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Grand-Slam-Turniere Maria erhebt schwere Vorwürfe: «Das war kein Fairplay»

Alize Cornet und Tatjana Maria haben sich in Roland Garros einen denkwürdigen Match geliefert – tolle Ballwechsel, Krämpfe und Drama inklusive.

Maria zeigt mit dem Finger auf Cornet.
Legende: «Veräppel' mich nicht» Tatjana Maria sagt Alize Cornet die Meinung. Twitter Sportscentre

Die Zuschauer auf dem Court 2 in Roland Garros bekamen ein Spiel zu sehen, das alles bot: Tolle Ballwechsel, Dramatik – und eine angeschlagene Siegerin. Verliererin Tatjana Maria (WTA 111) war dagegen stocksauer.

Ich habe kein Bedürfnis, mit ihr irgendwann noch einmal zu reden.
Autor: Tatjana Maria

«Das war kein Fairplay. Ich weiss nicht, in welcher Welt sie lebt. Es ist ja bekannt, dass sie manchmal Show macht», sagte Maria nach dem 3:6, 7:6 (7:5), 4:6 gegen Alize Cornet (WTA 50) und fügte wütend an: «Ich habe kein Bedürfnis, mit ihr irgendwann noch einmal zu reden.»

Die Französin Alize Cornet sitzt auf einem Stuhl.
Legende: Leidet Die Französin Alize Cornet. Imago

Krämpfe und eine scheinbare Verletzung

Lokalmatadorin Cornet hatte wegen Krämpfen zweimal eine medizinische Auszeit genommen und eine scheinbare Verletzung vorgeschoben. Gemäss Regularien darf wegen Krämpfen kein Physio auf den Court geholt werden. «Meiner Meinung nach hat sie vielleicht noch nicht einmal Krämpfe gehabt, denn dann hätte man nicht so einen 3. Satz spielen können», meinte Maria, die an der Medienkonferenz in Tränen ausbrach.

Cornet war sich keiner Schuld bewusst: «Ich habe nicht gegen die Regeln verstossen und hatte wirklich Probleme.» Nach dem Match sagte Maria ihrer Gegnerin noch am Netz die Meinung und verweigerte einen deutlichen Handschlag. «Cornet hat mir sogar vorgeworfen, dass ich mich nicht ans Fairplay gehalten habe», so Maria, die von den französischen Zuschauern wiederholt ausgepfiffen wurde, weil sie Cornet mit Stopps zum Laufen bringen wollte.

Maria wenigstens im Doppel siegreich

Am Freitag spielten die beiden Streithähne dann noch Doppel gegeneinander. In der 2. Runde traf Maria mit der Amerikanerin Madison Brengle auf Cornet und die Polin Magda Linette. Dieses Mal mit dem besseren Ende für Maria. Ein kleiner Trost.

Der Matchball und die Unterredung am Netz

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den French Open

8 Kommentare

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  • Kommentar von Max Bernard, Villefranche d'Astarac
    Na ja, das ist doch wirklich nichts Neues, dass das Publikum in Paris das Schlimmste auf dem weltweiten Tennis-Circuit ist. Total unfair, wenn ein/e Franzose/Französin spielt, aber immer extrem darauf bedacht, dass die anderen Spieler keine Entscheidung des Schiedsrichter anzweifeln. Wenn doch, dann wird sofort gebuht.
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  • Kommentar von J.Torturo, Zürich
    Ich bin enttäuscht vom französischen Publikum... das ist bei mir auch unten durch. zuerst Auspfeifen wegen Stoppbällen und dann noch so was. Das selbe haben sie schon bei Tsonga gegen Bagdathis abgezogen. Unter aller Sau. Stoppbälle gehören zum spiel!
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  • Kommentar von Stefan Arnold, Unterschächen
    Für was haben wir Schiedsrichter die müssten halt einmal richtig durgreifen und diese Spielerinnen zur Vernunft bringen, wo haben diese auch einmal Anstand gelernt war scheinlich nirgens?
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    1. Antwort von Gysler A, Unterschächen
      Haha, wir sind doch bei den grössten Chauvinisten: meist pöbelnde und völlig unfaire Zuschauer die von Tennis gar nichts verstehen. Und die franz. Kommentatoren: zum heulen,was die für einen Mist herauslassen, nur um einen franz. Spieler oder -spielerin zu schützen und hochzupäppeln. Dass da die Schiris jedes Jahr gewaltig mithelfen,ist ebenfalls seit Jahrzehnten bekannt. Ich freue mich jedenfalls immer wenn wieder ein "Frouze" rausfliegt! Roland-Garros abschaffen und ein GS anderwo organisieren
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