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Grand-Slam-Turniere Federer scheitert im Halbfinal klar

Roger Federer hat an den US Open seine Ambitionen auf den 6. Titelgewinn begraben müssen. In der Vorschlussrunde unterlag die Weltnummer 3 einem überragenden Marin Cilic (ATP 16) unerwartet deutlich mit 3:6, 4:6 und 4:6.

Gleich zweimal hat sich Cilic zuletzt einem Schweizer beugen müssen. In Toronto und danach in Cincinnati bedeuteten Federer beziehungsweise Stan Wawrinka jeweils im Achtelfinal Endstation.

Ein 3. Mal sollte ihm das nicht mehr passieren. So stoppte der 25-Jährige im Halbfinal der US Open gegen Federer diese Negativserie und setzte sich zugleich im 6. Duell mit dem Schweizer erstmals durch. Mit 6:3, 6:4 und 6:4 schaffte er die Überraschung in überzeugender Manier.

Mit seinem Vorstoss ins Endspiel eines Major-Turniers feierte er eine weitere Premiere. Nach nur 105 Minuten nutzte der Schützling von Goran Ivanisevic den 1. Matchball. Somit spielen am Montagabend (MESZ) Cilic und Kei Nishikori (Jap) um den Turniersieg. Eine Affiche zwischen zwei Spielern ausserhalb der Top 10, die wohl niemand erwartet hätte.

Im gleichen Stil dominiert

Cilic zeigte schon im Start-Satz weder Nerven noch Schwächen. Federer musste sich bereits in seinem 2. Aufschlag-Spiel breaken lassen. Gleich im folgenden Game bot sich dem Baselbieter zwar die Chance zum Rebreak. Doch nachdem er diese einzige Möglichkeit ausgelassen hatte, gab es für ihn nichts mehr zu holen. Nach nur 28 Minuten schloss der Kroate mit einem Ass zum 6:3 einen ersten Umgang ab, der für ihn nahe an der Perfektion war.

Marin Cilic ballt die Faust.
Legende: Mit geballter Faust Marin Cilic feierte den bisher grössten Erfolg seiner Karriere. Keystone

Und Cilic knüpfte in der Folge nahtlos dort an, wo er aufgehört hatte. Er agierte absolut unerschrocken und setzte den Favoriten konsequent unter Druck. Federer reagierte nur aus der Defensive heraus und war gar nicht erst in der Lage, sein eigenes Spiel aufzuziehen. In ihrem erst 2. Grand-Slam-Halbfinal (nach Melbourne 2010) verteidigte die Weltnummer 16 den Break-Vorsprung aus dem allerersten Game abgeklärt und sicherte sich nach weiteren 38 Minuten die 2:0-Satzführung. Diesen Nadelstich setzte Cilic erneut mit einem Ass.

Keine 10. Wende

Schon 9-mal in seiner Karriere hatte sich Federer in einem Best-of-5-Match nach einem 0:2-Satzrückstand zurückkämpfen können, etwa im Big Apple auch in der Runde davor gegen Gaël Monfils.

Das frühe Break im 3. Satz zum 2:0 nährte die Hoffnung auf eine weitere Wende – allerdings nur vorübergehend. Denn Cilic liess in dieser Partie einfach nicht nach. Er verkürzte postwendend auf 1:2, und mit einem weiteren Service-Durchbruch zum 4:3 schaffte er die Vorentscheidung.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.09.14 22:30 Uhr

Legende: Video Cilic im Platzinterview (englisch) abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus sportlive vom 07.09.2014.

58 Kommentare

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  • Kommentar von andre piquerez, ebikon
    der japaner wird gewinnen....so ein gefühl...vieles spricht für cilic...aber der japaner spielt anders als fedex...gegen federer hatte sich cilic wahrscheinlich keinen druck gemacht...fands aber sehr beeindruckend wie ruhig der da gespielt hat auch wenn fast alle zuschauer für federer waren...vllt war fedex auch verwirrt wegen der regenpause und weil djokovic verloren hatte, auch egal...gegen nishikori wird aber ein völlig anderer match...macht praktisch keine fehler und spielt intelligent...
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  • Kommentar von röbi, zug
    Ich sehe das auch so. RF kann nur noch einige Exploit's realisieren, aber mithalten mit der momentanen Spitze kann er nicht mehr. Er sollte zurücktreten so lange man noch von ihm spricht. Cilic hat ihm eine Lektion erteilt.
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    1. Antwort von Thomas Fuchser, Winterthur
      Zurücktreten? Was ist bloss mit Euch allen los? Schon wieder nur Grandslam-HF? Also weg mit Federer? Dann müsste eigentlich die gesamte Fussball-Nati zurücktreten, ebenso Hockey, die meisten Skifahrer, Cancellara, ja wen haben wir denn noch international? Victor Röthlisberger: zurücktreten mit allen anderen Leichtathleten:-) Eigentlich müssten alle zurücktreten ausser Simone Niggli... aber die hat's leider schon gemacht... Auch wenn er 33 ist und nicht mehr der Tennisgott, gut ist er immer noch
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  • Kommentar von Henri Jendly, 5612 Villmergen
    @Passant: und wann treten Sie endlich zurück! Ihre Prognoseleistungen waren das ganze Jahr über mehr als dürftig (z.B. nach Toronto meinten Sie, RF kommt nicht in den Final, Djokovic kommt bei den USO in den Final etc.). Ich lege Ihnen eine Pause nahe, damit Sie sich sammeln können. Übrigens wussten Sie, dass vermutlich keiner der hier im Forum Kritiken an TopTen-Spielern anbringt, keinen einzigen Ball beim Aufschlag auch nur annähernd sehen würde geschweige denn zurückschlagen könnte?
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    1. Antwort von Julian Reister, Deutschland
      Ich denke Herr passant ist (oder war) in Wirklichkeit ein glühender Fan von Federer. Aber er kann es nicht akzeptieren, dass Federer nicht mehr so dominant auftritt wie noch vor ein paar Jahren. Deshalb analysiert er zwar teilweise durchaus richtig, sieht aber alles durch eine extrem negative Brille. Dazu kommt sein persönlicher Frust, der ihn zu beleidigenden Kommentaren verleitet.
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