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Legende: Christoph T. Berger, Christoph Küng und Anne Spaar SRF
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Impfnebenwirkungen «Wieso wurden nicht bloss die Covid-Risikopatienten geimpft?»

Christoph T. Berger, Christoph Küng und Anne Spaar haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat

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PD Dr. Christoph T. Berger
Leiter Universitäres Zentrum für Immunologie und Leiter Impfsprechstunde Universitätsspital Basel
Mitglied Eidgenössische Impfkommission EKIF

Dr. Christoph Küng
Abteilungsleiter Arzneimittelsicherheit
Swissmedic

Anne Spaar
MD MPH, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Schwerpunkt Infektionskrankheiten und Impfungen
Bundesamt für Gesundheit BAG

Chatprotokoll

Sehr geehrtes Ärzteteam. Seit meiner Boosterimpfung (20.12.21) habe ich immer wieder sporadisches Hautjucken. Kleine Bibeli, mal mehr, mal weniger – und die jucken grausam. Mein Arzt hatte erst „?“ in den Augen, als ich das als mögliche Nachwirkung erwähnte. Er gab mir dann DERMOVATE CREME. Die hilft auch kurzfristig. Aber meist kommen die juckenden Stellen an der gleichen oder einer anderen Stelle (Arme, Körper) wieder. Lästig. Frage: ist die Creme die richtige? Gibt es besseres? : Ich wurde insgesamt 3x mit BioNTech geimpft. Vielen Dank und freundliche Grüsse

Christoph T. Berger: Guten Tag. Was sie beschreiben könnte eine Urtikaria (Nesselfieber) sein. Diese sieht man gelegentlich nach der Auffrischimpfung. Wenn es das ist, so helfen Antihistaminika. Am Besten Sie sprechen mit Ihrem Arzt oder einem Dermatologen.

Ich habe mich im letzten Jahr 3 mal impfen lassen und war danach jedes mal 3 Tage richtig krank: Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Hautüberempfindlichkeit, Müdigkeit, Kopfweh, heftige Armschmerzen (nicht nur am Einstich). Es war gar nicht lustig. Wird das bei jeder Nachimpfung so sein? Unlängst war ich an Covid erkrankt. Hatte allerdings nur 2 Tage Schnuddernase.

Christoph Küng: Das lässt sich leider nicht voraussagen. Es gibt Menschen die nie etwas verspüren, bei anderen können die Nebenwirkungen stärker aber auch schwächer werden mit den Impfungen.

Ungefähr 10 Tage nach der Booster-Impfung überfiel mich plötzlich ein unheimliches Jucken und Brennen am Körper. Erst dachte ich an Nesselfieber, behandelte das Problem mit Dermovate-Creme, leider nützte dies nicht, wurde immer schlimmer. Mein Körper war mit Ausdchlag übersät. Mein Dermatologe leider im Urlaub also meldete ich mich im Notfall. Ich erhielt eine Infusion mit doppelter Ration von Cortison und Vitamin B12. Da ich unter Bluthochdruck leide (wird mit Medis behandelt) geriet er ausser Rand und Band. Leider half auch diese Behandlung nichts. Wurde am Abend wieder aus der Klinik entlassen. Nach Neujahr konnte ich endlich meinen Dermatologen aufsuchen, Hautentnahmen an Bein und Arm brachten rein nichts. Bis heute weiss niemand was der Grund tatsächlich war, der Ausschlag dauerte einige Wochen und hinterliess nun unschöne Flecken/Narben auf dem Körper.

Christoph T. Berger: Was sie beschreiben wurde öfters nach der Impfung beobachtet. Die Urtikaria tritt 10-14 Tage nach der Auffrischimpfung auf und kann Tage bis Wochen bleiben. Urtikaria gibt es auch ohne Impfung häufig. Warum sie nach der Auffrischimpfung auftritt weiss man noch nicht. Eine Allergie ist es nicht. In der Regel ist die Urtikaria mühsam, geht jedoch vorbei und ist zum Glück nicht gefährlich. Die Behandlung sollte mit Antihistaminika erfolgen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

Guten Abend Ich leide seit der Booster Impfung am 17.01.2022 an zum Teil starken Nessesucht und Juckreiz. Es sind nun über 3 Monate vergangen, jedoch sind die Symtome nicht weniger geworden. Im Bericht wurde erwähnt, dass diese nach spätestens 6-8 Wochen wieder abklingen, was bei mir defintiv nicht der Fall ist. Nun bin ich auf ein Antiallegerikum angewiesen, welches ist praktisch täglich einnehmen muss den Alltag mit dieser mühsamen Nebenwirkung bewältigen zu können. Wer über übernimmt nun die Koste für diese Medikamente? Ich habe bei der Krankenkasse eine sehr hohe Franchise, weshalb ich diese bis jetzt selbst tragen musste. Besten Dank für Ihre Auskunft.

Anne Spaar: Grundsätzlich gilt: Wie bei anderen Arzneimitteilen oder Impfstoffen kommen auch bei der Covid-19-Impfung die üblichen Haftungsregeln zur Anwendung.

Bei Impfschäden haftet – wenn die Bedingungen erfüllt sind – der Impfstoffhersteller (Produktehaftpflicht), die impfende Stelle (Auftragshaftung oder Staatshaftung) sowie subsidiär der Bund.

Der Bund entschädigt nur, wenn der Schaden nicht sonst gedeckt wird («subsidiäre Haftung»). Das heisst: Eine geschädigte Person hat nur dann Anspruch auf eine Entschädigung, wenn der Schaden nicht bereits zum Beispiel durch den Impfstoffhersteller (Produktehaftung), die impfende Person (Arzthaftung) oder eine Versicherung (Sozial- oder Privatversicherung) gedeckt wurde. Die Kosten der Franchise oder des Selbstbehaltes sind dabei nicht abgedeckt. Entschädigung und Genugtuung bei Impfschäden (admin.ch)

Guten Abend Nach der 2. Impfung einen Hautausschlag bekommen. Juckreiz und brennt nicht. Nach Booster verschlimmert dieser sich etwas. Nach über 3 Monaten ist dieser Anschlag immer noch da. juckt oder brennt immer noch nicht. Möchte deswegen nicht extra zum Arzt. Geht dieser von selbst wieder weg? Was könnte ich tun? Danke und Grüsse

Christoph T. Berger: Sie sollten den Ausschlag einer Fachperson zeigen. Nur so kann man sie richtig beraten. Wenn es sich zB um eine Urtikaria handelt wäre die Behandlung mit Antihistaminika. Andere Hautausschläge brauchen eine andere Behandlung

Guten Abend Ich habe seit dem Booster am 3.1.2022 praktisch jeden Tag Nesselfieber. Wie lange dauert es bis diese Symptome wieder verschwinden? Vielen Dsnk für Ihre Antwort.

Christoph T. Berger: Chronische Urtikaria kann nach der Boosterimpfung auftreten, es ist jedoch auch sonst eine häufige Erkrankung. Die Behandlung mit Antihistaminika nimmt in der Regel die Beschwerden und unterdrückt den Ausschlag. Meist klingt unter der Behandlung die Symptomatik innert Monaten ab und nur wenige Patienten haben nach 6-12 Monaten noch Beschwerden

Guten Abend Ich habe den Eindruck, dass ich nach der ersten Coronaimpfung einen Hörverlust erlitten habe der sich dann mit der Boosterimpfung nochmals verstärkt hat, seit ca einen halben Jahr kombiniert mit Tinnitus. Haben Sie ähnliche Erfahrungsberichte von anderen Patienten? Wie schaut eine passende Medikation aus? Wer sollte das bei swissmedic melden – mein HNO oder ich? Danke für Ihre Einschätzung!

Christoph T. Berger: Tinnitus ist eine seltene Nebenwirkung. Ihr HNO sollte den Fall melden, wenn es einen zeitlichen Zusammenhang gibt. Die Behandlung richtet sich nach der Diagnose und nicht nach der möglichen Ursachen. Tinnitus ist leider immer schwierig zu behandeln. Sprechen sie mit Ihrem HNO Arzt darüber was in Ihrem Fall die richtige Behandlung ist.

Guten Abend Im August 2021 hatte ich die zweite Coronaimpfung, rund zwei Wochen später sind bei mir Schlafprobleme aufgetreten. Oftmals schlief ich nur noch zwei bis drei Stunden pro Nacht. Bis Ende Jahr wurde es besser, jedoch hatte ich im Januar die Booster-Impfung und seither haben sich die Probleme wieder verschlimmert. Noch immer habe ich Schlafbeschwerden, aber ich bin jetzt bei fünf bis sechs Stunden Schlaf pro Nacht. Ich habe zwei Meldungen an Swissmedic eingereicht, nachdem mein Arzt sich geweigert hatte. Gerne möchte ich wissen, ob noch andere Fälle von Schlafbeschwerden bekannt sind? Ich weiss nur, dass bei Long Covid Schlafprobleme zu den Symptomen gehören.

Christoph Küng: Danke dass Sie in diesem Fall eine Meldung eingereicht haben. Solche Impfreaktionen gehören nicht zu den häufigsten die gemeldet werden, sind aber durchaus sowohl mit Long Covid wie auch mit der Impfung erklärbar. Aber es sind auch andere Gründe möglich.

Meine Tocher (jahrgang 75, Pflegefachrau) hat 9 Tage nach der Boosterimpfung ein Nesselfieber bekommen. Über 3 Monate später muss sie immer noch zeitweise Cortison nehmen. Dies wurde jedoch von der Ärztin nie gemeldet worden, da diese meinte, das sei zu lange nach der Impfung. So können doch mögliche Nebenwirkungen, die etwas später auftreten, nicht erkannt werden, wenn von vornherein etwas ausgeschlossen wird und zu wenige Fälle hat.

Christoph T. Berger: Die Urtikaria nach der Boosterimpfung tritt typischerweise 10-14 Tage nach der Impfung auf un betrifft oft Personen <50 Jahren. Eine Meldung sollte erfolgen. Die Behandlung sollte (u.a. auch wegen den Nebenwirkungen des Cortisons) wenn möglich immer mit Antihistaminika genommen werden. Sie soll dies am Besten nochmals mit Ihrer Ärztin besprechen. Es gibt in diesem Chat auch links zu Swissmedic Publikationen zur Urtikaria

Seit meiner ersten Covid Impfung, habe ich meine Periode nicht mehr regelmässig bekommen. Was kann man dagegen tun?

Christoph Küng: Wie lange ist das her? Zyklusverschiebungen nach Impfung wurden schon beobachtet, sie sollten jedoch nach ein paar Monaten wieder verschwinden, so wie auch bspw. nach einer durchgemachten Infektion.

Nach der 2. Impfung im Aug. 22, bis 41 grad Fieber, danach bleibender Brainfog, Leistungsintolleranz, CFS, massive Kopfschmerzen, Herzprobleme, kognitive Störungen,Schwindel und Angstzustände. Seither krank geschrieben. 3 verschiedene Ärzte aufgesucht welche angeben, es könne nicht von der Impfung kommen. Eine Meldung an Swissmedic wird durch die Ärzte kategorisch abgelehnt, da es nach deren Angaben keinen Zusammenhang mit der Impfung geben kann. Gibt es eine Anlaufstelle wo man ernst genommen wird?

Christoph T. Berger: Für eine Swissmedic Meldung muss der Zusammenhang nicht beweisen sein. Eine Meldung scheint in Ihrem Fall schon nicht verkehrt. Wichtig scheint mir v.a., dass man andere Erkankungen gut sucht und ausschliesst. Dazu gehört auch der Ausschluss von einer durchgemachten COVID Erkrankung oder anderer Viren (EBV, CMV…)

Von mehreren Töchtern/Söhnen, auch ich bei meiner Mutter festgestellt, habe ich vernommen, dass die Eltern nach den Impfungen(1./2. Booster) auffallend eine Verwirrtheit, Vergesslichkeit und andere Beeinträchtigungen zeigen. Von den Ärzten wird dies natürlich rasch aufs betagte Alter geschoben und letztlich nicht als Nebenwirkung akzeptiert. Besonders weil dies nicht akut, also sofort nach der Impfung auftritt, sondern oft eine, zwei oder mehr Wochen später. Gibt es noch andere Menschen, die dies gemeldet haben oder eine Vermutung ausgesprochen haben?

Christoph Küng: In solchen Fällen ist es tatsächlich schwer zu sagen, was genau der Grund für diese Beschwerden ist. Eine vorbestehende Erkrankung? Covid? Oder doch die Impfung? Das ist mit den wenigen vorliegenden Informationen leider nicht zu beurteilen.

Mein Mann 70, ist 16 Tage nach dem Booster gestorben. Einfach eingeschlafen. Mund und Augen zu. Gemäss Arzt vermutlich Herzstillstand. Ich fand es nicht in Ordnung, dass auf dem Formular der Polizei nichts vermerkt wurde. Auf meine Frage, meinte der Arzt, bei Pfizer Impfstoff sei das unmöglich.

Christoph Küng: Es ist leider nicht möglich, Ihnen aufgrund dieser Informationen zu antworten. Es wäre wichtig zu wissen, ob und welche Vorerkrankungen Ihr Mann hatte. Der Arzt der den Totenschein ausstellt muss beurteilen, ob er eine Autopsie veranlasst oder nicht. Swissmedic kann dies übrigens nicht selber veranlassen, berücksichtigt jedoch solche Untersuchungen wenn sie gemacht wurden. Wurde der Todesfall Swissmedic gemeldet? Von meiner Seite mein herzliches Beileid!

Mein Onkel verstarb letzten Oktober 12 Stunden nach der zweiten Covidimpfung. Erst weitere 12 Stunden später wurde er gefunden mit noch sehr hoher Körpertämperatur, daher wurde er in die Rechtsmedizin ZH überwiesen. Der Tryptasewert wurde gemessen und war immer noch erhöht. Die Rechtsmedizin macht bis Heute weitere Untersuchungen. Mein 42 jähriger Kusin erlitt nach der zweiten Impfung einen Herzinfarkt, überlebte ihn. In unserer Familie gibt es gehäuft allergische Reaktionen bis zu Anaphylaktischen Schocks. Wir wollten lediglich wissen, ob wir uns impfen lassen können und bekamen bis Heute keine Antwort. Auch das Unispital BS half uns bis Heute nicht. An wen können wir uns wenden, um zu erfahren, ob wir uns wenn nötig doch noch impfen lassen können?

Christoph Küng: Aufgrund dieser Informationen ist eine gute Antwort schwierig. Selten (etwa 1 Fall auf 100'000 Geimpfte) sind tatsächlich anaphylaktische Schocks möglich; aus diesem Grund besteht auch die Vorgabe von Swissmedic und dem BAG, dass Geimpfte nach der Impfung eine Viertelstunde vor Ort warten sollen. Schlimme anaphylaktische Reaktionen würden sich schnell bemerkbar machen.

Ich leide seit 3 Monaten an Impfkomplikationen (2 Impfungen mit Biontech). Ich war im MRT, bei der Neurologin, beim Hausarzt. Blutuntersuchungen soweit ohne Befund, Nervenmessungen ebenfalls. Im MRT zeigt sich ein kleiner Läsionsherd?! Bisher bekam ich nur zu hören, dass es psychisch ist oder dass ich abwarten soll. Ich leide unter stärker Erschöpfung, Brain Fog, Parästhesien, etc. An wen kann ich mich wenden? Wer hilft hier weiter? In eine Long Covid-Sprechstunde komme ich ja nur mit positivem PCR-Testergebnis, welches ich nicht habe. Die einzige Klinik in Deutschland, die hierzu Hilfe anbietet ist in Marburg. Und Termine gibt es vor Dezember dort keine mehr. Hilfreich ist sicher das Forum von nebenwirkungen-covid-impfung.org Aber ich bin langsam etwas verzweifelt und weiss nicht, was ich tun soll! Ich habe mich impfen lassen, wie es gewollt war. Und nun wird man alleine gelassen...

Christoph T. Berger: Ein serologischer Test (anti-Nucleocapsid-Antikörper) kann ggf. helfen nachzuweisen, ob sie eine COVID Erkrankung hatten. In der Schweiz kann man sich auch ohne PCR Test in einer LongCovid Sprechstunde abklären lassen. Wichtig scheint mir, dass man Ihnen eine Therapie Ihrer Symptome anbieten kann. Informieren Sie sich bei Ihrer Neurologin ob es nicht andere Therapiemöglichkeiten wie ambulante Therapien oder eine Rehabilitationsklinik gibt.

Sehr geehrtes Team Ist es mit dem Wissenstand heute noch sinnvoll sich Boostern zu lassen? Mein Arbeitgeber zwingt mich trotz Grundimmunisierung nun weiterhin mich Boostern zu lassen obwohl ich bedenken betreffend Nebenwirkungen habe. Habe bereits 2x eine Corona-Infektion durchgemacht. Was kann ich dagegen tun, ohne die Kündigung zu erhalten? Besten Dank für Ihre Hilfe. Freundliche Grüsse

Christoph Küng: Sie sprechen ein eher juristisches Problem an. Wenn Sie jedoch die bisherigen Impfungen gut vertragen haben, so ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Sie auch den Booster gut vertragen. Bisher wurden Swissmedic auf 1'000 Impfdosen weniger wie 1 Meldung zu Nebenwirkungen gemacht.

Guten Abend, ich hatte 3 Stunden nach der 2. Impfung am 4. Januar 2022 starke Kopfschmerzen die nun seit da ununterbrochen andauern. Seit genau 3 Monaten 24/7 Kopfschmerzen, ich hatte schon MRI Kopf, MRI Wirbelsäule, Lumbalpunktion.. so viele Schmerzmedikamemte usw.. so viele Arzttermine ich kann leider auch nicht mehr arbeiten und den Haushalt und unsere kleinen Kinder betreuen geht auch nur schwer.. alle Ärzte (mehrere Spitale) sagen sie sehen den zeitlichen Zusammenhang aber man könne es nicht belegen.. können Sie mir helfen? Hoffnungsvolle Grüsse

Christoph Küng: Der zeitliche Zusammenhang ist gegeben, und man kann auch nicht ausschliessen, dass die Impfung der Grund für diese Beschwerden ist. Die Ärzte werden versuchen, alle anderen möglichen Ursachen auszuschliessen, einschliesslich einer gleichzeitig (?) durchgemachten Covid-Erkrankung. Ich wünsche Ihnen gute Besserung!

Christoph T. Berger: Die von Ihnen beschriebenen Symptome (chronic daily headache) sollten in einer speziellen Kopfschmerzsprechstunde an einem Zentrumsspital abgeklärt und behandelt werden. Die Behandlung ist wohlgemerkt identisch, ob es etwas mit der Impfung zu tun hätte oder nicht.

Guten Abend Ich habe mich 3mal impfen lassen und hatte nach der dritten Impfung schwere Nebenwirkungen. Die Nebenwirkungen begannen ca 1.5 woche nach der Impfung mit Herzrasen, nach 14 tagen litt ich an Atemnot, treppensteigen fühlte sich an wie auf 4000 metern und noch immer bin ich nicht gleich leistingsfähig. Meine Hausärztin nahm mich nicht ernst, zeigte dad EKG keine abnormalitäten. Ich wurde ins Spital geschickt und ein grosses EKG wurde gemacht. Wieder nichts, nun stehe ich da mit Symptomen, ohne Diagnose und hohen Kosten. Wer kommt für die Kosten von CHF 1000.- auf? Meine Krankenkasse verweist auf die normale Franchise. Dies bin ich aber nicht bereit zu tragen.

Anne Spaar: Es ist korrekt, dass die Franchise und der Selbstbehalt selber getragen werden müssen. Auch bei einem Entschädigungsgesuch wegen Impfschaden sind Franchise und Selbstbehalt selbst zu bestreiten. Entschädigung und Genugtuung bei Impfschäden (admin.ch)

Guten Tag. Auf der Webseite von Swissmedic steht: Rund 39 % der Fälle wurden von den Meldenden als schwerwiegend eingestuft. Am häufigsten wurde über Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Übelkeit und Schwindelgefühl berichtet. Diese Aussage ist einfach lächerlich und ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen von Impfnebenwirkungen! Denn wir Betroffenen wissen ganz genau, was für andere schwerwiegende Impfnebenwirkungen auftreten können! Es gibt doch z.B. unzählige Meldungen von Herzbeschwerden wie hoher Blutdruck, hoher Puls, beide schwankend, Rhythmusstörungen, Synkopen, Druck auf dem Herzen... Warum wird das alles unter den Teppich gekehrt? Die Öffentlichkeit hat doch ein Anrecht darauf, wahrheitsgetreu informiert zu werden!

Christoph Küng: Unter den häufigsten von den Meldenden als schwerwiegend eingestuften Reaktionen sind tatsächlich bekannte Nebenwirkungen wie Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost oder Schwächegefühl enthalten, daneben das bekannte Sicherheitssignal zu Myokarditis (Herzmuskelentzündung). Nach den internationalen medizinischen Meldekriterien sind dies mit Ausnahme der Myokarditis «nicht schwerwiegende Nebenwirkungen». Unter den Teppich gekehrt wird aber nichts. So hat Swissmedic bspw. auch ausgewiesen, dass rund 200 Todesfälle gemeldet wurden. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, waren wirklich schwere Nebenwirkungen durch die Impfung bedingt? Bitte bedenken Sie, dass ein zeitlicher Zusammenhang mit der Impfung nicht auch bedeutet, dass die Impfung die Ursache war. Jedes Jahr sterben in der Schweiz über 3'000 Menschen an einem Schlaganfall, das war schon lange vor der Pandemie und der Covid-Impfung so. Das sind rund 300 im Monat. Wenn nun einige davon kurz nach der Impfung auftreten – und dafür ist die Wahrscheinlichkeit hoch – so heisst das nicht, dass das automatisch die Impfstoffe waren. Darum prüft Swissmedic jede Verdachtsmeldung einzeln!

Guten Abend Wer kommt für die Impfnebenwirkungen und Folgeschäden auf? Werden die Impfhersteller – die ja Milliardengewinne machen – behaftet oder zahlt das die Krankenkasse? Danke für Ihre Antwort.

Anne Spaar: Grundsätzlich gilt: Wie bei anderen Arzneimitteilen oder Impfstoffen kommen auch bei der Covid-19-Impfung die üblichen Haftungsregeln zur Anwendung.

Bei Impfschäden haftet – wenn die jeweiligen spezifischen Bedingungen erfüllt sind – der Impfstoffhersteller (Produktehaftpflicht), die impfende Stelle (Auftragshaftung oder Staatshaftung) sowie subsidiär der Bund (empfohlene Impfungen).

Der Bund entschädigt nur, wenn der Schaden nicht sonst gedeckt wird («subsidiäre Haftung»). Das heisst: Eine geschädigte Person hat nur dann Anspruch auf eine Entschädigung, wenn der Schaden nicht bereits zum Beispiel durch den Impfstoffhersteller (Produktehaftung), die impfende Person (Arzthaftung) oder eine Versicherung (Sozial- oder Privatversicherung) gedeckt wurde.

Weitere Information dazu unter: Entschädigung und Genugtuung bei Impfschäden (admin.ch)

Guten Tag Mein Sohn wurde letzten Juni/Juli mit Moderna geimpft. Seit der zweiten Impfung leidet er unter Nesselfieber. Er muss täglich Medikamente nehmen. Wird es irgendwann wieder besser werden? Er wird von einem Dermatologen betreut der bisher jeglichen Zusammenhang mit der Impfung nicht sehen wollte. Für einen Ferienaufenthalt im Sommer muss er sich evtl Boostern lassen, welchen Impfstoff soll er sich spritzen lassen. Danke fürs Feedback.

Christoph T. Berger: Urtikariaschübe können durch die Impfungen ausgelöst werden. Wenn jemand über >6 Monate Beschwerden hat sollte man auch andere Ursachen für eine Urtikaria ausschliessen. In der Regel klingt bei der Mehrheit der betroffenen Personen mit einer chronischen Urtikaria die Symptomatik innert 6-12 Monaten ab. Ihr Dermatologe kann sie da sicher beraten. Für weitere Impfungen kann man sich überlegen auf einen Vektorimpfstoff -oder falls bis dahin zugelassen- den Proteinimpfstoff auszuweichen. Urtikaria scheint bei diesen Impfstoffen seltener aufzutreten. Lassen sie sich von Ihren Ärzten zu gegebener Zeit beraten

Wieso hat man nicht nur die Risikopatienten geimpft, anstatt allen dazu zu forcieren ? 90% der geimpfte hätten sie gar nicht gebraucht und so hätten wir auch die wenige schwere Impfreaktionen bei gesunden Leute nicht! ich bin ein gesunder ungeimpfte und bin sehr froh, dass ich mich nicht impfen lassen habe!

Christoph Küng: Dafür gibt es mehrere Gründe. Bspw. dass man nicht voraussagen kann, wie auch junge und gesunde Menschen auf die Covid-Erkrankung reagieren werden. So hatten bspw. unter jungen männlichen US-Sportlern etwa 1% eine Myokarditis wegen der Covid-Infektion!

Im ganzen Beitrag wurden nur Aerzte befragt, die positiv zur Impfung eingestellt sind. Auch die drei Chatpersonen vertreten die Pro Impfung Seite. Warum haben Sie es vermieden, auch impfkritische oder sogar Impfverweigernde Aerzte zu Wort kommen zu lassen? Die Uni Luzern hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, wonach vor allem für junge Männer, das Risiko eines schweren Impfschadens höher ist, als der Nutzen der Impfung. Warum prüffen sie so akribisch ob es sich tatsächlich um einen Impfschaden handelt? Bei den Corona Toten wurden Untersuchungen, ob es sich wirklich um ein Corona Opfer handelt, so vernachlässigt, dass keine Differnzierung möglich war. Es ist aber mehr als zweifelhaft, dass in einem Altersheim alle Coronaopfer wirklich Corona Opfer waren, oder nicht einfach am Ende ihres Lebens angekommen waren.

Redaktion PULS: Die Sendung thematisiert nicht Pro oder Contra der Impfung, sondern wie Behörden und medizinische Fachpersonen Nebenwirkungen in der richtigen Balance kommunizieren und wie schwierig es ist, Nebenwirkungen eindeutig einer Impfung zuzuweisen. Im Chat sind zwei der wichtigsten Behörden vertreten sowie die eidgenössische Impfkommission. Diese Fachpersonen sind für das Meldesystem, für die Impfempfehlungen sowie für die Impfkampagne verantwortlich und stellen sich Ihren Fragen, Anliegen und ihrer Kritik. In diesem Kontext macht dieses Gremium am meisten Sinn.

Würde man Menschen mit Leukozyten-Störungen impfen, hätten diese andere oder mehr NW und wie verläuft CoVid bei denen?

Christoph T. Berger: Ich würde unbedingt alle Personen mit einer Immunschwäche wie zB einer Störung der weissen Blutkörperchen Impfen, weil bei Immunstörungen die COVID Erkrankung schwerer Verlaufen kann. Ob die NW der Impfungen anders sein könnten kann man nicht pauschal sagen. Dazu müsste man die genaue Diagnose kennen und Ihre Krankheitsgeschichte (was passiert bei Infekten etc…). Lassen sie sich von Ihrer Hämatologin/Hämatologen oder einer Immunologin/Immunologen beraten.

+++ Guten Abend! Danke, dass das Thema endlich in den Medien thematisiert wird. Ich leide seit meiner 2. Impfung (Pfizer) im Oktober an folgenden Symptomen: – Perikarditis (ausgeheilt) – Schwindel – Brain-Fog – Schlafprobleme – Gewichtsverlust, – 10kg (Durchfall während 6 Wochen) – Haarausfall seit 3 Monaten – Herzrasen- und Stechen – Muskelzuckungen Es ähnelt sehr einem LongCovid, infiziert war ich jedoch nie (Nukleokapsid-Test liegt vor). Habe bei CellTrend in Deutschland meine AAK's testen lassen: Anti-MAS1 ist positiv. Anti-ACE2 grenzwertig. Es sollte eine Anlaufstelle für uns Betroffene geben. Die Aerzte sollten aufgeklärt werden. Wir wollten uns und die Bevölkerung schützen und wurden leider krank. Von den Aerzten wurde es bei mir wochenlang als «psychosomatisch» abgestempelt. Erst jetzt kann ich zur LC-Sprechstunde am Uni-Spital Genf. Vielen Dank und freundliche Grüsse. +++

Ich leide an Parkinson und war mit Tabletten gut eingestellt. 2 Tage nach der Busterimpfung am 27.Nov. ist mein Immunsystem zusammengebrochen und die Parkinsontabletten wirkten nicht mehr. Auch jetzt nach über 4 Monaten wirken die Parkinsontabletten nicht wie vor der Busterimpfung.

Christoph T. Berger: Das tut mir leid zu hören, dass Ihre Therapie nicht mehr wirkt. So wie die Impfung wirkt, lässt sich ein Zusammenhang mit dem Wirkverlust schlecht erklären. Besprechen sie die Beschwerden mit Ihrem Arzt/Ärztin ob es andere Ursachen gibt, oder ob die ‘normalen’ Nebenwirkungen wie Fieber, Müdigkeit bei Ihnen schlechter verträglich waren. Auch sollte Ihre Ärztin/Arzt eine Meldung an Swissmedic machen.

Ich habe mit der zweiten Impfung eine Gürtelrose am Hals erwischt. Wenige Tage nach der Impfung. Obwohl ich das dem Lungenzentrum Hirslanden meldete, wurde behauptet dies sei nicht von der Impfung. Seit der dritten Impfung habe ich an der gleichen Stelle eine Art Herpes-Exzem. Der Hausarzt gab mir eine Antibiotika Salbe von Leo. Das Exzem ist dann für paar Wochen weg, kommt aber immer wieder zurück. Muss ich damit leben? Ich habe zwei Dosen Pfizer und einmal Moderna erhalten. Bin Risikogruppe Asthma/Herz.

Christoph Küng: Bitte lassen Sie diese Hautreaktion noch einmal untersuchen. Es ist jedoch bekannt dass Herpes-bedingte Erkrankungen nach Impfung wieder aufflammen können.

Ist es möglich, dass meine Aphten im Mund, und Fieberblasen, die ich letztes Jahr mehrere male hatte, nach der Impfung? Ich habe auch sonst ab und zu Herpes an den Lippen, aber nicht im Mund und nicht so gehäuft wie letztes Jahr!??

Christoph Küng: Das ist durchaus möglich, Herpeserkrankungen können nach Impfungen reaktiviert werden.

Nach der Boosterimpfung (mit Moderna), am folgenden und 2. Tag nach der Impfung hatte ich 41° Fieber. Anschliessend hatte ich eine Leberentzündung. Kurz danach hatte Herpes Simplex im Auge. Meine Aerzte und Augenarzt haben keine Mitteilung an das BAG machen wollen. So kenne ich mehrere Fälle wo keine Meldung gemacht wurde. Somit stimmen die Statisiken der Aemter nicht. Obwohl ich sofort zum Arzt und Augenarzt gegangen bin sagen Sie mir das könne nicht von der Boosterimpfung sein. Was meinen Sie?

Christoph Küng: Danke für Ihre Nachricht. So wie Sie Ihre Beschwerden schildern hätten einige davon gemeldet werden müssen, sofern die Ärzte einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung gesehen haben. Das ist schwierig zu sagen, da es mit Ausnahme des Fiebers keine typischen Impfreaktionen sind. Nebenwirkungen von Medikamenten und Impfstoffen müssen jedoch nicht dem BAG sondern Swissmedic gemeldet werden!

Ich habe MS. Ist eine Covid19 Impfung 'kontraproduktiv' ? Bzw.: mit welchen Nebenwirkungen müsste ich rechnen falls ich diese vornehmen will? Ist es bei 'MS sogar konntraindiziert/gefährlich?

Christoph T. Berger: Personen mit Autoimmunerkrankungen inklusive MS sollten sich gegen COVID Impfen lassen, weil sie ein erhöhtes Risiko für schwere COVID Verläufe haben. Die Impfung macht keine anderen Nebenwirkungen bei MS PatientInnen und ist nicht ‘kontraproduktiv’. Eine schwere COVID Erkrankung jedoch schon, da sich dadurch der Gesamtzustand und die neurologische Symptomatik verschlechtern können.Abhängig von Ihrer Behandlung kann die Impfung schlechter wirken, weshalb manchmal das richtige Timing wichtig ist. Sprechen Sie mit Ihrer Neurologin/Neurologen, auch um sich betreffend den möglichen Nebenwirkungen beraten zu lassen.

Guten Tag, Ich bin Ausdauer-Leistungssportler. Bei mir haben kurz nach der Booster-Impfung (1.2.2022) starke Symptome eingesetzt, welche mein Training zuerst beeinträchtigt und dann unmöglich gemacht haben. Ich habe alle möglichen Abklärungen gemacht. Fest steht, dass ich oft unregelmässige Herzrhythmen habe, v.a. in Ruhe (z.B. AV Block 2). Aber ansonsten scheint mein Herz gesund zu sein. Die Aerzte finden nichts rein klinisch 'Aussergewöhnliches' und empfehlen mir, wieder zu trainieren. Ich kann aber nicht trainieren, denn immer wenn ich trainiere, bin ich Studen danach völlig erschöpft. Ausserdem habe ich Symptome wie Schlafprobleme, ständigen Durst, manchmal Schmerzen im Brustbereich, starken Tinnitus und Schüttelfrost. Meine Fragen: – Kann ich Schadenersatz verlangen für die 3 Monate Wettkampf- und Trainingsausfall auf Grund dieser gravierenden Nebenwirkungen? Ich lebe teilweise vom Sport. – Welche wissenschaftlichen Grundlagen rechtfertigen die Vergabe einer Booster-Impfung an gesunde junge Leute mit starkem Immunsystem, ohne dass ihr Antikörper-Titer zuvor bestimmt wurden? Besten Dank für Ihre Antworten.

Anne Spaar: Es besteht die Möglichkeit, beim Bund ein Gesuch für Entschädigung und Genugtuung nach Impfschaden einzureichen, Es wird in jedem Einzelfall anhand der medizinischen Unterlagen geprüft, ob ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und aufgetretenen Symptomen/Schaden besteht. In solch einem Fall kann es zu einer Entschädigung kommen, wenn der Schaden nicht anderweitig gedeckt ist (subsidiäre Haftung). Weitere Informationen zu Entschädigung nach Impfschaden: Entschädigung und Genugtuung bei Impfschäden (admin.ch)

Ich habe starke SZ im Beine ,Arme Muskel,Sehne einfach überall , Vor 10 Tage hat Anfang Nacht Schmerzen im Augen.Vor 3 Tagen geschwollene Augen,Schmerzen Katastrophe Habe nur zwei Impfung gehabt. P.s Von 3 habe nich Angst,diese Probleme ich habe nicht gehabt bin ich ganz andere Mensch. Impfung Pfizer das warst.erste und letzte Impfung im mein leben.Was mache ich jetzt mit Auge,?.

Christoph Küng: Bitte wenden Sie sich vor einer weiteren Impfdosis an Ihren Hausarzt für weitere Abklärungen. Gute Besserung.

Telefoniere und schreibe von links nach rechts. Niemand will/kann mich verstehen/helfen. Bereits nach der 2. Impfung habe ich sehr viele Symptome gehabt, welche die gleichen wie bei einer Corona Erkrankung sind. Diese sind bis zur Booster Impfung nicht abgeklungen. 2 Wochen nach der 2. Impfung ging es mir noch schlechter. Hausarzt hatte zuerst Verdacht auf Rheuma (MRI, Röntgen). Kein Befund in dieser Richtung. 6 Wochen nach Booster fand Hausarzt es könnten Nebenwirkungen der Impfung (Moderna) sein. Damit war für ihn alles erledigt. Ich selber leide mittlerweile seit 11 Monaten unter Schwindelanfälle Müdigkeit, Konzentrationsschwäche Vergesslichkeit Gliederschmerzen, Hautausschläge, teilweise sank/sinkt Körpertemperatur auf 35 Grad ab über 2-3 Tage. BAG fühlt sich nicht zuständig. Kantonsarzt Kt FR auch nicht. Hausarzt auch nicht. Erhalte von ihm keine Überweusung ans Inselspital für weitere Abklärungen. Wo kann ich mich sonst noch Hinwendung und weitere Abklärungen machen?

Christoph Küng: Sie sind mit dem Hausarzt schon an der richtigen Anlaufstelle. Er kennt Sie am besten und kann bei Bedarf auch weitere Untersuchungen veranlassen!

Grüezi, Ich habe seit der Boosterimpfung von Mitte Januar Schmerzen im Oberarm/ Schulter und die Bewegungsfreiheit ist leicht eingeschränkt. Ich sehe einen direkten Zusammenhang mit der Impfung, da die Nebenwirkung am Arm nach dem Picks begann und blieb. Entzündungshemmende Medi vom Hausarzt haben keine deutliche Verbesserung gebracht. Ich hatte zuvor keinerlei Beschwerden. Da es den linken Arm betrifft, kann ich im Alltag zwar gut damit umgehen, möchte den Schmerz doch wieder loswerden. Im Internet habe ich dazu den Namen SIRVA gefunden. Wer kann mir helfen und welche Behandlungen sind empfehlenswert? Danke!

Christoph T. Berger: Um eine SIRVA zu diagnostizieren braucht es eine genaue Untersuchung des Armes/der Schulter und einen Ultraschall der Schulter und ggf. eine MRI. Dabei sucht man typische Veränderungen wie eine Schleimbeutelentzündung, eine Sehnenansatzentzündung oder eine Knochenerosion. Viele Ärzte/Ärztinnen kennen das Krankheitsbild nicht, eine Rheumatologin/Rheumatologe sollte Ihnen jedoch weiterhelfen können. Wenn Sie nicht zu weit weg von Basel sind können sie sich auch bei mir melden.

Warum lässt Puls keine Naturheilärzte zu Wort kommen??

Redaktion PULS: In der Sendung sind wir der Frage nachgegangen, wie schwierig es ist, Nebenwirkungen einer Impfung zuzuordnen und wie Betroffene auf der Suche nach Anerkennung sind. In diesem Kontext haben wir den Fachpersonen im dafür zuständigen Bereich der Infektiologie und Dermatologie kritische Fragen gestellt, Expertise und Einordnungen eingeholt sowie die verantwortlichen Personen bei den Behörden von Swissmedic zu Wort kommen lassen.

Guten Abend Ich war im September 2021 beim Augenarzt, alles war normal, 14 Tage spätter hatte ich meine 1. Covid Impfung, wieder 14 Tage später bemerkte ich dass mich beim Autofahren die Lichter der andern Autos stark blenden. Wieder 14 Tage später hatte ich die 2. Covid Impfung. 14 Tage nach der 2. Impfung bemerkte ich beim Betrachten vom Mond auf einmal den Mond im Doppel. Eine Notfallkons beim Arzt ergab ein akuter grauer Star im rechten Auge. Meine Sehschärfe war noch 40% bei der Kontrolle, vor der Impfung 100% Sind ihnen noch weitere Fälle bekannt, dass durch die Impfung ein grauer Star aufgetreten ist. Ich bin erst 55 Jahre alt, und weiss, dass vor der Impfung keine Anzeichen vom grauen Star zu sehen waren und meine Sehschärfe beidseits 100% war. Besten Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüsse

Christoph Küng: Grauer Star wurde wenn dann selten gemeldet. Es scheint mir sehr schnell nach der Impfung gegangen zu sein. Bitten Sie Ihren Hausarzt oder Ihren Augenarzt, Ihre Beschwerden Swissmedic zu melden. Gute Besserung!

Guten Abend. Meine Partnerin hatte 2 Mal Covid.Seit der Krankheit hat Sie Kopfschmerzen und schläft nur (Tagesmüdigkeit). Kann das Long Covid sein. Was kann man dagegen tun.

Christoph T. Berger: Die Symptome könnten zu Long-COVID passen, doch sollte sie sich sorgfältig abklären lassen um behandelbare Ursachen nicht zu verpassen. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt/Hausärztin. Es gibt unterdessen an vielen Spitälern auch Spezialsprechstunden für mögliche Long-COVID PatientInnen.

Warum muss ich bei der Covit Impfung unterschreiben, dass ich für Impfschäden die Verantwortung übernehmen muss? habe ich bei anderen Impfungen noch nie unterschreiben müssen.

Anne Spaar: Auch bei Covid-19-Impfstoffen kommen die üblichen Haftungsregeln zur Anwendung: Bei Impfschäden kommt eine Haftung des Impfstoffherstellers (a), der impfenden Person oder des Spitals (b) sowie subsidiär des Bundes (c) in Frage. Zu weiteren Ausführungen dieser komplexen Thematik siehe bitte FAQ «Entschädigung bei Impfschaden»

Ich habe seit der Impfung immer wieder und dauernd Muskelschmerzen. Kaum wechsle ich die Handtasche, gehe einkaufen oder nach dem Training. Es ist kein Muskelkater sondern Schmerzen. Im Herbst habe ich mich komplett untersuchen lassen um mittels Ausschlussverfahren sicher zu sein. Für mich war es klar, aber eben… Meine Frage, was kann ich machen (es ist sehr lästig) und ggf. zu welcher Facharzt wäre zuständig. Das man es auch ernst nimmt. Es ist lästig, dass jeder Arzt sagt, dass man es nicht bestätigen könne etc. bref, das was jetzt im Puls angesprochen wird. Besten Dank im voraus.

Christoph Küng: Es ist leider tatsächlich so, dass es bei gewissen Beschwerden schwierig ist eindeutig zu sagen, ob es die Impfung oder eine Covid-Erkrankung oder etwas anderes ist. Die Medizin lernt jedoch ständig dazu – ich hoffe wir wissen in ein paar Monaten wieder mehr.

Ich bekam Anfang Februar starkes Nesselfieber. Es trat zirka drei Wochen nach der Boosterimpfung auf. Seitdem muss ich Antihistaminika nehmen, sonst ist es nicht zum Aushalten. Welche Möglichkeiten gibt es, das dieses Nesselfieber nicht chronifiziert? Mein Hautarzt sagte mir, das käme eindeutig von der Boosterimpfung.

Christoph Küng: Ja dieser Zusammenhang zwischen dem Nesselfieber und dem Booster ist möglich. In den meisten Fällen ist das Nesselfieber nach 6-8 Wochen verschwunden. Gute Besserung!

Gluten Abend Nach meinen 3 Impfungen gegen COVID habe ich 2 Monate später sehr sehr starke Schmerzen am ganzen Knochenapparat bekommen. Ich kann mich nicht bücken/anziehen, liegen, aufstehen ist nur mit sehr starken Schmerzen möglich und Lympfen am Hals sind geschwollen. Blutprobe/Sonographie sind ok? (Bin sehr sportlich und positiver Mensch). Was meinen Sie?

Christoph T. Berger: Das lange Intervall zwischen der Impfung und dem Beginn der Symptome macht einen Zusammenhang zur Impfung unwahrscheinlich. Sie sollten die Schmerzen und die Lymphknotenschwellung jedoch rheumatologisch/immunologisch abklären lassen um eine Diagnose stellen zu können.

Nach meiner 2. und 3. Impfung sind jeweils Herzprobleme in Form einer Perikarditis aufgetreten. Die Nebenwirkungen der 3. beeinträchtigen mich (2 Monate nach der Impfung) noch heute. Bin in Behandlung und nehme Medikamente. Die vielen Abklärungen haben mich zwei komplette Franchisen gekostet. Insgesamt 5000.-. Ich habe vergeblich versucht herauszufinden ob es eine Kostenübernahme gibt. Leider ohne Erfolg, keine Stelle konnte auskunft geben. Die Rechnungen haben ein grosses Loch in meinen Ersparnissen hinterlassen. Eventuell finde ich auf diesem Weg eine Antwort. Vielen Dank!

Christoph T. Berger: Perikarditiden können mit den mRNA Impfungen assoziiert sein, können jedoch auch ohne vorherige Impfung auftreten und auch mehrere Schübe (Rezidive) machen. Es gibt Möglichkeit eine Entschädigung bei einem «Impfschaden» zu beantragen, doch sind Rückerstattungen von Franchisenzahlungen davon explizit ausgenommen. Entschädigung und Genugtuung bei Impfschäden (admin.ch)

Guten Abend, Nach der 2. Impfung ( Moderna ) schlief ich 24Std. Der Arm und alle Gliedmassen taten mir sehr weh. Dies verging nach 1 1/2 Tagen. Was zurückblieb war eine bleierne Müdigkeit welche mich mitten am Tag heimsuchte. Diese Symptome blieben bis zum Besuch beim Akupunkteur. Den Booster ( Moderna ) machte ich am 15.1.22. danach bekam ich die gleichen Symptome wie nach der 2. Impfung zusätzlich mit einer stark geschwollenen Armdrüse. Diese schwoll nach einer Lymphdrainage am 3. Tag endlich ab. Doch die bleierne Müdigkeit „ überfiel“ mich wieder. Manchmal am Morgen, manchmal am Nachmittag. Ich wusste manchmal kaum noch wie ich meine Arbeit als Lehrerin bewältigen sollte. Ich suchte wieder die Akupunktur auf. Der Therapeut sagte mir, dass mein Energiehaushalt auf dem Nullpunkt sei. Nun geht es mir zum Glück langsam wieder besser. Ich Moment bin ich mir nicht sicher, ob ich mich ein 4. Mal impfen lassen werde.

Christoph Küng: Das tut mir leid zu hören. Wie Sie bei einem allfälligen weiteren Booster reagieren würden, ist schwer zu sagen.

Guten Tag. Warum gibt es heute noch keine zentrale Anlaufstelle für Betroffene mit Impfnebenwirkungen? Warum wurden im Vorfeld der Impfkampagne die Hausärzte nicht von den Behörden informiert bezüglich möglicher Impfnebenwirkungen (die ja bereits aus den Studien bekannt waren) und dass diese gemeldet werden sollen und das bei einem völlig neuartigen Impfstoff?! Mein Hausarzt z.B. wusste nicht einmal, dass diese bei Swissmedic gemeldet werden können. Natürlich wurden meine Beschwerden dadurch auch deshalb nicht ernst genommen. Die Impfnebenwirkungen traten direkt nach der ersten Impfung auf, das war im April 2021.

Christoph Küng: Die Ärzte und Apotheker haben gegenüber Swissmedic sogar eine gesetzliche Meldepflicht für gewisse Nebenwirkungen! Die Informationen dazu finden sich auf der Homepage von Swissmedic. Für allfällige Therapien sind jedoch die Ärzte zuständig, dies ist die korrekte Arbeitsteilung.

Hallo , wir sowie unsere Kinder haben sämtliche Standardimpfungen gemacht. Unsere Eltern sowie wir wurden jeweils Informiert , das wenn jemand Krankheitssymtome wie Husten und Fieber hat sich nicht Impfen lassen sollte. Bei der Covid Impfung war nun alles anders , dort wurde einfach drauflos Geimpft. Früher hiess es auch , Impfe nie in eine Pandemie! Weshalb werden solche Kriterien komplett ausgeblendet?

Christoph Küng: Die Informationen zur Impfung wurden an die Impfzentren verteilt und die wichtigsten Punkte auch abgeklärt oder erfragt. Grundsätzlich sollte aber tatsächlich nicht in eine bestehende Infektion hineingeimpft werden – ausser die betreffende Person ist symptomlos, dann kann das passieren.

Guten Abend. Ich bin eine 32jährige gesunde Frau selbst im Gesundheitsbereich tätig und von der Impfung nach wie vor überzeugt. Nach der 1. Impfung litt ich an starker axillärer Schwellung, die nach der 2. Impfung noch stärker war und länger anhielt. Nach der Boosterimpfung litt ich an lokaler Rötung und Juckreiz (>5Frankenstück) und auf der Seite der Einstichstelle extreme Schwellung der Achsel und Brust. Es war von blossem Auge sichtbar und ich hatte mit Einsetzen der Schwellung ein anhaltendes Fremdkörpergefühl im Auge. 2 Tage nach Einsetzen ging ich in die Augenklinik, da es nicht mehr aufhörte. Diagnose: Schwellung der Talgdrüsen. Auf einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung wurde nicht eingegangen. Am 4. Tag war die Schwellung morgens im Achsel und Brustbereich weg und die im Auge auch. Frage: kennt man ähnliche Fälle? Und ich habe Respekt vor einer weiteren Impfung; um die ich wg meinem Beruf im Herbst dieses Jahres wohl kaum herum komme, da mein Körper jedes Mal heftiget reagierte. Vielen Dank für eine Rückmeldung.

Christoph Küng: Es ist schwierig zu sagen, wie Ihr Körper auf eine weitere Impfdosis reagieren würde. Wurden Ihre Beschwerden schon an Swissmedic gemeldet?

Können die Covid-Impfungen einen (ersten) Rheumaschub auslösen?

Christoph T. Berger: Es gibt Personen die im zeitlichen Zusammenhang (innert weniger Tage) Gelenkschmerzen entwickeln, welche länger als die ‘normalen Nebenwirkungen’ andauern. Ob die Impfung dabei eine ursächliche Rolle lässt sich nicht sagen. Bei Personen mit rheumatischen Erkrankungen treten Schübe zumindest nicht gehäuft auf. Ich empfehle, dass Ihr Arzt/Ärztin die Beschwerden an Swissmedic meldet. Für Ihre Behandlung hat es aktuell keinen Einfluss, ob es etwas mit der Impfung zu tun hatte.

Warum soll ein Antihistamin wirken bei Juckreiz? Ist das nicht eine Typ 4 Reaktion und man müsste Kortison geben? Aber das wäre whs nicht so gut bei der Impfung? Wäre ein topisches Cortison auch eher ungünstig?

Christoph T. Berger: Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin am Histaminrezeptor. Histamin wird nicht nur bei Allergien ausgeschüttet, sondern zB auch bei der Urtikaria (welche bei chronischen Formen in der Regel nicht allergisch bedingt ist). Juckreiz der durch ein “Histamin-Problem” verursacht ist spricht in der Regel auf Antihistaminika an. Es gibt auch andere Ursachen für Juckreiz, wie zum Beispiel eine Typ IV Allergie, welche durch T Zellen bedingt ist. Tatsächlich wird diese T Zell vermittelte Allergie/Hautausschlag mit Cortison behandelt (Salbe oder Tablette). Es ist also wichtig, dass eine klare ärztliche Diagnose gestellt wurde (zB Urtikaria oder Arzneimittelexanthem), damit die Richtige Behandlung verschrieben wird.

Sehr geehrte Damen und Herren Ich bin seit 9 Monaten von schweren Impfnebenwirkungen betroffen, die sich ähnlich wie Long Covid zeigen. Die LC Ärztin bestätigt den Verdacht auf Impfnebenwirkung, Spezialisten aus Kardiologie, Pulmonologie, Immunologie, Ophthalmologie haben diesen Verdacht ebenfalls geäussert. Wieso wurde noch keine Anlaufstelle für Betroffene geschaffen? All meine Anfragen bei BAG und EKIF blieben unbeantwortet, Swissmedic hat ebenfalls keine Auskunft über Bearbeitung solcher Berichte gegeben. Die Uni Marburg in Deutschland hat so eine Anlaufstelle geschaffen und ist komplett überfordert mit Anfragen. Diese Nachfrage besteht auch in der Schweiz. Besten Dank

Christoph Küng: Sie sprechen einen wichtigen Punkt an. Long Covid ist als Krankheitsbild (Covid-Erkrankung) nicht einfach zu definieren, und dies gilt auch dann wenn es in einer enormen Datenbank als mögliche Nebenwirkung identifiziert und beurteilt werden soll. Swissmedic ist zuständig für die Überwachung der Sicherheit dieser Impfstoffe. Alles andere – Anlaufstelle für Betroffene, Therapieempfehlungen usw. – sind nicht bei Swissmedic.

Guten Abend Bei der Durchführung der zweiten Impfung hat der Stich einen plötzlichen, elektrisierenden Schmerz im Oberarm ausgelöst. In der kommenden Nacht und den folgenden zwei Tagen schmerzte mir der Arm extrem, ausstrahlend bis in die Finger. Jetzt, fast vier Monate später, verspüre ich immer wieder stechende Schmerzen in diesem Oberarm, ausstrahlend bis in den Ellbogen. Kann dies noch mit der Imfung zusammenhängen?

Christoph T. Berger: Guten Abend. Ich empfehle Ihnen die Symptome von einer Neurologin/Neurologen untersuchen zu lassen um eine klare Diagnose zu stellen. Dies wird helfen Ihre Frage zu beantworten. Ich hoffe die Beschwerden verschwinden bald wieder ganz.

+++ Eine Frage habe ich nicht, aber eine Erfahrung: Vor einem Jahr war ich Corona positiv. Aufgrund meines Alters konnte ich mich in dieser Zeit noch gar nicht impfen lassen. Die Symptome waren alle Bekannten, aber in milder Form und nach 10 Tagen Isolation komplett abgeklungen. Ganz anders nach den mittlerweile insgesamt 3 (Moderna) Impfungen! Während mind. 48-60h habe ich (jedesmal!!) unter den bekannten Nebenwirkungen mehr gelitten, als bei der Corona-Erkrankung selbst!! Da fragt man sich schon, was solch brutale Impfungen sollen, zumal ich überzeugt bin, dass eine durchgemachte Infektion besser schützt als diese Impfstoffe es je vermögen! Durchseuchen wäre wohl das Beste gewesen! +++

Ich hatte anfangs Juli 2021 die 2. Impfung.Wenige Tage später setzten massive (Einschlaf-)Störungen ein, welche in einer Erschöpfungsdepression und einem Klinik Aufenthalt muendeten. Ist es theoretisch möglich, dass dies von der Impfung kommt? Ich bin 41, sportlich, Ernährung sehr Grund, schlank. In der Zwischenzeit geht es mir etwas besser. Hatte zwischenzeitlich auch massive Magen Darm Probleme und Kreislauf. Jetzt ist habe ich “nur” noch Brain fog , alle paar Nächte wieder mal Schlaf Probleme und temporäre depressive Phasen. Dazwischen auch wieder sehr gute Tage und Nächte. Ich stehe vor einem Rätsel. Gehe nun auch noch zu einem Neurologen.

Christoph Küng: Es ist gut dass Sie sich in ärztlicher Behandlung befinden, eventuell kann der Neurologe weiterhelfen. Erschwerend ist in solchen Situationen die Tatsache, dass man manchmal die Symptome einer Covid-Erkrankung nicht von vergleichbaren – seltenen – Impfreaktionen unterscheiden kann. Behandelt werden muss das aber so oder so.

Guten Abend. Ich hatte bereits nach den ersten beiden Impfungen (April und Mai) einen Ausbruch von Nesselfieber. War bei mir bereits vor 15 Jahren bekannt, verschwand dann aber wieder. Ganz sicher war ich nicht, ob es von der Covid Impfung kam. Vom Dermatologen bekam ich Bilaxten, womit ich mit der Höchstdosis von 80mg Ruhe hatte. Ca. Ende Oktober verschwand die Urtikaria, trat dann im Dezember kurz nach dem Booster wieder auf. Bin mir nun sicher, dass es von der Impfung kommt. Aktuell bin ich mit 1xtgl. Cetallerg Beschwerdefrei, solange ich diese nicht vergesse. Bereits mit 1 vergessener Tablette bin ich wieder von Juckreiz und Quaddeln geplagt. Macht es Sinn, das Ganze nochmals dermatologisch abzuklären oder kann ich die Antihistaminika problemlos weiter nehmen? Wie lange wäre dies tolerierbar?

Christoph T. Berger: Ähnliche Fragen wurden bereits von anderen Personen hier gestellt. Die Antihistaminika können Sie problemlos auch über längere Zeit so einnehmen. Urtikariaschübe können sowohl nach/bei COVID wie auch nach der Impfung auftreten. Wenn die Urtikaria sehr rasch nach der Impfung kommt kann es eine Allergie sein. Bei den meisten Betroffenen kommt die Urtikaria jedoch erst nach Tagen. Der Mechanismus wird erforscht, ist aktuell noch nicht klar. Bei Ihnen scheint der Auslöser klar. In Anbetracht künftiger COVID Impfungen wäre es sinnvoll, wenn sie sich von einer Allergologin/Allergologen beraten lassen.

Guten Abend Meine Frau bekam am 16.10.2021 die zweite Impfung. Seither ist sie sehr oft müde, ja teilweise richtiggehend erschöpft. Der Hausarzt meint es käme nicht von den Impfungen und verabreichte ihr B12 Spritzen und eine Eiseninfusion. Das Resultat hat sich aber noch nicht verändert. Ich denke der Hausarzt kann uns nicht weiterhelfen. Wohin können wir uns wenden und gibt es bekannte Gegenmassnahmen zur Bekämpfung der Müdigkeit?

Christoph Küng: Das könnte mit der Impfung zusammenhängen, muss aber nicht. Die Erschöpfung sollte nicht so langanhaltend sein. Bitte klären Sie dies weiterhin mit dem Hausarzt ab. Gute Besserung!

Guten Abend Booster-Impfung mit Moderna am 19.12.2021, nach 6 Tagen Bauchkrämpfe für etwa eine Woche und Appetitlosikeit, und für mehr als einen Monat extreme Müdigkeit und komplette Erschöpfung , ich konnte fast nur noch liegen. Dann hat es sich langsam wieder verbessert. Könnte das eine Nebenwirkung der Impfung sein? Wenn ja, wird es bei einem allfälllgen zweiten Booster wieder so schlimm oder schlimmer? Erste zwei Impfungen ohne Nebenwirkungen. Besten Dank

Christoph Küng: Aufgrund dieser Informationen ist es schwierig zu sagen, welchen Anteil die Impfung an Ihren Beschwerden hatte. Müdigkeit und Erschöpfung sind aber bekannte Nebenwirkungen der Impfung, und auch mögliche Symptome der Erkrankung. Es ist schwierig vorherzusagen, wie Sie auf einen weiteren Booster reagieren würden.

Wie wird der Beweis erbracht, dass eine Herzmuskelentzündung von der Impfung ausgelöst wurde? Erhalten Personen, die nach einer Impfung eine Herzmuskelentzündung erlitten haben Schmerzensgeld oder eine Entschädigung?

Anne Spaar: Es besteht die Möglichkeit, beim Bund ein Gesuch für Entschädigung und Genugtuung nach Impfschaden einzureichen, Es wird in jedem Einzelfall anhand der medizinischen Unterlagen geprüft, ob ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und aufgetretenen Symptomen/Schaden besteht. In solch einem Fall kann es zu einer Entschädigung kommen, wenn der Schaden nicht anderweitig gedeckt ist (subsidiäre Haftung). Weitere Informationen zu Entschädigung nach Impfschaden: Entschädigung und Genugtuung bei Impfschäden (admin.ch)

Guten Abend, ich selber bin seid kurz nach Boosterimpfung krank . Nun schon über 2 Monaten. Starke Herzbeschwerden , Gewichtsverlust 18 Kg , ständig müde, jedoch auch starke Schlafstörungen , bin schon bei div. Ärzten in Untersuchung …. Leider wird man eben erst spät ernst genommen , wenn man sagt, es könnte von der Impfung sein….. man kann es auch bei Biontech melden, bekommt aber leider keine Antwort! Mir ist bewusst das es Nebenwirkungen geben kann, jedoch finde ich es sehr schade, das man keine Informationen bekommt! Wie lange geht dieser Zustand weiter? Was kann man machen? Wie findet man raus , was für welche Krankheit entstanden ist? Kennt man da schon überhaupt was?

Christoph T. Berger: Wichtig ist, dass alle möglichen Nebenwirkungen nach einer Impfung (oder einem Medikament) an Swissmedic (durch Ihre ÄrztInnen) gemeldet werden. Die von Ihnen beschriebenen Symptome sollen sorgfältig abgeklärt werden und wenn möglich behandelt werden. Wenn ein Symptom oder eine Erkrankung gehäuft auftritt nach einer Impfung (also häufiger als bei nicht-geimpften) so wird dies untersucht. Dabei ist es wichtig mehrere Patienten mit dem gleichen Symptom/Diagnose zu untersuchen und am Besten im Rahmen von Studien.

Guten Tag. Warum werden die Impfnebenwirkungen so lückenhaft, man könnte auch sagen mies und unwissenschaftlich erfasst? Besteht gar kein Interesse daran, die Wirkungsweise der mRNA-Impfungen seriös zu evaluieren? Werden wir Schweizer Bürger jemals die Resultate dazu erfahren – unbeschönigt?

Christoph Küng: Danke für diese wichtige Frage. Swissmedic hat wie alle Länder ein gut etabliertes Spontanmeldesystem welches auch seltene Nebenwirkungen wie Myokarditis – Herzmuskelentzündungen – entdeckt hat. Dies ist wichtig weil in den klinischen Studien die seltenen Nebenwirkungen manchmal nicht gefunden werden können. Ansonsten liegen Ihnen jedoch alle Informationen seit über einem Jahr vor: Sowohl die Arzneimittelinformation auf www.swissmedicinfo.ch wie auch die Berichte zu den Verdachtsmeldungen auf der Homepage von Swissmedic. Der nächste Bericht (Nr. 24) erscheint am Abend des 08.04.

Guten Abend Ich lies mich im Juli letztes Jahr gegen Corona Impfen. Nach zwei Wochen bemerkte ich immer mehr, dass mit meinen Hormonen nicht mehr so stimmen. Meine Befürchtungen beweisen dieses auch und ich leide von da an in Impotenz. Als ich meinen Hausarzt angesprochen habe auf mein Anliegen, meine er nur das es mein Alter von 55 Jahren zu tun habe und nicht an der Impfung. Er verschrieb mir die blauen Pillen. Diese Entscheidung und meine Frage ob es an der Impfung beschäftigt mich sehr. Können Sie mir bitte erklären ob das möglich sein kann, dass ich wegen der Impfung an diese Symptome leiden muss.

Christoph Küng: Impotenz wurde bisher nur selten als Nebenwirkung auf die Covid-Impfung gemeldet. Für diese Beschwerden gibt es viele mögliche Erklärung. Wir wissen jedoch, dass die Impfung keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, die Schwangerschaft oder das ungeborene Kind hat.

Guten Abend, am 20. Jan. 22 hatte ich die Booster-Impfung (Moderna). Keine grossen Nebenwirkungen ausser einen kleinen Hautausschlag am Oberschenkel (trat nach ca. 1 Woche auf für ca. 1 Monat). Nun habe ich 2 Mte später einen Aussschlag am Hals (Nesselsucht, etwas mehr als handgross) bekommen. Hatte ich bisher noch nie. Auch der kleine Hautauschlag am Oberschenkel ist wieder da. Kann es nach dieser Zeit einen Zusammenhang mit einer Allergie (wäre mir bisher aber nicht bekannt) und den Wirkstoffen der Impfung geben? Das ev. eine Allergie, die bis jetzt nicht ausgebrochen ist, nun durch die Impfung auftritt? Auch der Hausarzt hat als erstes gefragt, ob ich die Covid-Impfungen hatte. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und schönen Abend.

Christoph T. Berger: Die Zeit ist tatsächlich zu lange um einen Zusammenhang der Hautreaktion am Hals und der Impfung herstellen zu können. Lassen sie sich am Besten dermatologisch untersuchen, ob es sich um eine andere Hauterkrankung handeln könnte. Es ist auch wichtig ihre ganze Krankengeschichte genau aufzunehmen. Es gibt zB auch Allergien auf Schmerzmittel, welche sich mit kleinen Hautausschlägen äussern können.

Grüezi, Bisher sind uns keine Statistiken zu den aufgetretenen Nebenwirkung bekannt. Wieviele Meldungen wurden seit Pandemiebeginn (letzte 2 Jahre) gemeldet und wie sind diese quantitativ klassiert (leicht bis schwer) worden? Existieren Abschätzungen zur Dunkelziffer, dass Nebenwirkungen gar nicht gemeldet wurden, wie hoch wird diese geschätzt? Besten Dank.

Christoph Küng: Swissmedic hat seit Beginn der Impfaktion schon 23 Berichte zu gemeldeten Nebenwirkungen veröffentlicht, zuletzt am 11.03.2022. Der nächste Bericht ist für den 08.04. abends vorgesehen. Die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Impfreaktionen lässt sich kaum abschätzen. Aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema geht Swissmedic davon aus, dass mehr Meldungen gemacht werden wie sonst üblich.

Guten Tag. Bei mir wurde letzten Sommer eine unspezifische Lymphadenitis festgestellt (erbsengrosse schmerzlose Knoten im Nacken, Operation mit Gewebeuntersuchung). Die drei kleinen Knoten im Nacken sind noch immer da. Dass sie schon nach der Impfung aufgetaucht sind und mir erst ein paar Monate später aufgefallen sind, lässt sich nicht ausschliessen. Gibt es bekannte Fälle von Lymphadenitis nach der Impfung?

Christoph Küng: Es hat schon Meldungen zu Lymphadenopathien gegeben. Bitten Sie Ihren Arzt, Swissmedic Meldung zu machen.

Beim Formular von Swissmedic für die Meldung von Beeinträchtigungen von Impfnebenwirkungen muss entweder «war schwerwiegend» oder «war nicht schwerwiegend» angekreuzt werden. Nur schon die Formulierung mit «war» stimmt für mich nicht, wenn die Impfbeeinträchtigung noch nicht behoben ist. Wenn ich dann «war schwerwiegend» ankreuze, muss ich noch den Grund angeben. Es gibt deren drei zum auswählen: «war lebensbedrohlich», «führte zum / verlängerte Spitalaufenthalt», «führte zum Tod». Nun zu meiner Frage: Wie wird eine Impfbeeinträchtigung erfasst die eine dauernde Beeinträchtigung (seit 9 Monaten Belastungsintoleranz) zur Folge hat, aber kein Spitalaufenthalt notwendig war? Wo erscheine ich dann in der Statistik, wenn ich schwerwiegend ankreuze, aber keinen Grund nennen kann, da ich weder Tod bin, noch im Spital war, noch lebensbedroht bin/war? Führt man mich dann unter den nicht schwerwiegenden oder unter den schwerwiegenden Fällen oder tauche ich dann gar nicht auf in der Statistik?

Christoph Küng: Die Definition «schwerwiegend» beinhaltet: lebensbedrohend oder Tod, Hospitalisation bzw. Verlängerung des Spitalaufenthalts, bleibende Schädigung oder Behinderung, (angeborene) Schädigung eines Neugeborenen, «Medizinisch wichtig / vorübergehend schwer beeinträchtigt» (= medizinische Intervention erforderlich). Die meldenden Personen nehmen die Einteilung in «nicht schwerwiegend» oder «schwerwiegend» selber vor. Direkt Betroffene melden Swissmedic oft «schwerwiegende Nebenwirkungen», welche gemäss internationalen Definitionen nicht schwerwiegend sind. «Schwer» bedeutet nicht «schwerwiegend». Betroffene kennen die Schweregradkriterien meistens nicht. So kann mehrtägiges Fieber, welches für Betroffene extrem unangenehm – aber nicht gefährlich – ist, vom Betroffenen als «schwerwiegend» eingestuft werden. Melden Sie es bitte, wie Sie es empfinden.

Ich hatte 10 Tage nach der 2.Impfung (Moderna) einen roten, juckenden Arm, dieser beruhigte sich aber nach ca.1 Woche wieder. 10 Tage nach dem Booster hab ich am ganzen Körper Nesselsucht bekommen, meine Ärztin hat mir Antihistamin verschrieben, was gut hilft. Der Booster ist nun aber schon 3 Monate her und ich brauche immer noch alle 4 Tage eine Antihistamintablette weil die Nesselsucht zurückkehrt. Wie lange kann ich Bilaxten noch nehmen? DANKE

Christoph T. Berger: Was sie beschreiben ist nach der 2. Dosis eine Lokalreaktion. Diese sagt nicht voraus wie jemand auf weitere Dosen reagiert. Die Reaktion nach der 3. Dosis entspricht wohl einer chronische Urtikaria (>6 Wochen an der Mehrheit der Tage Urtikaria). Die Ursache ist nicht bekannt. Wegen der Häufung nach der Boosterimpfung ist ein Zusammenhang mit der Impfung wahrscheinlich (zB dass die Impfung eine Urtikaria anschiebt bei Personen mit einer entsprechenden Veranlagung. Die chronische Urtikaria ist jedoch auch ohne Impfung vorher etwas sehr häufiges. Die Behandlung kann Monate oder auch Jahre dauern. Meist schwächen sich die Symptome nach ein Paar Monaten ab und die Antihistaminikadosis kann langsam reduziert werden. Auch wenn sie es über Monate so hoch dosiert nehmen müssen gibt es jedoch keine Sicherheitsbedenken. Bleiben Sie geduldig und ich hoffe es geht Ihnen bald besser.

24h nach der ersten Moderna Impfung hatte ich brennende Schmerzen im Rachen, bis runter in die Speiseröhre und Brustbereich. Tagelang zog es sich hin, nach ca 1 Woche dachte ich an einen Infarkt, da die Ausstrahlung bis in den Arm ging und es in der Herzregion brannte. EKG etc ergab alles keinen Befund. Nach 3 Monaten dann Verdacht auf Reflux, wurde mit einer Magenspiegelung leicht bestätigt. Nach 2 Monate Therapie mit einem PPI Hemmer keine Besserung, Reflux wurde gesagt, hätte dadurch deutlich besser werden sollen. Also keine feste Diagnose.. Wie lange kann so eine Nebenwirkung anhalten, was könnte nützen und was könnte sonst noch die Ursache sein?

Christoph Küng: Reflux wäre keine klassische Nebenwirkung der Covid-Impfung. Aufgrund der vorliegenden Informationen kann auch eine bestehende Grunderkrankung nicht ausgeschlossen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt damit er Meldung an Swissmedic macht.

Ohnmacht nach Boosterimpfung? Ich w. 60: 2 Impfungen ohne Nebenwirkungen vertragen (Moderna). 12 Std nach Boosterimpfung Schmerzen im Impfarm, Oberkörper und Schultern, Schüttelfrost, mir wird schlecht, auf dem Weg zur Toilette kippe ich von einer Sekunde auf die andere um und so schnell, dass ich mich nicht halten kann und mir den Kopf ziemlich aufschlage und erwache kurz und werde nochmals Ohnmächtig für 1-2 Min. Am anderen Tag alles wieder ok bis auf die starken Beulen und Schürfwunden. Jetzt habe ich Angst vor zukünftigen Coronaimpfungen, was schlagen Sie vor? Herzlichen Dank für eine kurze Antwort.

Christoph T. Berger: Sie sollten sich betreffend dem Bewusstseinsverlust abklären lassen. Vermutlich haben die ‘normalen’ von Ihnen beschriebenen Nebenwirkungen bei Ihnen zu einem Schwächezustand geführt, doch sollte man gefährliche Ursachen ausschliessen. Dass es 12 Stunden nach der Impfung war macht eine allergische Reaktion extrem unwahrscheinlich. Aber lassen sie sich von einer Allergologin/Allergologen vor der nächsten Dosis beraten. Es wird sicher einen Weg geben, sie auf sichere Art und Weise nochmals zu Impfen.

Seit 2. Impfung (Mai 21) sind mir Symptome à la Corona aufgefallen, welche bus heute andauern. Hausarzt meinte im Jan. 22, dass es tatsächlich Nebenwirkungen der Impfung+ Booster (Dez. 21) sein können. Damit war das Thema für ihn abgehandelt. Gliederschmerzen, Vergesslichkeit Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Hautausschlag, extreme Müdigkeit sind weiterhin vorhanden. Wo erhalte ich weitere Hilfe? Hören die Symptome irgendwann einmal auf? Hatte 1994 bereits eine allergische Reaktion auf eine Impfung. Ist Hausarzt bekannt.

Christoph T. Berger: Sprechen Sie noch einmal mit Ihrem Hausarzt. Eine Abklärung bei einem Immunologen/Immunologin oder einem Allergologen/Allergologin kann helfen die Symptome zuzuordnen und Sie können sich betreffend weiteren Impfungen beraten lassen.

Seit der Boosterimpfung leide ich an Nesselfieber. Dieses dauert nun schon 2.5 Monate an. Als die Symptome erstmals auftraten, war ich beim Arzt und nahm ein Antihistaminikum aufgrund des sehr starken Juckreizes. Da ich ansonsten selten krank bin, habe ich bei der KK die höchste Franchise gewählt. Wer bezahlt nun die ärztliche Behandlung dieser Impfnebenwirkung? Vielen Dank für die Antwort

Anne Spaar: Grundsätzliche zahlt hier die Krankenkasse die Behandlungskosten, ausgenommen der Franchise und dem Selbstbehalt.

Ich hatte im Februar 2021 Covid und hatte mit einigen Nachwehen zu kämpfen (Kurzatmigkeit, Herzrasen, Erschöpfungszustände). Im August 2021 habe ich mich impfen lassen (1 Dosis Pfizer), was die Symptome aber verstärkte resp. neue zum Vorschein brachte (kognitive Probleme, Angstzustände). Ich konnte ab Oktober einige Zeit nicht mehr arbeiten, bin nun aber wieder auf dem Weg zur Besserung (momentan noch 40% krankgeschrieben). Falls es wieder auf eine Zertifikatspflicht herausläuft, ist für mich nicht klar, ob ich mich impfen lassen werde. Ich würde mich gern eingehend beraten lassen. Meine Hausärztin empfahl mir ganz klar den Booster und sieht keinen Zusammenhang zwischen der Impfung und der Verschlechterung meines Zustands ab Herbst – ich aber schon. An welche Stelle kann ich mich sonst wenden?

Christoph Küng: Es ist manchmal schwierig zu beurteilen ob solche Beschwerden die Folge einer bestehenden Erkrankung sind, oder durch ein Medikament oder eine Impfung. Im Falle der Covd19-Impfung geht es aber nicht bloss um ein Zertifikat, sondern zuerst um den möglichst guten Schutz vor einer Erkrankung welche öfters tödlich verlaufen ist, und nicht bloss bei betagten oder kranken Menschen!

Guten Abend Das Covid Virus ist bis heute im Labor nicht isoliert. Die Impfung gibt dem Immunsystem also keine exakte Aufgabe. Was wissen Sie darüber, wie die Impfung also das Immunsystem stresst und so die Menschen krank werden? Kurz: welche schädigenden Wirkungen auf das Immunsystem hat die Impfung? Vielen Dank

Christoph Küng: Die Nebenwirkungen der Impfung finden Sie immer aktualisiert auf www.swissmedicinfo.ch, das gilt auch für das Immunsystem. Grundsätzlich hat man nach Milliarden Impfdosen weltweit bestätigt, dass der Stress für das Immunsystem mit der Erkrankung viel grösser ist wie mit der Impfung.

Ich hatte meine 2.Impfung am 5. Mai 2021. Anfangs Oktober bekam ich Herpes Zoster und Urtikaria. Leide seither auch an einer Gefässverengung im linken Bein. Ist es möglich, dass diese Beschwerden von der Impfung herrühren?

Christoph T. Berger: Urtikaria und Herpes Zoster sind beides relativ häufige Erkrankungen und beides ist nach der Impfung etwas häufiger als ohne Impfung. In der Regel treten diese Reaktionen im Zusammenhang mit der Impfung innert Tagen bis maximal 3 Wochen nach der Impfung auf. Der zeitliche Abstand von 4-5 Monaten schliessen einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Beschwerden aus . Eine Gefässverengung hat andere Ursachen und kann mit der Art wie die Impfung funktioniert nicht erklärt werden.

seit einer heftigen grippe (influenza) hatte ich folgeprobleme. seitdem habe ich bei impfungen immer stärkere reaktionen mit v.a. müdigkeit. nur bei der corona-impfung wurde es heftig: johnson&johnson führte zu stress, beinahe kreislaufzusammenbruch und herzbelastung am folgetag, und pantoprazol und einer schilddrüsenüberfunktion, die versteckt vorher schon da war. das ging über 3 Monate so. mit Melisse hochdosiert ging es dann weg. dann kam die grippeimpfung und seither bindegewebsprobleme und harnwege. dann kam die pfizer-impfung. wieder kreislaufprobleme und erhöhte lichtempfindlichkeit, war zwar vorher schon da aber schwach. jeweils 3 monate nach impfung kamen psychische erkrankungen wieder. belastbarkeit ist seitdem auch niedriger, was nach influenza länger so war. jetzt ist die überlegung 3. impfung ja nein und welcher impfstoff hat am wenigsten reaktionen. ein arzt empfahl mir sogar eine kinderdosis zu nehmen.

Christoph T. Berger: Ich empfehle Ihnen sich von einem Immunologen/Imunologin oder ImpfexpertIn zu beraten. Ihre Beschwerden scheinen komplex und müssen sorgfältig angeschaut werden um die Bestmögliche Strategie zu finden, wie sie sich künftig impfen lassen sollen.

Guten Tag Ich bin 3x geimpft mit Biontech/Pfizer. Erste 2 Impfungen gut vertragen, beim Booster 2 Tage flach gelegen, dann1 Tag euphorisch, ab 4. Tag Beginn eines starken Muskelverlusts & Leistungsabbaus. Bin 64, Blutwerte sehr gut, habe auch Autoimmunerkrankung (Misch-Kollagenose). In den 2 Monaten vor dem Booster habe ich noch einen Muskel- & Leistungsaufbau machen können, nach dem Booster gings schnell bergab (innert 2 Wochen 15%), in 3 1/2 Monaten seit Booster Muskelverlust von mind. 5-6 kg. Musterverlust am ganzen Körper, auch in den Beinen, obwohl ich mind 50km in der Woche zügig gehe. Kann es auch eine Wechselwirkung geben zwischen Impfung und Autoimmunsuppressiva (Xeljanz, ebenfalls von Pfizer). Vielleicht haben Sie darauf eine Antwort? Besten Dank und freundliche Grüsse

Christoph T. Berger: Guten Abend. Das ist eine sehr spezifische Frage, welche Sie am Besten mit Ihrem behandelnden Ärzteteam besprechen. Eine Wechselwirkung zwischen dem Xeljanz und der Impfung halte ich jedoch für sehr unwahrscheinlich. Die Auswirkung der Stimulation der Impfung auf Ihre Grunderkrankung und die Aktivität Ihrer Grunderkrankung können Ihre Ärzte/Ärztinnen sicher beurteilen.

Guten Abend Als ich die 3. Impfung (Booster) erhielt, spürte ich beim Einstich der Spritze gleichzeitig auf der rechten Seite auf der Kopfhaut ein leises Kribbeln (Kräuseln). Diese «Gefühl» habe ich seither immer wieder. Es ist kein Schmerz, sondern einfach das Kribbeln (Kräuseln) auf der Kopfhaut. Da ich sowieso immer wieder Spannungskopfschmerzen habe, ging mein Hausarzt nicht auf das Kribbeln ein. Muss ich das abklären lassen und wenn ja, bei welchem Facharzt? Neurologe? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Christoph Küng: Eine solche Sofortwirkung gleichzeitig mit dem Einstich kann ich mir fast nicht vorstellen. Bitte sprechen Sie das bei Gelegenheit noch einmal beim Hausarzt an, wenn es nicht verschwindet.

Wie lange dauert, bis das Hormonhaushalt sich wieder «einpendelt» nach Impfung und/oder nach Covid-Erkrankung? Kann eine mittelfristige Leistungsschwäche in der Arbeit oder im Sport durch die Impfung verursacht werden? Kann die Impfung ohne Krankheitssymptome das Wohlbefinden beeinflussen? (Gereiztheit, schlechte Laune, etc.)

Christoph Küng: Zur Beantwortung fehlen leider einige Angaben. Bspw. in der Gynäkologie ist es so, dass nach Impfung leichte Zyklusverschiebungen beobachtet wurden. Nach ein paar Monaten haben sie sich jedoch wieder normalisiert. Grundsätzlich kann jede Infektion und jede Impfung den Körper bspw. via Immunsystem beeinflussen. Das sollte sich jedoch nach einiger Zeit legen.

Meine Mutter, die ihr Leben lang nie ein Thema mit Hautausschlägen gehabt hat, leidet seit kurz nach der 2. Impfung, also mittlerweile länger als 1/2 Jahr an Nesselfieber am ganzen Körper. Trotz umfangreichen Untersuchungen wurde keine andere Ursache gefunden. Der unerträgliche Juckreiz, der schlafen fast verunmöglicht hat sowie die roten Pusteln am ganzen Körper inklusive im Gesicht, können bisher nur durch 3x tägliche Einnahme von Tabletten halbwegs unter Kontrolle gebracht werden. Sobald sie die Tabletten reduziert kehrt das Nesselfieber mit voller Stärke zurück. Trotzdem haben sich alle beteiligten Ärzte geweigert, den bleibenden Impfschaden zu melden. Einige reagierten richtiggehend aggressiv auf den Hinweis, dass die sowas vor dem Impfung ihr ganzes Leben lang noch nicht gehabt hat, und fragten sie, ob sie sich absichtlich kratzen würde. Keine Heilung, kein Schadenersatz, niemanden interessiert es. Was kann man noch tun? Sie wird kaum ein Einzelfall sein?

Christoph Küng: Zu Nesselfieber habe ich schon vorgängig Stellung bezogen. Für die beobachteten Fälle von Nesselfieber besteht eine gesetzliche Meldepflicht für Ärzte und Apotheker. Sollte sich der Hausarzt oder der kontaktierte Spezialist weigern, Swissmedic Meldung zu erstatten, so können Sie uns auch direkt melden, die Angaben finden Sie auf der Homepage von Swissmedic. Gute Besserung an Ihre Mutter!

Guten Abend Ich habe Mitte Januar die sog. Booster-Impfung erhalten. Seit Mitte Februar sind meine Sehnen einseitig am Fuss entzündet. Mein Arzt hat mir gesagt, dass dies eine Nebenwirkung der Covid-Impfung sein könnte – gibt es dazu Daten? Danke für eine Antwort

Christoph T. Berger: Sehnenentzündungen sind ein häufiges Problem und kommen oft durch Überlastungen. Die Impfung sollte dies nicht machen, aber es gibt immer wieder Menschen, die von Gelenkschmerzen oder Entzündungen berichten, welche länger als die üblichen maximal 5-7 Tage andauern. Es ist möglich, dass bei einer entsprechenden Veranlagung die Impfung eine Entzündung fördern könnte. Die Behandlung wäre die Selbe (anti-Entzündliche Salbe oder Tabletten).

Guten Abend Nach dem Booster mit Moderna Mitte Januar hatte ich juckende Hautausschläge, Herpes und Tinnitus. Die Hautprobleme sind unterdessen verschwunden, der Tinnitus war zwischendurch mal schwächer, kurz mal fast ganz weg, aber jetzt wieder da. Der HNO-Arzt meinte im Januar da kann man nichts machen. Gibts da evt. Erfahrungsberichte, ob der Tinnitus nach dem Booster wieder verschwindet? Haben sie mir einen Tipp, was ich dagegen tun könnte? Da wäre ich sehr dankbar.

Christoph T. Berger: Sowohl Hautausschläge, wie Herpes Infektionen können nach der Impfung auftreten. Die Hautausschläge verschwinden in der Regel innert Tagen bis Wochen. Tinnitus ist nicht eine typische Nebenwirkung, aber selbst wenn, wären die Behandlungsansätze die Gleichen. Sprechen Sie mit Ihrem HNO Arzt. Viele HNO Kliniken haben Spezialsprechstunden für Tinnitus PatientInnen

Guten Tag Bin 64 Jahre alt, 3 Mal geimpft und hatte besonders nach der zweiten und dritten Impfung schwere Nebenwirkungen, wie Fieber, grosse Müdigkeit und in den Ohren während 2, 3 Tagen ein Summen und grosses Rauschen. Was mir seit den Impfungen auffällt, dass ich sogenannte Gedächtnis-Probleme habe. Das zeigt sich, dass mir einfache Wörter einfach nicht mehr einfallen oder ich recht Hirnen muss bis mir das passende Wort wieder einfällt, was vor der Impfung nie der Fall war. Es kann natürlich auch sein, dass ich den Covid-19 Virus erwischt habe und dies gar nicht bemerkt hätte und das diese Gedächtnis-Probleme auf diese Ursache zurückzuführen wäre. Was meinen Sie dazu?

Christoph Küng: Sie sprechen einen wichtigen Punkt an. Es ist manchmal schwer zu sagen, ob beobachtete Beschwerden durch eine Grunderkrankung bedingt sind (die sich verschlimmert hat), oder durch eine Covid-Erkrankung (ob bemerkt oder nicht), oder durch die Impfung selber. Gelegentlich wurde wahrscheinlich sogar in eine unbemerkte Covid-Erkrankung hineingeimpft. Bitte mit dem Arzt abklären – und gute Besserung!

Sehr geehrtes Team Warum werden den Patienten an vielen Fachstellen verschiedene Diagnosen angehängt und nicht klar gesagt, dass es eine Nebenwirkung ist? Ich arbeite in einer Allgemeinpraxis und sehe täglich Patienten, welche Leiden oder Probleme haben, die nach der Impfung oder Booster aufgetreten sind, aber nicht als solches wahrgenommen werden. Dasselbe in Spitäler, wo die Patienten zu uns retour kommen. Zwei Beispiele: Eine Patientin, 32 Jahre, hat zwei Wochen nach Booster extreme Müdigkeit so dass sie sich entschliessen muss, die Ferien abzubrechen. Dreieinhalb Wochen nach dem Booster erkrankt sie an Corona. Die Ärzte haben ihr nun die Diagnose Post Covid gegeben, obwohl die Müdigkeit und Schwäche etc. schon vor der Erkrankung Covid bestand. Es wird ihr gesagt, dass es wohl psychosomatisch sei.... Seit Anfangs Jahr bis heute konnte diese Patientin nicht arbeiten, schläft 95% ihres Tages und Nacht. Arbeitsversuch auf 1.7. geplant. Anderes Beispiel: Nachbar, 59 Jahre, topfit, sportlich, keine Vorerkrankungen. Zwei Wochen nach dem Booster Zusammenbruch in der Dusche, Lungenembolie. Es konnte nur noch der Tod festgestellt. werden. Ich könnte Ihnen noch x- solcher Geschichten aufzählen. Ich finde es einfach unerträglich, dass mit aller Mühe die Impfnebenwirkungen kleingeredet werden und gar nicht in Betracht gezogen wird, dass es die Impfung sein könnte. Meiner Ansicht werden die meisten Impfnebenwirkungen nicht gemeldet.....

Christoph T. Berger: Danke für Ihre Frage. Es tut mir leid zu hören, wenn sich die PatientInnen nicht ernst genommen fühlen. Es gibt leider keinen Test, der sagt, ob etwas von der Impfung kommt oder nicht. Wichtig ist, dass Ärztinnen Nebenwirkungen welche aussergewöhnlich sind melden, damit mögliche neue Signale erkannt werden. In den Studien zur Impfsicherheit waren zB Lungenembolien nicht häufiger in den Geimpften Personen. Aber Lungenembolien traten auch, auch bei Placebo. Wenn eine Häufung einer Nebenwirkung auftritt wird dies jedoch als Signal weiter abgeklärt.

Guten Tag, Es würde mich interessieren wie häufig Parästhesien in den Extremitäten (Handflächen und Fusssohlen) bei mRNA-Vakzinen dokumentiert wurden. Wie stehen die Chancen auf eine Erholung falls diese noch 9 Monate nach der Impfung bestehen? Gibt es Behandlungsempfehlungen? Danke!

Christoph Küng: Es hat auch in der Schweiz solche Meldungen gegeben. Es ist schwierig zu sagen ob sie wegen der Impfung häufiger aufgetreten sind wie normal. Die Parästhesien sind jedoch ein Thema in Fachkreisen – sobald neue Erkenntnisse vorliegen wird Swissmedic dazu publizieren. Behandlungsempfehlungen sollten von Ihrem Arzt kommen – er kennt Sie am besten. Gute Besserung!

Sehr geehrte Damen und Herren Ich leide seit anfangs Oktober einige Tage nach der 2. Impfung mit Moderna an chronischem Nesselfieber. Die behandelnden Ärzte im USZ haben dies auch so bestätigt und Swissmedic gemeldet. Nur leider bringt mir das alles nichts. Ich leide weiterhin täglich an Nesselfieber. Nehme 4 Antiallergikum (Aerius) plus Kortison und gehe einmal monatlich Xolair ins USZ spritzen. Nur gegen das Nesselfieber von der Impfung hilft kein Medikament. Ich war vor der Impfung ein gesunder Mensch und seit der Impfung ein kranker Mensch, welcher täglich mehrere Tabletten schlucken muss. Für mich ist dies in einem Land wie der Schweiz nicht verständlich wie so etwas passieren konnte und jetzt werde ich von den Ärzten völlig im Stich gelassen. Die Medikamente sind nutzlos und kein Arzt interessiert das. Was würden Sie mir in diesem Fall vorschlagen? Wie kann eine solche Fehleinschätzung einer Impfung überhaupt passieren? Und wie werde ich dieses Nesselfieber wieder los und zwar nicht erst in einigen Monaten oder Jahre wie die Ärzte im USZ sagen? Ich danke Ihnen für Ihre Antwort bereits im Voraus.

Christoph Küng: Ihr Arzt hat diejenigen Medikamente eingesetzt welche Swissmedic auch in den Meldungen berichtet werden. Das Nesselfieber wurde in den klinischen Studien mit mehreren 10'000 Geimpften nicht erkannt, da es sehr selten ist. In der Schweiz gab es nach der Grundimmunisierung kaum Meldungen, diese gingen erst mit dem Booster ein, und hier sind es etwa 1'000 Meldungen auf etwa 2.5 Millionen Booster-Dosen. Sie sehen es bleibt immer noch selten. Trotzdem werden diese Urticaria nun genauer erforscht. Ihnen und den Betroffenen wünsche ich wirklich gute Besserung!

Hallo, Ist der Moderna Impfstoff ein gentechnisch hergestelltes Produkt? Vielen Dank

Christoph Küng: Es kommt darauf an was Sie als gentechnisch bezeichnen. Ich würde sagen ja. So wie heutzutage schon vieles was wir einnehmen oder nutzen.

Chat-Admin: Video zum Thema mRNA-Impfstoff

Sehr geehrte Damen und Herren Ich habe ca. 4 Wochen nach meiner Boosterimpfung bemerkt dass ich immer wieder an starker Müdigkeit leide, dazu Muskelschmerzen an Armen und Beinen obwohl ich keinen extrem Sport betreibe. Ein einstündiger Spaziergang genügt und ich bin dannach völlig Futsch. Dies geht nun schon ca. 4 Monate so. Manchmal stärker, manchal schwächer. Weiss nicht ob ich dies mit meinem Hausarzt soll besprechen oder ich mir da villeicht etwas Einrede??? Man hört so viel, dass ich mir, in meinem Fall, überhaupt nicht mehr sicher bin. Da ich leicht übergewichtig bin und auch Raucher bin heisst es sehrwahrscheinlich sowieso, das dass der Grund dafür sei!!! Wie schon erwähnt, ich weiss wirklich nicht mehr was ich denken soll darüber, fühle mich einfach Eingeschränk dadurch, in meiner Leistung. Freue mich über eine kurze Rückmeldung von Ihnen. Vielen Dank

Christoph Küng: Bitte klären Sie dies mit Ihrem Hausarzt ab. Er kennt Sie am besten und wird auch beurteilen können, ob diese Beschwerden eher mit der Impfung oder mit einer vorbestehenden Erkrankung zu tun haben.

Ist es möglich, dass es als Nebenwirkung Krämpfe geben kann? Ich habe seit letztem Herbst nachts öfter heftige Krämpfe in den Beinen ( Wade, Oberschenkel, Unterschenkel ) ziemlich heftig den ganzen Tag spüre ich auch immer so ein zwicken in den Beinmuskeln. Ich kannte das vorher nicht nicht. Der Atzt hat mir Magnesium verschrieben 600mg Magnesium Diasporal täglich was aber nichts bringt. Erste Impfung 25. 03. 21 zweite 23.04. 21 dritte 08.11. 21

Christoph Küng: Krämpfe nach Covid-Impfung wurden nicht oft gemeldet. Sie haben das einzig richtige gemacht. Ihr Arzt kann für Sie sorgen, und auch Meldung an Swissmedic machen!

Hallo, mein Partner (46) hat eine Woche nach der Booster-Impfung (Moderna) starkes Nesselfieber bekommen (praktisch am ganzen Körper). Dieses besteht nun schon seit 7 Wochen. Er nimmt ca. alle 3 Tage Antihistaminikum (1 Tablette), was hilft. Wie lange kann er Antihistiminka nehmen oder braucht es nach so langer Zeit eine andere Behandlung (auf eine Cortisonbehandlung möchte er lieber verzichten)? Wie lange kann die Nesselsucht noch anhalten?

Christoph T. Berger: Eine chronische Urtikaria muss man oft mehrere Wochen bis Monate mit Antihistaminika behandeln. Dies ist bezüglich Nebenwirkungen unbedenklich. Besprechen Sie dies am Besten mit Ihrem Hausarzt oder einem Allergologen.

Guten Tag Mein Mann und ich haben seit den 2 Impfungen und dem Booster an den Armen Hautausschläge, die wir mit Excipial Urea 10 % Salbe unparfümiert behandeln. Leider ohne viel Erfolg. Es gibt Tage, wo der Juckreiz grösser ist und die Haut sich leicht schält. Gibt es Etwas, das Sie uns empfehlen könnten? Vielen Dank und freundliche Grüsse

Christoph Küng: tatsächlich hat Swissmedic bisher gegen 1'000 solcher Meldungen nach Spikevax-Booster erhalten. Swissmedic gibt grundsätzlich keine Therapieempfehlungen ab, dies ist Sache des Hausarztes der Sie am besten kennt und aucfh das richtige Medikament auswählen kann. Sollten jedoch Informationen zu einer möglichen Therapie vorliegen, so wird Swissmedic informieren. Solche Behandlungen gehören jedoch in die Hand einer medizinischen Fachperson.

Nach der Booster Impfung habe ich sehr viele Allergien. Zb Damen Strumpfhosen mit Polyamid ,Unterwäsche aus Wolle/ Seide. Was kann ich unternehmen? Wie lange dauert dieser Zustand? Besten Dank für Ihre Antwort.

Christoph T. Berger: Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt und wenden sie sich an einen Allergologen/Allergologin zur Abklärung.

Guten Tag Ich leide seit meinem Booster, welcher ich im Dezember erhalten habe, unter starken Nesselfieber und Juckreiz. Ich weiss dass ich damit bei weitem nicht alleine bin, allerdings finde ich weder von Swissmedic noch sonst irgendwo empfehlungen wie ich damit umgehen soll. Auch meine Hausärztin weiss nicht wie lange sich dies noch hinziehen wird und ausser mir Cortison zu spritzen gibt es wohl nocht keine Alternative. Frage: Wird dies von offizieller Seite untersucht und was soll ich gegen dieses Nesselfieber machen?

Christoph Küng: Swissmedic hat bisher gegen 1'000 Meldungen zu Nesselfieber nach der Boosterimpfung (vor allem mit Spikevax) erhalten. Swissmedic hat dazu schon etwas publiziert, siehe https://www.swissmedic.ch/swissmedic/de/home/news/coronavirus-covid-19/covid-19-vaccines-safety-update-13.html. Für die Behandlung wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt. Gute Besserung!

Bei den Covid Impfungen und der Booster Impfung habe ich anschliessend Arnika Salbe aufgetragen, um Schmerzen zu verhindern. Nach einer Tetanus Impfung, die sehr schmerzhaft war, habe ich Voltaren Salbe verwendet. Beide haben „genützt“, Frage: Haben diese beiden Salben einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfung ?

Christoph Küng: Nein, beide Salben sollten keinen Einfluss darauf haben.

Ich war jetzt rund 3 Monate in Krebsbehandlung und vorher musste ich meine Nierensteine entfernen lassen. Da ich gewusst habe, dass mein Immunsystem schwächer wird, habe ich und meine Frau uns immer peinlich genau ans Schutzkonzept gehalten. Wir hatten Glück und haben kein Corona bekommen. In der der Bekannt- Verwandtschaft haben etliche trotz diversen Impfungen Corona oder nachfolgende Erkrankungen eingefangen. Ich glaube halt, dass die «Wissen"schaft uns keine Antwort geben kann. Sind es Gene, Blutgruppe, Krankheitsgeschichte die entscheidend sind. Mich dünkt es hat sehr viele sogenannten Fachleute die einander gegenseitig widersprechen. Ich und wahrscheinlich viele andere warten immer noch auf Antworten. Freundlichen Gruss

Christoph Küng: In der Medizin gibt es leider oft kein «garantiert» oder «auf keinen Fall». Oft sind Antworten schwierig zu finden, und dann mit einem «möglich» oder «wahrscheinlich» verknüpft. Die Medizin lernt aber immer weiter dazu!

Werden in der Schweiz Impfnebenwirkungen besser und gezielter erfasst in Deutschland? In Deutschland mehrt sich ja fortlaufend die Kritik am PEI. Beispiele:  

Christoph Küng: In der Schweiz wird jede erhaltene Verdachtsmeldung von Swissmedic einzeln geprüft. Die medizinischen Fachpersonen müssen jedoch melden (gesetzliche Meldepflicht für gewisse Nebenwirkungen).

Der Live-Chat ist beendet. In der zur Verfügung stehenden Zeit konnten leider bei weitem nicht alle Fragen beantwortet werden. Mehr Informationen zum Thema finden Sie in untenstehender Sendung.

Video
Nebenwirkung oder nicht? Covid-Geimpfte im Ungewissen
Aus Puls vom 04.04.2022.
abspielen. Laufzeit 33 Minuten 29 Sekunden.

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