Aus den «Big 4» wird der «Big Favorite»

Von den «Big 4» ist in Wimbledon nur noch Roger Federer übrig geblieben. Als dies letztmals bei einem Grand Slam der Fall war, patzte der Schweizer.

Roger Federer.

Bildlegende: Der letzte Vertreter der «Big 4» Roger Federer. Reuters

Erst scheiterte Rafael Nadal überraschend an Gilles Muller, zwei Tage später beendeten Verletzungen die Titelträume von Andy Murray und Novak Djokovic. Nur einer blieb vom Favoritensterben auf dem heiligen Rasen bislang verschont: Roger Federer.

Sein insgesamt 50. Grand-Slam-Viertelfinal war gleichzeitig sein 100. Match in Wimbledon. Zahlen, die Federer stolz machen. «Es ist ein schönes Gefühl, mich in der Geschichte von Wimbledon zu verewigen. Das lässt mich nicht kalt», liess der 35-Jährige die Journalisten an seinem Gefühlsleben teilhaben.

Sein Ziel, den 8. Wimbledon-Titel und damit den alleinigen Rekord, lässt Federer deshalb aber nicht aus den Augen. Im Gegenteil: Der 18-fache Grand-Slam-Champion hat schon am eigenen Leib erfahren müssen, dass das Ausscheiden seiner grössten Konkurrenten nicht automatisch den Titelgewinn bedeutet.

«  Ich habe es nicht alleine in der Hand. »

Roger Federer

Vor drei Jahren bei den US Open stand Federer nach dem Out von Novak Djokovic quasi schon als Turniersieger fest – nur um wenige Stunden später selbst im Halbfinal zu scheitern. Sein damaliger Bezwinger? Marin Cilic. Der Kroate ist ebenfalls noch im Turnier vertreten und trifft im zweiten Halbfinal auf Überraschungsmann Sam Querrey.

Die Gegner sind kein Kanonenfutter

Federer hütet sich deshalb davor, seine Herausforderer zu unterschätzen. Zumal diese alle ein gemeinsames Merkmal aufweisen. «Sie sind allesamt aggressive Spieler, die den Spielausgang mitbestimmen. Ich habe es nicht alleine in der Hand», weiss der Schweizer. Er weiss aber auch: Die Konstellation für Grand-Slam-Titel Nummer 19 könnte günstiger kaum sein.

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Federer schlägt Raonic im Viertelfinal

3:44 min, aus sportaktuell vom 12.7.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.7.17, 14 Uhr