Federer scheitert im Halbfinal klar

Roger Federer hat an den US Open seine Ambitionen auf den 6. Titelgewinn begraben müssen. In der Vorschlussrunde unterlag die Weltnummer 3 einem überragenden Marin Cilic (ATP 16) unerwartet deutlich mit 3:6, 4:6 und 4:6.

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Zusammenfassung Federer - Cilic

3:41 min, vom 7.9.2014

Gleich zweimal hat sich Cilic zuletzt einem Schweizer beugen müssen. In Toronto und danach in Cincinnati bedeuteten Federer beziehungsweise Stan Wawrinka jeweils im Achtelfinal Endstation.

Ein 3. Mal sollte ihm das nicht mehr passieren. So stoppte der 25-Jährige im Halbfinal der US Open gegen Federer diese Negativserie und setzte sich zugleich im 6. Duell mit dem Schweizer erstmals durch. Mit 6:3, 6:4 und 6:4 schaffte er die Überraschung in überzeugender Manier.

Mit seinem Vorstoss ins Endspiel eines Major-Turniers feierte er eine weitere Premiere. Nach nur 105 Minuten nutzte der Schützling von Goran Ivanisevic den 1. Matchball. Somit spielen am Montagabend (MESZ) Cilic und Kei Nishikori (Jap) um den Turniersieg. Eine Affiche zwischen zwei Spielern ausserhalb der Top 10, die wohl niemand erwartet hätte.

Im gleichen Stil dominiert

Cilic zeigte schon im Start-Satz weder Nerven noch Schwächen. Federer musste sich bereits in seinem 2. Aufschlag-Spiel breaken lassen. Gleich im folgenden Game bot sich dem Baselbieter zwar die Chance zum Rebreak. Doch nachdem er diese einzige Möglichkeit ausgelassen hatte, gab es für ihn nichts mehr zu holen. Nach nur 28 Minuten schloss der Kroate mit einem Ass zum 6:3 einen ersten Umgang ab, der für ihn nahe an der Perfektion war.

Marin Cilic ballt die Faust.

Bildlegende: Mit geballter Faust Marin Cilic feierte den bisher grössten Erfolg seiner Karriere. Keystone

Und Cilic knüpfte in der Folge nahtlos dort an, wo er aufgehört hatte. Er agierte absolut unerschrocken und setzte den Favoriten konsequent unter Druck. Federer reagierte nur aus der Defensive heraus und war gar nicht erst in der Lage, sein eigenes Spiel aufzuziehen. In ihrem erst 2. Grand-Slam-Halbfinal (nach Melbourne 2010) verteidigte die Weltnummer 16 den Break-Vorsprung aus dem allerersten Game abgeklärt und sicherte sich nach weiteren 38 Minuten die 2:0-Satzführung. Diesen Nadelstich setzte Cilic erneut mit einem Ass.

Keine 10. Wende

Schon 9-mal in seiner Karriere hatte sich Federer in einem Best-of-5-Match nach einem 0:2-Satzrückstand zurückkämpfen können, etwa im Big Apple auch in der Runde davor gegen Gaël Monfils.

Das frühe Break im 3. Satz zum 2:0 nährte die Hoffnung auf eine weitere Wende – allerdings nur vorübergehend. Denn Cilic liess in dieser Partie einfach nicht nach. Er verkürzte postwendend auf 1:2, und mit einem weiteren Service-Durchbruch zum 4:3 schaffte er die Vorentscheidung.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.09.14 22:30 Uhr

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Cilic im Platzinterview (englisch)

0:55 min, vom 7.9.2014

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