Placebo-Effekt: Das passiert im Körper

Wie schafft es unser Organismus eigentlich, ohne wirksames Präparat eine positive Reaktion zu erzeugen? Unsere Kurzvideos erklären das Phänomen am Beispiel einer Schmerzreaktion – und zeigen auch, wie sich der erfreuliche Placebo-Effekt in sein Gegenteil verkehren kann.

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Placebo-Effekt: Was passiert im Körper?

1:22 min, vom 26.10.2016

Das Wort haben die meisten Menschen schon gehört – und viele wissen auch, was damit gemeint ist: «Das Auftreten therapeutischer Wirkungen nach Scheinbehandlungen», heisst es in einem Onlinelexikon zum Stichwort Placebo-Effekt, «insbesondere nach der Gabe von Scheinpräparaten».

Eine Zuckerpille, Schmerzen weg?

So einfach ist es nicht. Die Ursachen für das Phänomen sind noch nicht in allen Details erforscht. Doch sicher ist, dass das psycho-soziale Umfeld bei einer Behandlung eine Rolle spielt; zum Beispiel die Erwartungen eines Patienten gegenüber seinem Arzt.

Unser Video oben erklärt, was im Körper auf neurobiologischer und biochemischer Ebene passiert, wenn der Placebo-Effekt eintritt – beim Einsatz von Schmerzmitteln, bei denen das Phänomen besonders häufig untersucht wurde.

Negative Wirkungen genauso möglich

Seinen Namen verdankt der Effekt übrigens seiner Wirkung: «Placebo» (lateinisch) bedeutet «Ich werde gefallen». Doch er kann sich auch ins Gegenteil verkehren. Dann nämlich, wenn Umstände einer Behandlung dazu führen, dass eine Arznei ihre Wirkung nicht entfalten kann – der «Nocebo-Effekt», mit der Bedeutung «Ich werde schaden».

Wie es dazu kommt und welche Rolle ein Arzt dabei spielen kann, hat eine experimentelle Studie an gesunden Versuchspersonen aufgezeigt. Unsere animierte Grafik erklärt's:

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Der Placebo-Effekt – und sein Gegenteil

1:38 min, vom 26.10.2016

Placebo-Effekt im Visier der Wissenschaft

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