Assad beginnt seine dritte Amtszeit

Der syrische Machthaber ist für weitere sieben Jahre als Präsident vereidigt worden. In seiner Antrittsrede kündigte Assad ein kompromissloses Vorgehen gegen die Aufständischen an.

Assad hält eine Rede an einem Stehpult mit zwei kleinen Mikrofonen.

Bildlegende: Der syrische Machthaber Bashar al-Assad ist seit 14 Jahren im Amt – sieben weitere sollen folgen. Keystone

Bashar al-Assad startet am Mittwoch seine dritte Regierungsperiode als syrischer Präsident. In einer Zeremonie Im Präsidentenpalast hat der Machthaber einen Eid auf die Verfassung abgelegt.

Seine Rede zum Amtsantritt hielt er vor Abgeordneten des Parlaments und Angehörigen von Syrern, die im Bürgerkrieg ums Leben gekommen sind. Assad hat dabei ein kompromissloses Vorgehen gegen die Aufständischen angekündigt: «Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus nicht stoppen, bis wir in jeder Ecke Syriens die Sicherheit wiederhergestellt haben.»

Undemokratische Wahlen

Die neue Amtszeit dauert sieben Jahre. Assad hatte Anfang Juni die Präsidentenwahl mit 88,7 Prozent der Stimmen gewonnen. Allerdings wurde die Wahl nur in Regionen abgehalten, die unter Kontrolle von Regierungstruppen stehen. Die Europäische Union hatte die Abstimmung als undemokratisch eingestuft.

Seit Beginn des Aufstands gegen das Regime im Frühjahr 2011 sind in Syrien mindestens 170'000 Menschen ums Leben gekommen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Syrien und seine Kämpfer

    Aus 10vor10 vom 3.6.2014

    Assad wird also voraussichtlich weiter Präsident eines Landes sein, dass im Bürgerkrieg versinkt. Am Anfang der Revolte vor drei Jahren waren die Fronten klar: Regierungstruppen gegen Rebellen. Heute ist die Lage kaum mehr überschaubar und die jüngsten Entwicklungen sind beunruhigend. Seit einigen Monaten erobern radikale Islamisten das Feld.