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Grand-Slam-Turniere Ein Bruderduell, das keinem Spass machte

Eigentlich hätte Jürgen Melzer Grund zur Freude. Er gewann seine Partie in der ersten Qualifikationsrunde für Wimbledon klar und deutlich. Leider war der Verlierer sein eigener Bruder.

In Wimbledon standen sich Jürgen (rechts) und Gerald erstmals als Kontrahenten gegenüber.
Legende: Die Melzer-Brüder In Wimbledon standen sich Jürgen (rechts) und Gerald erstmals als Kontrahenten gegenüber. Imago

Siege sind was Schönes. Eigentlich. Doch Jürgen Melzer war nach seinem diskussionslosen 6:1, 6:4-Erfolg in der 1. Quali-Runde für Wimbledon überhaupt nicht nach Jubeln zumute. «Das ist ein ganz schlimmes Gefühl. Ich hoffe, dass es nie wieder passiert», erklärte er stattdessen niedergeschlagen.

Einige spielen gerne gegen die eigene Familie, ich hasse es
Autor: Jürgen Melzer

Denn der Gegner, welcher von ihm in gerade mal 47 Minuten regelrecht vom Platz gefegt wurde, war ausgerechnet sein 10 Jahre jüngerer Bruder Gerald. Der Draw in Wimbledon hat den beiden Melzer-Brüdern einen «Streich» gespielt. «Mein Trainer hat vor der Auslosung noch einen Scherz daraus gemacht», meinte Jürgen Melzer. Doch aus dem Witz wurde für die beiden Österreicher bittere Realität.

«Eigentlich hatten wir uns auf Wimbledon gefreut, aber das sind nicht die Matches, die du spielen willst», so der enttäuschte Verlierer Gerald.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Das kommt leider manchmal vor, wenn man Einzel spielt. Auch die beiden Williams-Schwestern mussten oft gegeneinander antreten, aber das haben sie mit zahlreichen Siegen im Doppel, zu denen auch die drei Doppel-Olympiasiege gehören, mehr als wettgemacht. Wenn man es als Einzelner nicht schafft, ganz nach oben zu kommen - ehrlich, wer kennt die Gebrüder Melzer? -, kann es ja mit dem Doppel versuchen. Dass auch dies sinnvoll ist, zeigen uns die Bryan-Zwillinge schon seit vielen Jahren.
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    1. Antwort von Adrian Schafer, Luzern
      ...wobei einem zumindest Jürgen Melzer als regelmässiger Beitragsverfasser in Sachen Tennis durchaus bekannt sein sollte. Denn obgleich die Resultate es während Jahren nicht offenbart hatten, galt er seit jeher als talentierter Spieler und 2010 schaffte er es in Paris endlich und erstmals, die dritte Runde an einem Grand Slam zu überstehen und im weiteren Turnierverlauf Djokovic im Viertelfinale nach einem 0:2 Satzrückstand noch zu bezwingen...ganz zu schweigen von den 2 "Slams" im Doppel...
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Sie haben zwar Recht, aber Sie verdrehen meine Worte. Natürlich habe ich selber von Jürgen Melzer schon gehört, aber ich meine die grosse Mehrheit, die sich nur am Rand für Tennis interessiert. Es ist nun einmal schon seit Jahrzehnten so: Nur wer es schafft, mindestens einen GS-Titel im EINZEL zu gewinnen - oder besser noch mehrere -, geht nicht vergessen, der grosse Rest aber schon, ja, nicht einmal GS-Siegerinnen und GS-Sieger sind davor sicher. Wollen Sie ein paar Beispiele?
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    3. Antwort von André P., ebikon
      so einfach ist das auch nicht..ein Einzelspieler der keinen Erfolg hat kann kaum einfach mal sagen,ich erreiche nichts im Einzel, vllt klappts ja im Doppel besser...im Doppel sind auch nur die gut die das gerne spielen und gute Doppelpartner haben,mit den williams oder bryan-geschwistern können sich die anderen nicht vergleichen.übrigens Jürgen Melzer find ich schon ein sehr guter Spieler,er ist auch gut im Doppel...viel schwerer habens die die sich nie für ein ATP Turnier qualifizieren können..
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