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Grand-Slam-Turniere «Ich muss es akzeptieren, das Leben geht weiter»

Roger Federer hätte sich in Wimbledon mit dem 8. Titel endgültig ein Denkmal setzen können. Stattdessen avancierte einmal mehr Novak Djokovic zum grossen Spielverderber. Doch Federer will sich davon nicht unterkriegen lassen.

Legende: Video «Ich kann mit meiner Leistung zufrieden sein» abspielen. Laufzeit 2:45 Minuten.
Vom 12.07.2015.

Nichts wurde aus der Revanche für den verlorenen Wimbledon-Final 2014. Und nichts wurde aus dem so sehr herbeigewünschten 8. Titel, der Roger Federer beim prestigeträchtigsten Tennis-Turnier der Welt endgültig zur lebenden Legende gemacht hätte.

Doch der Schweizer zeigte sich trotz der bitteren Niederlage gegen Novak Djokovic und der damit verpassten Chance gefasst. «Natürlich hätte ich es geliebt, heute zu gewinnen», sagte er und fügte aber sogleich an: «Ich muss es akzeptieren, das Leben geht weiter».

Er war heute einfach zu gut.
Autor: Roger Federer

Für den 33-Jährigen war klar, dass Djokovic im Final einfach der bessere Spieler gewesen sei. «Er war in den wichtigen Momenten immer da und heute einfach zu gut», so Federer anerkennend. Er habe seinerseits bei den «Big Points» wohl zu häufig die falschen Entscheidungen getroffen. «Statt in Front zu liegen, lag ich so plötzlich im Hintertreffen», analysierte der Baselbieter.

Mit seiner Leistung in Wimbledon ist der «Maestro» trotz verlorenem Final zufrieden. «Ich habe vom Anfang bis zum Schluss gut gespielt an diesem Turnier. Die Gegner mussten stets die besten Schläge auspacken, um die Differenz zu machen.»

Legende: Video «Es ist eine grosse Ehre gegen Roger zu spielen» abspielen. Laufzeit 3:12 Minuten.
Vom 12.07.2015.

Grosser Stolz bei Djokovic

Bei Djokovic kannte die Freude nach seinem 3. Wimbledon-Titel keine Grenzen. «Ich bin extrem stolz auf meine Leistung im Final, aber auch während des ganzen Turniers. Die Erleichterung, dass es geklappt hat, ist gross.» Vor dem Final sei er schon ein bisschen nervös gewesen. «Gegen einen der besten Spieler aller Zeiten um den Wimbledon-Titel zu spielen, ist schon speziell.»

Für solche Spiele arbeitest du dein ganzes Leben.
Autor: Novak Djokovic

Im Final rief Djokovic noch einmal sein bestes Tennis ab. «Ich wusste, dass Roger dann am stärksten spielt, wenn es am meisten zählt. Er bringt einen an die Grenzen. Für solche Spiele arbeitest du dein ganzes Leben.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.7.2015, 15:00 Uhr.

24 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Burkard-Wunderli, Ste.Catherine de la Jacques-Cartier, Quebec Canada
    "Sportminister"---- E.T. Bühlmann, Rosi Weber, Markus Stiger ---- Danken möchte ich Ihnen Frau Weber und Herr Stiger für Ihre Unterstützung zum Kommentar von Herrn Bühlmann. Herr Bühlmann sollte mit seinen Äußerungen vorsichtiger sein,ehe er versucht eine Person zu beleidigen.
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  • Kommentar von Christina Ammann, St. Gallen
    Ich habe grossen Respekt vor der Leistung von Roger Federer. Was er alles erreicht hat, bewundernswert. Natürlich mit viel Fleiss und training Das er den Final verloren hat, schade, aber wie er sagt, das Leben geht weiter. Und das macht ihn so sympathisch. Er spiel und schlägt Bälle übers Netz und ist trotz all den medialen Aufmerksamkeiten auf dem Boden gebliebe. Das gefällt mir am meisten. Er spielt ja nicht wegen dem Geld, sondern aus Freude, so soll es sein.
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  • Kommentar von Gysler A, VD
    @Nikl.Bächler: ihr Kommentar ist zu 95% ok, aber "arme verbitterte Schweiz" ist schon etwas daneben. Auch in der Schweiz ist RF ein Nationalheld und der beste Sportler aller Zeiten in allen Sportdisziplinen! An alle Federer-Lästerer und -Nörgeler: machts doch erstmal besser, anstatt nur mit Bier vor dem TV zu hocken und doofe Sprüche zu klopfen. Gestern war Djoker einfach 1 Tick besser und hat die "big points" gemacht, RF leider nicht. Sein Aufschlag war auch weniger effizient als gegen Murray
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