Ebola-Pfleger streiken in Liberia für besseren Schutz

Liberia leidet unter der Ebola-Krise. Besonders risikoreich ist die Arbeit für das Pflegepersonal. Das fordert nun wirksame Schutzkleidung.

Zwei medizinische Kräfte in Liberia in Schutzanzügen

Bildlegende: Die liberianischen Pflegekräfte wollen wirksamere Schutzmassnahmen. Keystone

Ein Streik im Gesundheitswesen droht die Ebola-Krise in Liberia zu verschärfen. In dem westafrikanischen Land, das besonders an den Folgen der Epidemie leidet, hätten Pflegekräfte die Arbeit niedergelegt. Das teilte Gesundheitsminister Walter Gwenigale mit.

Nach Radioberichten fordern die Streikenden eine bessere Bezahlung und wirksame Schutzkleidung. In einigen Landesteilen hätten alle örtlichen Krankenhäuser geschlossen, hiess es.

Zahlreiche Tote unter dem Pflegepersonal

Die zuständige Gewerkschaft verlangt höhere Risikozuschläge für das Personal. Ausserdem fordert sie die Wiedereinstellung von zwei Kollegen, die entlassen worden waren, weil sie im Februar zu einem zweitägigen Streik aufgerufen hatten.

Die Regierung hat für Krankenpfleger und andere Helfer höhere Zuschläge monatlich zugesagt. Zugleich drohte Gesundheitsminister Gwenigale, die am Streik beteiligten Beschäftigten zu entlassen. Allein in Liberia wurden seit dem Ebola-Ausbruch über 200 Pflegerinnen und Pfleger mit dem Virus angesteckt, 95 starben an der Krankheit.

Ebola – zu 90 Prozent tödlich

Eine Grafik erklärt die Ansteckungsgefahr mit dem Ebola-Virus.