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Die Lehren aus Melbourne Lokalhelden, Netflix und fragwürdige «Popo-Fragen»

In den zwei Turnierwochen der Australian Open ist so einiges passiert. Wir blicken noch einmal zurück.

Thanasi Kokkinakis bedankt sich nach dem Sieg im Doppel bei Nick Kyrgios.
Legende: Ein Küsschen für den Doppelpartner Thanasi Kokkinakis bedankt sich nach dem Sieg im Doppel bei Nick Kyrgios. Keystone

Bei den Australian Open haben wir gelernt, dass …

  • Rafael Nadal ... Ja, was eigentlich? Dass er eine lebende Legende ist? Ein Phänomen? Oder doch gar der GOAT? Oder wussten wir das alles nicht schon längst? Lange Rede, kurzer Sinn: Die Suche nach Superlativen erübrigt sich – es gibt schlicht keine mehr.
  • Ashleigh Barty Grand-Slam-Turniere auf jeder Unterlage gewinnen kann. Zum Karriere-Grand-Slam fehlt der Australierin jetzt nur noch ein Erfolg bei den US Open.
  • … bei Medienkonferenzen mitunter ganz kuriose Fragen gestellt werden. Hier geht es beispielsweise um das «Hinterteil» von Thanasi Kokkinakis. A propos Kokkinakis: Gemeinsam mit seinem jahrelangen «Buddy» Nick Kyrgios gewann er die Doppelkonkurrenz – das war zuvor bei Grand-Slam-Turnieren noch keinem Wildcard-Duo gelungen.
  • … die Ausrufe des Publikums bisweilen merkwürdige Blüten trieben. Beim «SIUUUUU»-Jubel – in Anlehnung an Cristiano Ronaldo – vermutete man erst ein Ausbuhen. Das war es zwar nicht, es nervte aber genauso wie die ständigen Zwischenrufe der Zuschauer. You can do better, «Straya»!
  • … Matteo Berrettini derzeit eine grössere Entourage hat als der Präsident der Vereinigten Staaten. Der Grund: Netflix dreht in dieser Saison eine Dokumentation über die Tennistour und heftet sich dafür an die Fersen diverser Spielerinnen und Spieler.
  • Danielle Collins ihre Gegnerinnen bis in den Final eiskalt abservierte. Nach den Spielen taute sie jeweils hörbar auf. Aber hören Sie doch selbst:
  • Alexander Zverev auf Grand-Slam-Stufe eine Blockade hat. Seine Bilanz gegen Top-10-Spieler: 0:11. Vernichtend.
  • … Serve-and-Volley wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist. Maxime Cressy sei Dank. Im Achtelfinal gegen Daniil Medwedew stürmte der Amerikaner sage und schreibe 135 Mal ans Netz.
  • … es bei den Juniorinnen gleich zwei historische Premieren gab: Angella Okutoyi gewann als erste Nigerianerin ein Match bei einem Grand-Slam-Turnier. Meshkatolzahra Safi tat dasselbe für den Iran.
  • … Viertelfinalistin Alizé Cornet für den emotionalsten Moment des Turniers gesorgt hat. Im Platz-Interview gratulierte sie Ex-Profi Jelena Dokic zu deren «Überlebenskampf». Wir erinnern uns: Die ehemalige Nummer 4 der Welt, heute als TV-Expertin im Einsatz, wurde von ihrem Vater jahrelang physisch und psychisch missbraucht. 
  • Dylan Alcott der – gar nicht so – heimliche Star bei den Australian Open war. Der 31-jährige Rollstuhl-Tennisspieler gewann in seiner Karriere 14 Grand-Slam-Turniere. In Melbourne beendete er nun seine einzigartige Karriere und wurde während des Turniers gar zum «Australier des Jahres» gewählt. Diese Szene bei den letztjährigen US Open unterstreicht, weshalb Alcott «down under» derart beliebt ist:
  • … Novak Djokovics grösster Gegner nicht auf dem Platz, sondern bereits am Zoll auf ihn wartete. Ereignete sich diese Saga tatsächlich im Rahmen des gleichen Turniers?!
Video
21 Grand-Slam-Titel: Nadal überflügelt alle
Aus Sport-Clip vom 31.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 58 Sekunden.

SRF zwei, sportlive, 30.01.22, 09:30 Uhr;

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