Schutzregeln sollen Mantas und Haie retten

Fünf bedrohte Haiarten und zwei Riesenmantas stehen nun unter Schutz. Für den Handel mit diesen Fischen gelten seit Sonntag strenge Auflagen, die auch Artenschützer zuversichtlich stimmen.

Zwei Riesenmantas springen vor der Küste von Mexiko aus dem Wasser.

Bildlegende: Bis zu sieben Meter Spannweite: Zwei Riesenmantas bei einem «Ausflug» vor der Küste von Mexiko. Imago

Wie das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) mitteilte, stehen der Weissspitzen-Hochseehai, drei Hammerhai-Arten und der Heringshai seit Sonntag unter Schutz. Auch für den kommerziellen Umgang mit dem Riesenmanta und dem Riffmanta gelten von nun an strenge Auflagen.

Damit tritt eine Vereinbarung in Kraft, die vor 18 Monaten bei der Artenschutzkonferenz in Bangkok von Naturschützern als «historisch» gefeiert wurde. Seitdem seien weltweit in Zusammenarbeit mit der Fischerei-Industrie in bisher beispielloser Weise die nötigen Schritte zur Umsetzung unternommen worden, sagte Cites-Generalsekretär John E. Scanlon in Genf.

Es sei das erste Mal, dass Haiarten von starker kommerzieller Bedeutung unter Schutz gestellt würden. Der internationale Handel mit diesen Fischen ist künftig nur noch erlaubt, wenn er die Bestände nicht gefährdet. Strenge nationale wie internationale Kontrollen sollen garantieren, dass die Auflagen eingehalten werden.

Bedroht durch Menschen

Bedroht durch Menschen

Ein Weissspitzen-Hochseehai, unterwegs im Roten Meer. Imago

Rund 100 Millionen Haie werden pro Jahr weltweit für kommerzielle Zwecke gefischt. Die jetzt gelisteten Arten machen 6 Prozent davon aus. Die Bestände waren in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Regionen um bis zu 90 Prozent gesunken.