Lawinen sprengen – mit Druckwellen

Wintersportler kennen die Geräusche vom frühen Morgen im Ferienbett: Detonationen der Sprengstoffe, die in Skigebieten gezielt Lawinen auslösen. Als Alternative gilt eine «Sprengglocke», die mit Schockwellen arbeitet. «Einstein» war bei den ersten Tests in der Aletsch-Arena im Wallis dabei.

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So sprengt man heute Lawinen

7:41 min, aus Einstein vom 23.4.2015

Bis weit in den Frühling hinein müssen Pistenchefs in den Schweizer Skiregionen für die Sicherheit der Wintersportler Schneefelder entfernen, um Lawinengefahr zu beseitigen. Das machten sie bislang mit Handsprengstoffen. Doch heute geht das auch mit Schockwellen, ausgelöst durch eine Explosion in der Luft.

«Daisybell» heisst die Sprengglocke, in der die Detonation stattfindet. Sie wird an einem Helikopter ins Zielgebiet geflogen und löst mit ihren Druckwellen nach unten hin punktgenau die Lawinen aus – präziser und zuverlässiger als mit herkömmlichen Sprengungen.

Im Skigebiet der Aletsch-Arena im Wallis haben die Pisten-Verantwortlichen das Gerät erstmals getestet. «Einstein» zeigt, ob sich das Lawinensprengen in Zukunft tatsächlich an die grosse Glocke hängen lässt.