Im Hinterhof von Sotschi strahlt kein olympischer Glanz

Während der Olympischen Winterspiele zeigt sich Sotschi von seiner glanzvollen Seite. Zwei niedeländische Journalisten haben die Region um Sotschi sechs Jahre lang bereist und zeigen ein ganz anderes Bild: Das einer von Krieg und Armut gebeutelten Region.

Der Fotograf Rob Hornstra und der Autor Arnold van Bruggen reisten während sechs Jahren wiederholt in die Region in und um Sotschi, um einen Blick hinter die Kulissen der Olympischen Winterspiele zu werfen. Gefunden haben sie eine heruntergekommene, subtropische Feriendestination, umgeben von zwei schwelenden Konfliktregionen.

Der Nordkaukasus ist traditionell einer der Unruheherde Russlands, in dem islamistische Separatisten die russischen Regierungstruppen bekämpfen. Und Abchasien, die selbsternannte Republik, die kaum jemand anerkennt, ist gebeutelt von mehreren Kriegen, der letzte 2008 zwischen Russland und Georgien.

Wo immer die beiden Niederländer hinkamen, stand der Alltag der Menschen in krassem Gegensatz zu den Milliarden, die zwecks Winterspielen von der Russischen Regierung in diese Region geflossen sind. Die Bilder des «Sochi Project» erzählen die Geschichte der Menschen abseits der Olympischen Winterspiele.

Buchhinweis

Rob Hornstra und Arnold Van Bruggen: «The Sochi Project. An Atlas of War and Tourism in the Caucasus». Aperture, 2013.

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