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Tennis allgemein Swiss Tennis und das Projekt «Sandplatz-Monster»

In Madrid wird in dieser Woche das zweite von drei ATP-1000-Turnieren auf Sand ausgetragen. Die rote Unterlage stellt mental wie körperlich höchste Ansprüche an die Tennis-Cracks. Das wissen auch Swiss Tennis und der Headcoach Kondition, Beni Linder.

Stanislas Wawrinka bei den French Open 2013.
Legende: Belastungsprobe Tennis auf Sand - im Bild Stanislas Wawrinka bei den French Open 2013 - braucht mentale und körperliche Fitness. Keystone

Robust, eine gute Ausdauer, ausgeprägte Muskelpartien an Oberkörper und Beinen, dazu die Geduld für längere Ballwechsel, Nehmerqualitäten und eine hohe Frustresistenz: Wer bei diesen Attributen unweigerlich an Rafael Nadal - in Spanien auch «La Furia de Pan» (frei übersetzt: «Sandplatz-Monster») genannt - denkt, liegt so falsch nicht. Denn was Beni Linder, Headcoach Kondition bei Swiss Tennis beschreibt, ist der vollendete Könner auf der roten Unterlage.

Körperlich zäh, mental stark - und rutschfreudig

Ein eigentliches «Monster» will man in der Schweiz nicht heranzüchten, Sandplatz-Spieler von internationaler Klasse indes schon. Entsprechend minutiös wird der «Ernstfall Sand» bei Swiss Tennis geprobt, etwa mittels Rutschpartien auf einem auf Parkettboden ausgelegten Teppich. Denn: «Wer nicht rutschen kann, hat es schwer», weiss Linder.

Schliesslich gilt es auf der vergleichsweise langsamen Unterlage, auch verloren geglaubte Bälle aus den entlegendsten Winkeln des Platzes zu fischen. Und damit den Gegner zum nächsten Parforceritt auf dem kräftezehrendsten aller Beläge zu zwingen.

Musterschüler Wawrinka

Dass Swiss Tennis und Beni Linder wissen, was sie tun, zeigen auch die Erfolge eines Stanislas Wawrinka. Der Romand, der auf Sand gross geworden ist, hat sich mit unbändigem Kampfgeist, fast schon unheimlicher Ausdauer und einer ausgeprägten Leidensfähigkeit zu einem der gefürchtetsten «Sandplatz-Monster» auf der Tour entwickelt.

Benedikt Linder

Beni Linder amtet seit 2005 als Headcoach Kondition bei Swiss Tennis. Der studierte Sportwissenschafter arbeitete zuvor als Konditionstrainer in so verschiedenen Sportarten wie Schwimmen, MotoGP oder Badminton. Er ist u.a. verantwortlich für die athletische Entwicklung der Spielerinnen und Spieler des Verbands und ist im Ausbildungsbereich tätig.

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