Die etwas andere Wimbledon-Bilanz

Wimbledon 2013 ist mittlerweile Geschichte. Vieles ist passiert in diesen zwei verrückten Wochen. Ein Rückblick von A bis Z von SRF-Kommentator Stefan Bürer.

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Der Rückblick auf Wimbledon («sportpanorama»)

2:33 min, vom 7.7.2013

A wie Andy. Der Sieger. Verdient. Und es war auch an der Zeit.

B wie Belinda, oder Bencic. Geht das Schweizer Tenniswunder einfach nahtlos weiter? Es scheint fast so.

C wie Championships. Anderer Name für das Turnier. Hat auch mit der 127. Austragung nichts von seiner Magie verloren

D wie Dimitrov. Auch Baby-Federer genannt. Äusserst talentiert, der Durchbruch lässt weiter auf sich warten. Beliebt auch bei Tennisspielerinnen. Siehe auch Z.

E wie Erstrundenniederlage. Die kassierten (fast) alle Schweizer.

F wie Federer. Eine Serie reisst. 36 Viertelfinals hintereinander! So richtig verstehen, wie aussergewöhnlich das ist, werden wir wohl erst, wenn er nicht mehr spielt.

G wie Geschrei. Oder wie Gestöhne. War nicht so ein Thema wie auch schon. Was auch mit dem frühen Ausscheiden der beiden „Queen of scream“ zu tun hatte: Scharapowa und siehe auch V.

H wie Hiebe. Die kriegte Martina Hingis via Boulevard von ihrem Mann. Siehe auch L.

I wie Instinkt. Wichtiger Faktor, um erfolgreich zu sein. Grade auf Rasen.

J wie Janowicz. Jung, gross, aufschlagsstark und talentiert. Gute Voraussetzungen, um bald um grosse Titel spielen zu können

K wie Knie. Meistverletzter Körperteil dieses Turniers.

Ein enttäuschter Roger Federer und ein euphorischer Jerzy Janowicz.

Bildlegende: Gegensätze Ein enttäuschter Roger Federer und ein euphorischer Jerzy Janowicz. EQ Images

L wie Liebe. Keine neue Erkenntnis: Sie ist vergänglich. Siehe auch H.

M wie Marion. Bartoli, Wimbledon-Siegerin? Wie bitte? Ein gutes Signal an alle Nicht-Serenas: Schaut mal, was alles möglich ist!

N wie Novak. War beteiligt am besten Match des Turniers (im Halbfinal gegen Del Potro). Wird ihn aber heute kaum interessieren.

O wie Ohjemine. Kein Federer auf der Siegerliste. Ungewöhnlich. Siehe auch W.

P wie Pippa. War zu Gast in Wimbledon, wie immer. Tröstete viele darüber hinweg, dass die Queen nicht kam, siehe auch Q.

Q wie Queen. Kam nicht nach Wimbledon. Trotz Murray. Schade. Siehe auch P.

R wie Rasen. Oder wie rutschig. Oder beides.

S wie Serve and Volley. Spezielle Art, Tennis zu spielen, schien ausgerottet. Bis Sergej Stachowski seinen Auftritt hatte.

T wie Tennis. Sportart. Eine der wenigen mit globaler Ausstrahlung. War auch in Wimbledon wieder zu spüren. Da treffe ich jedes Jahr Berufskollegen aus der ganzen Welt.

U wie unglaublich. Ein Wort, das wir in knapp 60 Stunden Live-Übertragung wahrscheinlich überstrapaziert haben (und es war wahrscheinlich nicht das einzige). Sorry.

V wie Viktoria (Asarenka). Ging in der ersten Runde mit lautem Schrei zu Boden. Siegte dann doch noch. Ach, diese Drama-Queen, dachten viele. Wird schon nicht so schlimm gewesen sein. Falsch gedacht: zog vor Runde 2 zurück.

W wie Williams. Keine Williams in der Siegerliste. Ungewöhnlich. Siehe auch O.

X wie X-Faktor. Den hatten in diesem Jahr die Polen. Kubot im Viertelfinal, Radwanska und Janowicz im Halbfinal, Lisicki (mit polnischen Wurzeln) im Final. Nicht schlecht!

Y wie hmmm, was denn nun? Wollte noch was zu Wawrinka anmerken. Ok, dann halt hier, unter Y, was zwar nicht passt, aber das gilt ja leider auch für Wawrinka und Wimbledon. Kann aber noch werden.

Z wie Zickenkrieg. Das grosse Thema vor dem Turnier: Serena gegen Maria. Im Kern gings vermutlich um einen Mann. Siehe auch D.

Zur Person

Zur Person

Stefan Bürer kommentierte für SRF die Partien aus Wimbledon zusammen mit Co-Kommentator Heinz Günthardt.