General Chörchill schaut zu

Was tun, wenn man sich über die Verrohung der Sitten unserer Jugend aufregt und sich die starke pädagogische Hand zurückwünscht? Hüsnü kennt die Vor- und Nachteile diverser Erziehungsmethoden und sagt, was diese mit Winston Churchill zu tun haben.

Lieber Hüsnü, Ich beobachte bei jungen Leuten eine zunehmende soziale Verwahrlosung und Egoismus. Zu meiner Zeit waren Eltern und Lehrer autoritärer, was nicht immer gut war, aber wenigstens lernten wir so Anstand und Respekt. Etwas mehr Strenge könnte nicht schaden, oder? Annegret (63), Bottmingen

Liebe Frau Annegret, denke ich genau wie du, und gibtes ein Person, wo denkt noch mehr gleiche wie du: meine Mutter. Früher zu Hause, alle meine Schwester sitzen auf der Sofa und schauen Serie, obwohl müssen Hausarbeit machen. Sie sind alle verliebt zu die Herr Schauspieler.

«Wann er heirat mich, ich bringe jeden Tag sein Kaffee zum Bett», sagt mein Grossschwester Handan. «Wann er nehmt mich, ich wasche sein Füsse», sagt zweite Grossschwester Halime und dritte Grossschwester Hanife sagt: «Ich wasche erst sein Füsse, dann ich küsse.» Dann kommt mein Mutter und sagt: «Ich zeige euch Füssewaschung! Sieben Frauen, und alle so dumm wie Dürüm! Ganz Haus stinkt vom gebrannte Essen auf der Herd, weil alle sitzen hier und heiraten dem Fernseh! Ach, ach, liebe Gott, warum hast du mir diese Mann gegeben und nicht dem Winston Chörchill? Ist alles sein Schuld.»

Mein Mutter glaubt, wann wäre meine Vater bisschen Otorität wie ein Generaloder President, alles wäre mehr besser. Aber meine Vater, wo ist Feminist, sagt: «Necla, im moderne Zeit, der Frauen müssen nicht putzen und kochen. Lass meine Mädchen im Ruhe und geb dein Erziehung zum Hund vom Chörchill.»

Natürlich mein Mutter gebt nicht auf. Klebt sie eine Foto vom Herr Chörchill am jede Tür und sagt: «Vielleicht der Auge vom starke Mann macht gute Eindrücke zu unsere Familie. Vom jede Tür, er schaut uns mit seine strenge Auge, und mein Schwestern bekommen Angst.» Meine Vater sagt: «Wann diese Typ will schauen, wie ich esse, sitze, schlafe, dann muss auch schauen, wie ich scheisse.» Und klebt eine Foto am Tür vom Badezimmer.

Mein Schwestern gehen nicht mehr zum Duschen, weil zuschaut Herr Chörchill. Nach drei Wochen sie stinken bisschen und mein Mutter sagt: «Früher diese Haus riecht vom gebrannte Essen, jetzt riecht wie tote Hund vom Chörchill.» Sie nehmt dem Fotos weg und sagt: «Ach, macht euch, was ihr wollt, ich sterbe sowieso bald, dann ihr weint alle!» Sie sterbt nicht, mein Schwestern riechen wieder gut, und Vater und Mutter geben Ruhe. Was soll ich sagen, Frau Annegret? Egal, welche Erziehung man macht: Sowieso etwas stinkt immer.

Hüsnü hilft

Hüsnü Haydaroglu ist Kolumnist und Lebensberater. Der Mann mit Schnurrbart weiss in seinem eigenwilligen «Tiefdeutsch» eine Lösung für jede verzwickte Lage. Hüsnüs Kolumnen erscheinen regelmässig auf srf.ch/kultur.

Hüsnü Haydaroglu ist eine Kunstfigur von Güzin Kar, gelesen von Hilmi Sözer. Mit Ihren Fragen können Sie sich hier an Hüsnü wenden.

Güzin Kar

Güzin Kar

Die Drehbuchautorin und Filmregisseurin («Lieber Brad», «Die wilden Hühner», «Fliegende Fische», «Achtung, fertig, WK!» etc.) schreibt obendrein Kolumnen und Bücher. Sie mag: Chips, Charme und alles, was scharf ist. Sie mag nicht: Geiz, Besserwisserei und Witze auf Kosten von Schwachen. Güzin ist auf Facebook.