Wawrinka.

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Anderson ringt Murray nieder

1:42 min, vom 8.9.2015

Nachdem Andy Murray schon in der 2. Runde gegen Adrian Mannarino einen 5:7- und 4:6-Rückstand gedreht hatte, roch es auch gegen Kevin Anderson nach einem Comeback des Schotten. Doch der Aussenseiter aus Johannesburg behielt im Tiebreak des vierten Satzes die Nerven und gewann nach 258 Minuten mit 7:6, 6:3, 6:7, 7:6.

«  Ich habe es einfach geschafft, das Ding durchzuziehen. »

Kevin Anderson

Anderson zieht im Alter von 29 Jahren zum ersten Mal überhaupt an einem Major-Event in den Viertelfinal ein - zuvor war er insgesamt 7 mal in Achtelfinals gescheitert. «Ich habe ein grossartiges Team hinter mir. Dazu gehört auch ein Sportpsychologe. Er hilft mir, mich in wichtigen Momenten wohl zu fühlen.» 25 Asse und beachtliche 81 Winner bildeten im Spiel des 2,03 m grossen Servicespezialisten die Basis zu diesem Exploit.

«Ich ringe nach Worten», sagte Anderson hinterher, «das war wohl eines meiner besten Spiele im Leben. Ich habe es einfach geschafft, das Ding durchzuziehen.» Bei Murray riss dagegen eine bemerkenswerte Serie von 18 Grand-Slam-Viertelfinal-Teilnahmen seit 2010.

Mit dem Vorteil von 4 Siegen in Serie

Mit mächtig Rückenwind wird sich Anderson nun dem Viertelfinal-Duell mit Stan Wawrinka stellen. Denn er liegt im Head-to-Head mit 4:3 vorn und konnte dabei die letzten 4 Vergleiche alle für sich entscheiden.

Sendebezug: SRF, laufende Berichterstattung zum US Open

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