Norman: «Habe gespürt, dass etwas Grosses passieren wird»

Nach Stan Wawrinkas Triumph an den US Open geben 2 Akteure Auskunft, die jeweils ganz nahe am Geschehen sind: Coach Magnus Norman und SRF-Experte Heinz Günthardt.

«So etwas kann man nicht lernen», ist sich Tennis-Experte Heinz Günthardt nach Wawrinkas Triumph sicher, «vielleicht ist es genetisch bedingt, niemand weiss das so genau». Die Rede ist von Champions. Wahren Champions.

Champions, wie «Stan» einer ist. 3 von 4 Sätzen für sich entscheiden und dabei nur einen Punkt (144:143) mehr gewonnen. Günthardt: «Nur die Allerbesten können Matches gewinnen, in denen sie nicht immer der bessere Spieler sind – dafür in den wichtigen Momenten.»

«  Wir hatten vor dem Match einen sehr emotionalen Moment zusammen. »

Magnus Norman

Wie der Romand diesen Final gewinnen konnte, habe gemäss Günthardt «Djokovic am besten ausgedrückt: Stan hatte mehr Courage, hat in den wichtigen Momenten nicht gezögert. Djokovic selber sind ein paar Gedanken zu viel durch den Kopf.» So seien auch die vielen verpassten Breakchancen (14 von 17) des Serben zu erklären.

Keine Zuversicht am Finaltag selber

Fast schon hellseherische Fähigkeiten schreibt sich Wawrinkas Coach Magnus Norman zu. «Ich habe es nach Wimbledon irgendwie gespürt», meinte der sichtlich stolze Schwede nach dem Match. «Ich wusste nicht, wann es passieren würde – ob in Toronto, in Rio oder hier in New York – doch ich habe gespürt, dass etwas Grosses passieren wird.»

Am Tag X selber sei er aber «nicht zuversichtlich» gewesen. «Ich habe am Morgen seine Nervosität gespürt und versucht, sie ihm zu nehmen. Wir hatten einen sehr emotionalen Moment zusammen, bevor er auf den Court ging.» Dass am Ende doch alles gut ausging, spricht Norman vor allem Stans mentaler Stärke zu.

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Wawrinka - Djokovic: Zusammenfassung des Endspiels

6:52 min, vom 12.9.2016

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 11.09.16, 22:00 Uhr