Sieben neue Minifrösche in Brasilien entdeckt

Wer diese Frösche finden will, der muss schon ganz genau hinsehen. Die Hüpfer sind zwar bunt, aber extrem winzig. Forscher haben nun im brasilianischen Regenwald gleich sieben neue Arten entdeckt.

Im brasilianischen Regenwald haben Forscher sieben neue Froscharten entdeckt. Sie alle zählen zur Gattung Brachycephalus. Diese Frösche sind meist knallbunt und gehören zu den kleinsten Wirbeltieren der Erde: Ausgewachsen messen manche Arten rund einen Zentimeter. Ausserdem enthält die Haut der meisten Brachycephalus-Frösche das Nervengift Tetrodotoxin.

Wie die Forscher um Marcio R. Pie von der Universidade Federal do Paraná in Curitiba im Fachjournal «PeerJ» schreiben, entdeckten sie die neuen Arten im Atlantischen Regenwald im Süden Brasiliens. Die Arten sind endemisch, leben also in einer Region oder gar auf einem einzigen Berghügel.

Der Lebensraum der Frösche ist bedroht: Die Nebelwälder reagieren sensibel auf Klimaveränderungen. Auch die Frösche sind gefährdet, erklärt Pie: «Die Bewahrung dieser Spezies könnte nicht nur den Schutz ihres Lebensraumes umfassen, sondern vielleicht auch direktere Anstrengungen, etwa die Züchtung in Gefangenschaft.»