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Vorlage zu den Kinderabzügen kurz erklärt
Aus Arena vom 26.06.2020.
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Auf einen Blick Die Vorlage zu den Kinderabzügen in Kürze

Was würde sich ändern? Welche Argumente bringen Befürworter und Gegner ins Spiel?

Das Volk entscheidet am 27. September über eine Änderung des Gesetzes über die direkte Bundessteuer. Darin geht es um die Erhöhung der steuerlichen Kinderabzüge.

Ziel der Vorlage

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll gefördert werden, indem diese steuerlich entlastet werden. Dazu werden die Kinderabzüge bei der Bundessteuer erhöht.

Das ist neu

Eltern können neu bei der direkten Bundessteuer für jedes Kind einen maximalen Abzug für die Drittbetreuung von 25'000 Franken geltend machen. Bisher betrug der Abzug 10'000 Franken. Dies führt zu jährlich wiederkehrenden Steuerausfällen von etwa 10 Millionen Franken. Der allgemeine Kinderabzug wird von 6'500 auf 10'000 Franken erhöht. Dies führt zu zusätzlichen Steuerausfällen von 370 Millionen Franken. Aufgrund der Coronakrise werden die Steuerausfälle vorübergehend tiefer, auf 50 bis 100 Millionen Franken geschätzt.

Drei Argumente dafür

  • Familien werden steuerlich entlastet.
  • Heute fehlen vielerorts gut ausgebildete Fachkräfte. Mit einem höheren Drittbetreuungsabzug steigt der Anreiz, dass beide Eltern vermehrt berufstätig sind.
  • Die Vorlage unterstützt die Frauenförderung. Für Frauen wird es sich wieder vermehrt lohnen, am Arbeitsprozess teilzunehmen.

Drei Argumente dagegen

  • Vom Kinderabzug profitieren fast ausschliesslich Topverdiener-Familien. Familien, die keine Bundessteuer zahlen, haben nichts von der Vorlage.
  • Der Allgemeinheit fehlen bei einer Annahme der Gesetzesänderung jährlich 370 Millionen Franken. Geld, das woanders gebraucht wird.
  • Es profitieren vordergründig Familien, in denen nur ein Elternteil arbeitet.

Abstimmungsempfehlungen

Bundesrat und Parlament empfehlen die Erhöhung der Kinderabzüge zur Annahme. Im Nationalrat sprachen sich 132 Mitglieder dafür aus, 62 dagegen. Im Ständerat wurde die Gesetzesänderung mit 25 zu 17 Stimmen gutgeheissen.

Parolen der acht grössten Parteien zu den Kinderabzügen

JA BDP | CVP | EVP | FDP | SVP
NEINGLP | Grüne | SP

Tagesschau, 21.08.2020, 19.30 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Die Vorlage zieht ja direkt Einwandererfamilien an. Ist das der Sinn der Vorlage?
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  • Kommentar von Flavien Gousset  (Flavien Gousset)
    Liebes SRF, ich finde das von euch formulierte "Ziel der Vorlage" äusserst irreführend. Das tönt nämlich, als ginge es bei diesem CVP-Vorschlag um eine erleichterte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Höhere *allgemeine* Kinderabzüge tragen aber gar nichts zur Vereinbarkeit bei, weil sie ja über alle Haushalte (die reich genug sind dafür) ausgeschüttet werden und eben gerade nicht spezifisch denen zugute kommen, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen. Könntet ihr das korrekt formulieren? Danke!
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Flavien Gousset
      Besten Dank für Ihren Hinweis. Das Parlament wollte dies tatsächlich damit erreichen. In den Contra-Argumenten erklären wir aber, dass das nicht stimmt.
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  • Kommentar von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
    Selten eine solch asoziale Familienvorlage gesehen. Die reiche Haelfte kriegt ein Steuergeschenk und die armen Familien werden links liegen gelassen. Des weiteren schient mir diese Vorlage am Ziel vorbeizuschiessen. Nervt mich fast noch mehr als die 18 Mrd Jets. Hoffentlich bekommen die Initianten eine deftige Packung.
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