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Grand-Slam-Turniere Federer: «Ich hatte die Chancen auf dem Racket»

Nach der nächsten bitteren Niederlage gegen seinen grössten Rivalen Novak Djokovic hat Roger Federer an der Medienkonferenz in New York nach Gründen gesucht. Natürlich haderte er vor allem mit der mangelnden Effizienz.

Es war ein Déjà-vu der unliebsamen Sorte für Roger Federer. Wie schon in Wimbledon, musste er sich auch an den US Open im Final dem momentan besten Tennisspieler der Welt beugen. Und dies, nachdem er auch in New York in den Runden zuvor einen bärenstarken Eindruck hinterlassen hatte.

Der Frust war dem Schweizer an der Medienkonferenz dann auch deutlich anzusehen. «Klar bin ich sehr enttäuscht», erklärte er. «Es war eine harte Nacht.» Dass er gegen Novak Djokovic fast gänzlich auf Augenhöge agierte und am Ende doch wieder in 4 Sätzen verlor, dürfte die Verarbeitung für den Schweizer wohl nicht einfacher machen.

Ich hätte nie so in Rückstand geraten dürfen.
Autor: Roger Federer
Legende: Video Federer: «Es wäre viel mehr dringelegen» abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.09.2015.

Federer wusste denn auch, warum er den Court in Flushing Meadows nach dreieinhalbstündigem Kampf als Verlierer hatte verlassen müssen. «Ich hatte so viele Breakchancen. Natürlich hätte ich es besser machen können», so der Baselbieter. Tatsächlich mangelte es Federer in den wichtigen Momenten an der nötigen Abgeklärtheit. Fast schon fahrlässig liess er Möglichkeiten zu Servicedurchbrüchen ungenutzt. «Ich hatte die Chancen auf dem Racket», lautete sein Fazit. «Ich hätte nie so in Rückstand geraten dürfen.»

Doch der 17-fache Major-Sieger suchte die Fehler nicht nur bei sich selber. Stattdessen stellte er fest: «Novak verteidigte sich auch exzellent.»

Djokovic wusste, was ihn erwartet

Sieger Djokovic zeigte sich erfreut darüber, dass sein Gameplan gegen den «Maestro» aufgegangen war. «Ich wusste, dass er sehr aggressiv spielen wird und meinen Rhythmus brechen will», meinte er. «Aber ich war bereit dafür, bereit für den Kampf.» Der Wille und der unbändige Glaube von Federer hätten ihn einmal mehr stark beeindruckt. «Er kämpft bis zum letzten Punkt und bringt dich so dazu, immer den besten Schlag auszupacken.»

Legende: Video Djokovic: «War eine unglaubliche Saison» (englisch/Quelle:SNTV) abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.09.2015.

Zu seiner Saison mit drei Grand-Slam-Titeln und gerade mal 5 Niederlagen fiel dem Weltranglisten-Ersten nur das Wort «unglaublich» ein. «Ich bin glücklich, in diesem Jahr so viel Erfolg erfahren zu haben».

Sendebezug: SRF, laufende Berichterstattung zu den US Open.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Das Publikum spornte mich an - das kennen wir auch von anderen Turnieren. Was ich an RF immer am meisten kritisiert habe, ist seine egozentrische Haltung auch dann, wenn er sieht und hört, dass das Publikum, das er mit seinem unbestreitbaren Charme einzuwickeln weiss, den Gegenspieler verhöhnt, am deutlichsten im letzten Jahr in Basel. Würde er auch nur einmal etwas dafür tun, dass die Leute sich auch gegenüber seinen Gegenspielern fair verhalten...aber das ist zu viel erwartet.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Ich wurde schwersten kritisiert, dass ich schon im Frühjahr RF als chancenlos im Kampf um weitere GS-Titel einstufte. Sein Tennis ist nach wie vor schön anzusehen, aber er ist in keiner Hinsicht wirklich völlig überzeugend. Ich bleibe daher auch jetzt dabei, Federer wird keinen grossen Titel mehr holen. Ich rechne leider damit, dass er sich nach OS 2016, der Titel wird selbstredend auch von Djokovic gepflückt werden, allmählich von der Tour verabschieden wird.
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  • Kommentar von M.Moser, Langenthal
    Absolutes Top-Macht. Riesen Hochachtung vor Federer. Man muss aber auch neidlos anerkennen,dass Djokovic einfach noch das kleine Quäntchen besser wahr....
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