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International Anti-Terrorkampf: Briten bieten Franzosen Stützpunkt an

Frankreich und Grossbritannien demonstrieren im Kampf gegen den Terror Einigkeit. Dem symbolischen Schulterschluss heute zwischen Hollande und Cameron sollen schon in Kürze Taten folgen.

Legende: Video Cameron verspricht Frankreich Unterstützung abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.11.2015.

Grossbritannien hat Frankreich Unterstützung im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugesagt. Premierminister David Cameron bot unter anderem an, dass französische Flugzeuge für ihren Kampf gegen die IS-Milizen die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern nutzen können. Zudem wollen die Briten den Franzosen mit der Luftbetankung von Flugzeugen unter die Arme greifen.

Paris schmiedet Achse gegen den Terror

Vor ihren Gesprächen hatten Hollande und Cameron vor dem Konzertsaal «Bataclan» der Opfer der Pariser Terrorattacken gedacht. Das Treffen war für Hollande der Auftakt zu einer Woche intensiver diplomatischer Bemühungen. Der Staatschef will nach den verheerenden Anschlägen mit 132 Toten eine breite internationale Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) schmieden.

Dazu besucht der Franzose am Dienstag auch US-Präsident Barack Obama und am Donnerstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Cameron will in dieser Woche einen eigenen Plan zum Kampf gegen die Islamisten vorstellen.

Massive Aufstockung bei Mensch und Material

Schon jetzt aber wurde bekannt, dass die Aufstellung von zwei Schnelle-Eingreif-Brigaden geplant ist. Die Truppen sollen jeweils 5000 Mann umfassen, weltweit einsatzbereit sein und bis 2025 ins Leben gerufen werden, berichtete der Sender BBC.

Zudem sei angedacht, dass die britischen Luftschläge gegen den IS auch auf Syrien ausgeweitet werden sollten. Dies sei aber eine Entscheidung des britischen Parlaments, so Cameron. Bislang beteiligen sich britische Piloten nur im Irak an den Angriffen.

Nach den Terrorattacken von Paris hatte Grossbritannien bereits vergangene Woche eine deutliche Verstärkung der Geheimdienste und der militärischen Spezialkräfte angekündigt. Der Kauf weiterer Kampfjets solle beschleunigt werden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Peinlich,peinlich,peinlich. Heute an PressKonferenz hat US Militär versucht Aufnahme von russischen Angriffen in Syrien versucht verkauft wie eigenen.
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Das war das PBS und nicht das US Militär. Die haben in dem Beitrag einfach mal Bildmaterial verwendet, ohne deren Herkunft genau zu prüfen. Passiert leider oft wie auch das Abschreiben von Artikeln mit offensichtlichen Fehlern oder Wikipedia als einzige Quelle. Die russischen Medien haben dies grösstenteils, im Gegensatz zu ihnen, korrekt wiedergegeben und nicht das US Militär als Urheber genannt.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Würde da doch etwas zurückhaltender sein. Kommt mir vor wie im Kindergarten, wo sich die kleinen Kinder die Schnuller wegnehmen wollen. Wüsste auch nicht, welche Erfolge der Russe im Kampf gegen den IS eigentlich vorzuweisen hat. Ich verwette meinen Skalp, dass Luftangriffe allein, selbst nach einem Jahr gegen den IS, der sich in diesen Krisengebieten bekanntermaßen nicht in der Luft, sondern am Boden fest etabliert hat, kaum was bewegen konnten und man immer noch auf der Stelle treten wird.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Die Kollateralschäden durch Bombardements stehen bei der Zivilbevölkerung in umgekehrten Verhältnis zur Effektivität beim Kampf gegen den "IS". Anders ausgedrückt, die Bombenabwürfe bringen die Araber, die ja schon schlechte Erfahrungen durch den Kolonialismus der Franzosen gemacht haben, gegen Frankreich auf und werden gegen diese fanatische Terrormiliz wenig ausrichten. Hollande sollte zuerst mal auf sein koloniales Erbe der maghrebinischen Migranten, allesamt selber Franzosen, gucken.
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    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Frankreichs Bombardments macht keine sorge Islamisten. Frankreich ist seit über 1 Jahr dabei. Und bis letzte Woche haben sie 2 Einsätze geführt. Beide mal gegen Islamistische Einheiten welche von französischen Freiwiligen besetzt waren. Islamisten verlegen täglich ihre Komandozentrale und Munitionslager. Daten welche Französe und USA haben sind veraltet. Russen bekommen informationen von Syrische Armee welche Daten von Einwohner vor Ort bekommen. Deswegen hat diese Krieg eine Wende bekommen.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @S. Drago: Nicht mal regulären Armeen mit Bodentruppen gelang es jemals eine Guerilla-Miliz zu besiegen, schon gar nicht mit alleinigen Luftwaffenangriffen. Der Russe mischt da jetzt auch schon mehrere Monate mit, wobei man nicht mal weiß, ob das Hauptziel überhaupt der IS, sondern der Machterhalt Assads ist. Der Russe war noch nie der Glücksbringer. Leider muss man aber jetzt feststellen, dass sich in den sozialen Netzwerken der arabischen Welt der Hass auf den Westen kübelweise ergießt.
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  • Kommentar von A. Schulze (A. Schulze)
    Das hat den Anschein, als ob sich Hollande erst eine Einweisung bzw Befugnis aus Washington holen muss bevor er nach Moskau fliegt :D
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