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International Die ersten Toten von Flug MH17 sind daheim

Die ersten Opfer des Flugs von Malaysia Airlines sind in den Niederlanden angekommen. Weiterhin herrscht Unklarheit darüber, wie viele Leichen bislang geborgen wurden.

Legende: Video Die Särge mit den Opfern kommen in den Niederlanden an abspielen. Laufzeit 01:30 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.07.2014.

Die Särge mit den ersten 40 Opfern der Flugzeugkatastrophe in der Ukraine sind auf dem Flughafen in Eindhoven angekommen. Dort warteten neben Angehörigen auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und König Willem-Alexander.

Männer tragen einen Sarg zum Leichenwagen.
Legende: Für jedes Opfer eine Zeremonie: Eine späte Würde für die Toten. Reuters

Mit einer Schweigeminute ehrten die über 1300 versammelten Menschen die Opfer. Ein Trompeter spielte einen letzten Gruss. Dann trugen Soldaten den ersten Sarg auf ihren Schultern aus dem Flugzeug.

Bis am Freitag werden alle Opfer in die Niederlanden geflogen und danach zu einer Militärbasis gebracht. Dort werden Experten versuchen, die Leichen zu identifizieren. Dieser Vorgang könnte Monate dauern.

Die Schweiz hat den Niederlanden Hilfe angeboten. Das Land bedankte sich, lehnte jedoch ab. Die niederländischen Behörden verfügen über genügend Kapazitäten, um
die Identifizierung der Toten von Flug MH17 selber vorzunehmen.

Was geschah mit dem Flug MH17?

Der nationale Sicherheitsrat der Niederlande bemüht sich derweil, die Ursache des Absturzes untersuchen zu lassen. Die Experten haben aber noch keinen Zugang zur Absturzstelle. Noch gibt es kein Garantie für die Sicherheit der Experten.

Trotz der Zerstörung und Beseitigung von Spuren am Absturzort erwartet der Rat, ausreichend Informationen sammeln zu können. Die zwei Flugschreiber werden zur Zeit in Grossbritannien ausgewertet. Erste Ergebnisse gibt es voraussichtlich in einigen Wochen.

Verbleib zahlreicher Opfer unklar

Sechs Tage nach dem mutmasslichen Abschuss des malaysischen Verkehrsflugzeuges über der Ostukraine herrscht immer noch Unklarheit über den Verbleib zahlreicher Opfer. Nach Angaben der australischen Regierung ist offen, wie viele der 298 Toten geborgen und in Eisenbahnwaggons in die Stadt Charkow und damit in sicheres Gebiet gebracht worden sind.

Nach Angaben der Separatisten liegen an der Absturzstelle noch immer 16 Leichen. Im Absturzgebiet würden Experten erwartet, die sich um die letzten Opfer der Tragödie kümmern sollten, sagte ein Sprecher der nicht anerkannten «Volksrepublik» Donezk.

Kritik aus Australien

Australiens Ministerpräsident Tony Abbott hat die Manipulation von Beweisen kritisiert: «Nach dem Verbrechen kommt die Vertuschung. Was wir gesehen haben, ist die Manipulation von Beweisen in industriellem Ausmass, und das muss natürlich aufhören». Er macht die Separatisten für den Absturz verantwortlich. 28 Australier sind unter den Opfern.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imhof, Winterthur
    Wo sind die aufgezeichneten Funksprüche zwischen Fluglotsen und Piloten der Unglücksmaschine??? Warum werden diese geheim gehalten? Daraus würden wir vielleicht erfahren, was wirklich passierte - wäre doch eigentlich noch interessant, oder? Man muss sich schon fragen, warum die Ukrainische Regierung diese Funksprüche geheim hält, was haben die zu verbergen?
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Ein sehr bewegender Moment. Eine kurze Zeit des innehalten, des gedenken an die Opfer. War es auch in der West-Ukraine am Flughafen. Bedauerlich, hat es dann ein Mitglied der Regierung aus Kiew in einer kurzen Ansprache nicht lassen können, weiter gegen Russland zu hetzen. Dieser Moment der Stille wieder zum Politikum gemacht hat. Finde das persönlich sehr pietätlos gegenüber diesen Opfern & ihren Angehörigen. Die Holländer haben gezeigt, wie man es richtig macht.
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  • Kommentar von M.Krebser, Thun
    Auf dem Homepage von ukraine-human-rights.org kann mann nachschauen was in der Ukraine gerade passiert und wie die Menschenrechte in der Ukraine verletz werden. Inzwischen bestätigt die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa den unselektiven Einsatz von schweren Waffen in der Ostukraine. Auf dem Homepage von www.mid.ru findet man "White Book" wo ebenfalls Menschenrechtsverletzungen seit November 2013 bis Juni 2014 festgehalten sind.
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