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Grand-Slam-Turniere Wawrinka rauscht in den Halbfinal

Stan Wawrinka hat seinen Viertelfinal an den Australian Open gewonnen. Der Romand setzte sich gegen Jo-Wilfried Tsonga diskussionslos mit 7:6 (7:2), 6:4 und 6:3 durch.

Dank einer mental und spielerisch starken Leistung steht Stan Wawrinka im Halbfinal der Australian Open. Beim 7:6 (7:2), 6:4 und 6:3 über Jo-Wilfried Tsonga (ATP 12) konnte die Weltnummer 4 in diversen Belangen überzeugen:

  • Nervenstärke: Den ersten Durchgang holte sich der Schweizer im Tiebreak. Es war der 5. Satz in Serie, den «Stan» in der Kurzentscheidung für sich entschied.
  • Effizienz: Während Tsonga nur 1 seiner 6 Breakchancen nutzen konnte, präsentierte sich Wawrinka eiskalt und verwertete alle 3 Möglichkeiten zum Servicedurchbruch.
  • Kampfgeist: In Satz 2 lag Wawrinka mit Break 3:4 im Rückstand. Der Romand kämpfte sich jedoch zurück und gewann den Satz noch.
  • Spielstärke: Der eigentliche «Rückhand-Experte» Wawrinka holte rund 20 Winner mit der Vorhand. Zudem beging er deutlich weniger unerzwungene Fehler als sein Gegenüber.

Nach gut 2 Stunden verwertete Wawrinka seinen 1. Matchball und zog zum 3. Mal in den Halbfinal «Down Under» ein. Es war sein 5. Erfolg im 8. Duell mit Tsonga – und ein ungewohnt deutlicher.

Legende: Video «Konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte» abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.01.2017.

Knackpunkt im 2. Satz

Den entscheidenden Schritt zum Sieg machte Wawrinka gegen Mitte des 2. Satzes. Nach dem einzigen erfolgreichen Break Tsongas lag er 3:4 zurück. Die Reaktion des Lausanners: Er gewann die nächsten 6 Games, holte sich damit auch den 2. Satz und stellte im Schlussdurchgang die Weichen früh auf Sieg. Tsonga fand zu keinem Zeitpunkt eine Lösung gegen einen konstant auf hohem Niveau spielenden Wawrinka.

«Es waren heute schnelle Bedingungen, und der Wind machte die Ballkontrolle nicht einfach», sagte Wawrinka nach der Partie. Der Waadtländer zeigte sich gelöst und witzelte mit Platzinterviewer Jim Courier.

Schweizer Duell perfekt

Weil sich dreieinhalb Stunden später auch Roger Federer ohne Satzverlust im Viertelfinal durchsetzte, kommt es nun zu einem reinen Schweizer Halbfinal. «Es wird nicht einfach, Fans zu haben, aber ich hoffe, dass doch einige Leute für mich klatschen», hatte sich Wawrinka in Erwartung des helvetischen Duells bereits geäussert.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.1.2016, 05:00 Uhr

14 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Der Stan war mindestens eine Klasse besser. Herr Ruth die Franzosen brauchen kein Mental Training, Sie haben die Schwäche die die meisten Franzosen haben im Tennis, Sie sind schnell genügsam und nicht gerade Trainingsweltmeister. Bei den grossen ist gerade da der grosse Unterschied, das unbedingte Gewinnen wollen vermisse ich bei den Franzosen. Auch Noah hätte mit seinem Talent mehr gewinnen sollen, doch Feiern und Drogen waren im wichtiger. Schade das die beiden schon im HF aufeinandertreffen.
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  • Kommentar von Daniel Schiebler (davsch3)
    Die Schweiz, hat die besten Tennisspieler, der Welt. Bald werden wieder beide, in den Top 5, sein. Bei RF, ist noch der Vorteil, das aus dem letzten Jahr, fast keine Punkte, zu verlieren, hat. SW, kann, da er noch einige Jahre jünger ist, hoffentlich, noch paar GS, holen. Great Job, Jungs.
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    1. Antwort von Marc Hochreutener (Marc H.)
      Deine Kommasetzung würde sicherlich keinen GS holen ;)
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  • Kommentar von Andreas Hug (AndiHug)
    gratulation an stan. schweizer halbfinale !!. der wahnsinn. das wir hart für beide. hoffentlich geht es nicht über 5 sätze und 5 stunden. federinka ist back, eigentlich fehlt nur noch ein GS final gegeneinander. träumen sei erlaubt. hopp schweiz
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